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Werkstattgespräch III: Kritischer Realismus
Do 03.06.
17:00
Werkstattgespräch
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Die Realismusdebatten reißen nicht ab. Die Diskussion um eine realistische Kunst in den 1930er Jahren – und ihre Wiederaufnahme unter veränderten Bedingungen in der Nachkriegszeit – markieren entscheidende ästhetische Auseinandersetzungen des vergangenen Jahrhunderts, die bis in die Gegenwart nachwirken. Georg Lukács‘ konsequentes Eintreten für den Realismus provoziert bis heute Argwohn. Der genaue Blick auf seine Plädoyers für eine realistische Kunst auch im Theater zeigt, dass Lukács einen differenzierten Realismusbegriff gepflegt hat. Es war sowohl eine Absage an einen simplifizierten abbildhaften Naturalismus als auch an rein formalistische Experimente ohne Rückbindung an die gesellschaftliche Realität. Es geht noch immer um den Realismus!

In einem interaktiven Werkstattgespräch widmen sich die Referenten und das Publikum – bezugnehmend auf die Schriften Lukács‘ – gemeinsam dem Themenkomplex kritischer Realismus.

 

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Präsentiert von Theater der Zeit. Begleitend erscheint im Verlag Theater der Zeit der Reader »Georg Lukács: Texte zum Theater« (Berlin 2021)
Georg Lukács heute
Do 03.06.
20:00
Podiumsgespräch
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Georg Lukács hat das ästhetische Denken des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer geprägt. Sein frühes Werk „Die Theorie des Romans“ gilt noch heute als Klassiker einer geschichtsphilosophischen Ästhetik und beeinflusste eine gesamte Generation, mit „Geschichte und Klassenbewusstsein“ verfasste er ein Schlüsselwerk des westlichen Marxismus. Zeitlebens interessierte sich Lukács für das Theater als Kunstform – von seinen Anfängen als Theaterkritiker über Schriften wie „Zur Soziologie des modernen Dramas“ bis zu den geistreichen Studien über einzelne Theaterautoren. Verweise auf das Theater finden sich in all seinen ästhetischen Schriften, wie auch die Auseinandersetzung mit einem Theaterneuerer wie Bertolt Brecht beispielsweise in den Debatten um den Realismus in den 1930er Jahren von kaum zu unterschätzender Bedeutung war. Welche Bedeutung Lukács‘ Denken für unsere Gegenwart hat, soll zum Abschluss der Veranstaltung zunächst auf dem Podium und dann mit dem Publikum diskutiert werden.

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Präsentiert von Theater der Zeit. Begleitend erscheint im Verlag Theater der Zeit der Reader »Georg Lukács: Texte zum Theater« (Berlin 2021)

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