Programm

Di 22.06.2021

17:30 bis 19:00
Diskussion, mit Vor-Ort-Publikum
Die Politik der ‚Umwelt‘

Wer von ‚Umwelt‘ spricht, meint meist eine Welt, die Menschen umgibt. Menschen richten ihre ‚Umwelt‘ ein, sie richten sie zu oder glauben sie zu schützen. Diese Vorstellungen haben konkrete politische Auswirkungen. Doch sie blenden nicht nur ihre anthropozentrischen Vorannahmen aus, die Tiere und Pflanzen menschlichen Umwelten zuschlagen. Sie vernachlässigen auch die Wechselwirkungen, Rückkoppelungen und Durchlässigkeiten... weiterlesen

Wer von ‚Umwelt‘ spricht, meint meist eine Welt, die Menschen umgibt. Menschen richten ihre ‚Umwelt‘ ein, sie richten sie zu oder glauben sie zu schützen. Diese Vorstellungen haben konkrete politische Auswirkungen. Doch sie blenden nicht nur ihre anthropozentrischen Vorannahmen aus, die Tiere und Pflanzen menschlichen Umwelten zuschlagen. Sie vernachlässigen auch die Wechselwirkungen, Rückkoppelungen und Durchlässigkeiten zwischen Individuen und ihren natürlichen oder kulturellen Umgebungen. Was bedeutet das für „Umweltgeschichte“ oder „Umweltliteratur“?

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Zur Kritik der ‚Umweltpolitik‘

‚Umweltpolitik‘ geht davon aus, dass Menschen ihre Welt planmäßig gestalten. Die von den politischen Akteuren repräsentierten Interessen sind jedoch sehr unterschiedlich und führen zu verschiedenen Aktionsformen. Sie reichen von der Bepreisung von Gewässern und Böden oder Pflanzen und Tieren als ‚Ökosystemdienstleistungen‘ bis zu Waldbesetzungen oder Verkehrsblockaden. Kann rationaler Gestaltungsanspruch in Unvernunft umschlagen? Und sollte Umweltpolitik eine Angelegenheit politischer Parteien und... weiterlesen

‚Umweltpolitik‘ geht davon aus, dass Menschen ihre Welt planmäßig gestalten. Die von den politischen Akteuren repräsentierten Interessen sind jedoch sehr unterschiedlich und führen zu verschiedenen Aktionsformen. Sie reichen von der Bepreisung von Gewässern und Böden oder Pflanzen und Tieren als ‚Ökosystemdienstleistungen‘ bis zu Waldbesetzungen oder Verkehrsblockaden. Kann rationaler Gestaltungsanspruch in Unvernunft umschlagen? Und sollte Umweltpolitik eine Angelegenheit politischer Parteien und Institutionen sein?

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Mi 23.06.2021

17:30 bis 19:00
Lesung, Gespräch, mit Vor-Ort-Publikum
Geologie und Lebenslandschaften

„was / länger dauert, hörst du // durch die steine“ (Lutz Seiler) – Die Geschichte der Steine und die Geschichte der Erde sind unendlich viel länger als die des Menschen. Er hat seinen Auftritt erst wenige Sekunden vor 12 Uhr, und er wird die Erde wieder verlassen. Biblischer Schöpfungsmythos und Erdgeschichte klaffen auseinander. Das wird... weiterlesen

„was / länger dauert, hörst du // durch die steine“ (Lutz Seiler) – Die Geschichte der Steine und die Geschichte der Erde sind unendlich viel länger als die des Menschen. Er hat seinen Auftritt erst wenige Sekunden vor 12 Uhr, und er wird die Erde wieder verlassen. Biblischer Schöpfungsmythos und Erdgeschichte klaffen auseinander. Das wird mit der Entdeckung der geologischen ‚Tiefenzeit‘ vor mehr als 200 Jahren evident. Die Marginalisierung des Menschen, die Kränkung seines Narzissmus und der ‚dunkle Abgrund der Zeit‘ sind eine Herausforderung für die Literatur, ja eine ästhetische Produktivkraft und ein Anstoß für literarische Imaginationen.

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20:00 bis 21:30
Lesung, Gespräch, mit Vor-Ort-Publikum
Digitale Schnittstellen zwischen Natur, Technik und Literatur

Natur und Technik sind keine getrennten Welten, sondern immer gleichzeitig vorhanden und in gegenseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten verwoben. Insbesondere digitale Medientechniken sind zu scheinbar unsichtbaren Bestandteilen menschlichen Lebens geworden. Diese Entwicklung ist in ihren politischen, ökonomischen und ästhetischen Dimensionen noch immer in weiten Teilen unverstanden. Literatur kann eine Aufklärungspraxis sein, die sich den Transformationen unserer... weiterlesen

Natur und Technik sind keine getrennten Welten, sondern immer gleichzeitig vorhanden und in gegenseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten verwoben. Insbesondere digitale Medientechniken sind zu scheinbar unsichtbaren Bestandteilen menschlichen Lebens geworden. Diese Entwicklung ist in ihren politischen, ökonomischen und ästhetischen Dimensionen noch immer in weiten Teilen unverstanden. Literatur kann eine Aufklärungspraxis sein, die sich den Transformationen unserer Vorstellungen von Mensch, Natur und Technik als einer Herausforderung stellt.

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Do 24.06.2021

20:00 bis 21:30
Lesung, Gespräch, mit Vor-Ort-Publikum
Neue (mediale) Formen der Naturdarstellung

Nature Writing ist weit mehr als die literarische Bestandsaufnahme einer bedrohten Welt, die es zu archivieren oder konservieren gilt. Als kulturelle Praxis ist Nature Writing heute ein weites, höchst bewegliches Konzept, das einen facettenreichen ästhetischen Austausch zwischen künstlerischen Akteuren und konkreten natürlichen Erscheinungen beschreibt. Seine Medien können das geschriebene oder gesprochen Wort, aber auch das... weiterlesen

Nature Writing ist weit mehr als die literarische Bestandsaufnahme einer bedrohten Welt, die es zu archivieren oder konservieren gilt. Als kulturelle Praxis ist Nature Writing heute ein weites, höchst bewegliches Konzept, das einen facettenreichen ästhetischen Austausch zwischen künstlerischen Akteuren und konkreten natürlichen Erscheinungen beschreibt. Seine Medien können das geschriebene oder gesprochen Wort, aber auch das statische oder dynamische Bild bis hin zu Virtuellen Realitäten sein. Seine Funktionen reichen vom medialen Experiment bis zur Selbstverortung im Netz des Lebendigen.

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