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Fake und Fakt. Literatur im „postfaktischen Zeitalter“


© Nane Diehl



Do. 23.11.2017 / 19:00 Uhr / Vortrag und Diskussion (Achtung, Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr!)


Fake und Fakt. Literatur im „postfaktischen Zeitalter“

Mit Annett Gröschner, Simone Kornappel, David Salomon und Enno Stahl
Einleitender Vortrag: Katja Kullmann „Man könnte es nicht schöner erfinden. Die Wirklichkeit als Material der Literatur“

Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 18:00 Uhr
Keine Reservierung. Karten ausschließlich ab Zeitpunkt des Einlasses.


Die Authentizität von Nachrichten ist wie nie zuvor in der Diskussion. Angesichts eines US-amerikanischen Präsidenten, der sich um den Wahrheitsgehalt seiner Äußerungen nicht schert und alles Missliebige freigiebig zu „Fake News“ erklärt, hat die Frage nach der Faktizität politischer oder wissenschaftlicher Aussagen eine neue Brisanz gewonnen. Um bestimmte Behauptungen zu stützen, werden gezielt falsche Berichterstattungen eingesetzt. Weite Teile der Bevölkerung misstrauen einer angeblichen „Lügenpresse“ und sitzen dafür bereitwillig den absurdesten Fake News, Verschwörungstheorien und Fantasiegebilden auf. Welche Rolle spielt dabei die Literatur? Wie ist ihr Verhältnis zum Faktum, zur Wirklichkeit? Wie viel darf oder muss sie erfinden, wie viel Dokumentarismus und Recherche muss sein? Kann oder muss Literatur dazu beitragen, das Faktische ans Licht zu heben und der Wahrheit eine Lanze brechen?



Die taz. die tageszeitung hat vorweg die vier Positionen unserer Gäste abgedruckt.


Die Veranstaltung schließt an die Reihe „Richtige Literatur im Falschen“ an. Unter diesem Siegel haben kritische Autorinnen, Autoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2015 und 2016 zwei vielbeachtete Tagungen im Brecht-Haus abgehalten, bei denen es um die Rolle des Schriftstellers bzw. der Schriftstellerin im Kapitalismus ging und darum, der Literatur wieder eine soziale Relevanz zu verleihen. Ein kleineres Symposium fand 2017 im Grazer Forum Stadtpark statt.



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