Mai – November 2022

100 neue Wörter für Zuhause

 

»100 neue Wörter für Zuhause« ist eine Lecture Performance-Reihe in sieben Teilen, die von Mai bis November 2022 stattfindet. Die teilnehmenden Künstler*innen präsentieren an jeweils zwei Abenden neu entwickelte Beiträge, in denen sie sprachlich-performativ den Begriff Zuhause untersuchen. Sie schaffen alternative Blickwinkel auf die Orte, wo Menschen jeden Tag essen, trinken und schlafen.

Der Begriff Zuhause (Home) hat sich in den letzten Jahren auf viele Bereiche des Lebens ausgedehnt. Zentrale Veränderungen unserer Zeit lassen sich mit ihm wie durch eine Lupe beobachten und analysieren. »100 neue Wörter für Zuhause« ist der Versuch, den Blick scharf zu stellen auf einen Ort, der einst mit Ruhe, Intimität und Geborgenheit assoziiert war und in den letzten Jahren zum Schauplatz einer beschleunigten Gegenwart wurde. Sogenannte Home-Technologien, die Eindämmungsmaßnahmen der Corona-Pandemie, Flucht und Vertreibung aufgrund von Kriegen sowie die drängende Energie- und Klimafrage sind alle unmittelbar mit dem verbunden, was zumindest im Deutschen mit dem Begriff Zuhause beschrieben wird.

All diese Ereignisse eint, dass sie sich mit einem hohen Tempo ereignet haben. Diese Beschleunigung ist so hoch, dass die Möglichkeiten diese Veränderungen sprachlich zu beschreiben auf der Strecke bleiben. Die Welt entwickelt sich schneller als ihre Sprachen. Davon betroffen sind vor allem Menschen und Milieus, die gesellschaftlich isoliert oder marginalisiert sind. Daraus resultiert eine Sprachlosigkeit, auf die »100 neue Wörter für Zuhause« mit sieben performativen Vorträgen von Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen reagiert.

 

Mit Beiträgen von:

Antonia Baehr, 5. & 6. Mai 2022
Steven Solbrig, 19. & 20. Mai 2022
Sebastian Schmieg, 23. & 24. Juni 2022
Franziska Pierwoss & Siska, 1. & 2. September 2022
!Mediengruppe Bitnik, 6. & 7. Oktober
Senthuran Varatharajah, 3. & 4. November
Nava Ebrahimi, 3. & 4. November
und im Februar 2023 beim Brecht-Festival Augsburg

Künstlerische Leitung: Cornelius Puschke
Szenografie: Marc Jungreithmeier

Produziert vom Literaturforum im Brecht-Haus, ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, in Koproduktion mit dem Brecht-Festival Augsburg. 

Präsentiert von der taz. 

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