Sebastian Schmieg

© Iris Janke

In den Gefühlsmaschinen

„Une maison est une machine à habiter.“ (Le Corbusier)

Das Zuhause wird immer lebendiger: Smarte Assistent*innen, Haushaltsroboter, Künstliche Intelligenz. Sie sollen uns mühsame Arbeit abnehmen, Gesellschaft leisten, Wünsche von den Lippen ablesen. Doch diese neuen Begleiter*innen haben selbst eine Geschichte, verfolgen Interessen, zeigen Gefühle und erzeugen Gefühle. Es entsteht ein Ort, an dem es schwieriger wird zu unterscheiden, was lebendig ist und was nicht. Wie funktioniert diese neue Umgebung? Wer verfolgt hier welche Interessen? Und wessen Gefühle werden dort erlebt? Gemeinsam mit dem Publikum besichtigt Sebastian Schmieg die Räume der lebendigen Häuser und taucht ein in die Träume, Fantasien und Erinnerungen ihrer menschlichen und algorithmischen Bewohner*innen.

 

Sebastian Schmieg beschäftigt sich mit der algorithmischen Zirkulation von Bildern, Texten und Körpern. Er schafft spielerische Interventionen, welche die glänzenden Oberflächen unserer vernetzten Gesellschaft durchdringen und die dahinter liegenden Realitäten erkunden. Schmieg beschäftigt sich insbesondere mit Arbeit, algorithmischem Management und künstlicher Intelligenz. Er arbeitet in einem breiten Spektrum von Medien, darunter Video, Website, Installation, Künstlerbuch, selbstgeschriebene Software und Lieferservice. Schmiegs Arbeiten wurden international u.a. in der The Photographers‘ Gallery London, dem MdbK Leipzig, dem HeK Basel und dem Chronus Art Center Shanghai ausgestellt. Er lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.

23.06.22 20:00 Uhr
& 24.06.22 20:00 Uhr

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