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23.01.08
20:00
Lesung und Gespräch
Warlam Schalamow „Durch den Schnee. Erzählungen aus Kolyma“
Es liest Meike Schlüter
Gespräch mit der Herausgeberin Franziska Thun-Hohenstein und der Übersetzerin Gabriele Leopold
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Nahezu achtzehn Jahre erlebte Warlam Schalamow als Lagerhäftling die zerstörende Wirkung des GULag auf den Menschen. Seine Texte ziehen den Leser in die Gegenwart des Lageralltags hinein, ohne Hoffnung auf einen Ausweg. Er stellt ihn einem Menschen gleich, der in die Bedingungen der Erzählung eingesperrt ist wie der Häftling in die Bedingungen des Lagers. Warlam Schalamow studierte 1924 in Moskau, „sowjetisches Recht“ und wurde 1929 wegen „konterrevolutionärer Agitation“ zu Lagerhaft im Ural verurteilt. 1931 kehrte er nach Moskau zurück, wo er 1937 zum zweiten Mal verhaftet wurde. Es folgte die Deportierung in die Kolyma-Region im Nordosten Sibiriens. Nach seiner Freilassung 1956 lebte Schalamow bis zu seinem Tod 1982 in Moskau. »Durch den Schnee« ist der erste Band der Werkausgabe Warlam Schalamows.

 

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