Programm
„Wer den ewigen Frieden jetzt sehn will, der reise nach Berlin“ – Novalis
Es liest: Klaus Kowatsch
Ein romantischer Träumer? Novalis, Sohn einer Adelsfamilie, studierte Jura und Bergbau, arbeitete als Beamter und mahnte den preußischen König zu Reformen: „Alle Menschen sollen thronfähig werden.“ Nach Berlin kam Novalis nie, doch von hier aus begannen seine visionären Dichtungen zu... weiterlesen
Taugenichts im Berliner Kultusministerium – Joseph Freiherr von Eichendorff
Es liest: Cornelia Kurth
„Aktenstöße Nachts verschlingen, / Schwatzen nach der Welt Gebrauch / Und das große Tret-Rad schwingen / Wie ein Ochs, das kann ich auch“: Als preußischer Regierungsbeamter in Berlin entwarf Joseph von Eichendorff Zensurgesetze, als Poet besang er Müßiggang, Wanderlust und... weiterlesen
Die Poesie lebendig und gesellig und das Leben und die Gesellschaft poetisch machen!“ – Friedrich und August Wilhelm Schlegel
Es liest: Manfred Callsen
Gemeinsam gaben die Schlegel-Brüder ab 1798 in Berlin die Zeitschrift „Athenäum“ heraus, das wichtigste Manifest der frühromantischen Weltanschauung. Eine Provokation in der Hauptstadt der Spätaufklärung war auch Friedrichs erotisch freizügiger Roman „Lucinde“ über sein Liebesverhältnis mit der Bankiersgattin Dorothea Veit,... weiterlesen
Der gestiefelte Berliner – Ludwig Tieck
Es liest Klaus Kowatsch
Vom Handwerkersohn zum Hofrat brachte es Ludwig Tieck (1773-1853) mit dem Schreiben, ein erfolgreicher Verwandlungskünstler wie der gestiefelte Kater in seiner gleichnamigen Märchensatire. Im Berlin der Aufklärung aufgewachsen, war Tieck zugleich Großstadtliterat und „König der Romantik“. Schon kurz nach seinem... weiterlesen