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15.09.11
20:00
Taugenichts im Berliner Kultusministerium – Joseph Freiherr von Eichendorff
Einführung: Michael Bienert; Gesprächspartner: Ralf Klausnitzer
Es liest: Cornelia Kurth
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

„Aktenstöße Nachts verschlingen, / Schwatzen nach der Welt Gebrauch / Und das große Tret-Rad schwingen / Wie ein Ochs, das kann ich auch“: Als preußischer Regierungsbeamter in Berlin entwarf Joseph von Eichendorff Zensurgesetze, als Poet besang er Müßiggang, Wanderlust und Waldeinsamkeit. Den Liebling der Männergesangsvereine stilisierte das Dritte Reich zum „deutschesten der deutschen Dichter“. Für heimatvertriebene Schlesier blieb Eichendorff die „Stimme des deutschen Ostens“, für jüdische Emigranten wie Adorno der schutzlose „Dichter des Heimwehs“.

Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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