Mitwirkende

© Stefan Klüter
Emma Braslavsky

Emma Braslavsky ist Schriftstellerin und Kuratorin. Ihr Debütroman Aus dem Sinn (2007) erhielt zahlreiche Preise. Nach Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik (2008) und Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen (2016) erschien zuletzt Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten (2019). Die Protagonistin des Romans ermüdet nie, kann für Stunden unter Wasser bleiben und schaltet bei Finsternis in den Nachtsichtmodus. Braslavsky schreibt über die Zukunft, weil sie sich für die Gegenwart interessiert.

© Georg Braungart
Georg Braungart

Georg Braungart ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen. Eines seiner derzeitigen Forschungsvorhaben hat die Relation von Geologie und Literatur zum Gegenstand. Unter dem Titel einer ‚Poetik der Natur‘ werden ästhetische Verarbeitungen der ‚geologischen Kränkung‘ ebenso untersucht wie die Bilder von ‚Natur‘-Katastrophen oder die Erhabenheit des Geologischen. Er ist Mitherausgeber des Reallexikons der deutschen Literaturwissenschaft und von Literatur als Wagnis / Literature as a Risk (2013); unlängst erschien Wind und Wetter. Kultur – Wissen – Ästhetik (2018).

© Doris Klaas
Gregor Dotzauer

Gregor Dotzauer ist Literaturkritiker. Für seine Arbeit erhielt er 2009 den Alfred-Kerr-Preis. Er war Mitglied mehrerer Literaturpreis-Jurys (Deutscher Buchpreis 2011, Preis der Leipziger Buchmesse 2017-2019) und unterrichtete Workshops zur Literaturkritik an deutschen und amerikanischen Universitäten. Dotzauer ist Verantwortlicher Redakteur Sachbuch beim Berliner Tagesspiegel.

© Ludwig Fischer
Ludwig Fischer

Ludwig Fischer interessiert sich seit seinem Studium gleichermaßen für Biologie und Literatur. Er war Professor für neuere deutsche Literatur und Medienkultur an der Universität Hamburg. Seine bislang letzten Buchpublikationen sind Brennnesseln. Ein Porträt (2017) und Natur im Sinn. Naturwahrnehmung und Literatur (2019), eine grundsätzliche Untersuchung zu den Voraussetzungen des Schreibens über Natur.

© Andy Hahnemann
Andy Hahnemann

Andy Hahnemann ist Lektor für Science Fiction und Fantasy im S. Fischer Verlag. Nach seiner Promotion über Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918-1939 (2010) und seiner Tätigkeit als Sachbuchforscher hat Hahnemann für die Verlage Klett-Cotta, C.H. Beck und Ullstein gearbeitet. Sein Interesse gilt dem Randständigen und Nicht-Kanonischen in der Literatur.

© Christian Werner
Sina Kamala Kaufmann

Sina Kamala Kaufmann ist Schriftstellerin und politische Aktivistin. Ihr literarisches Debüt Helle Materie. Nahphantastische Erzählungen erschien 2019. Sie ist Mitherausgeberin des deutschsprachigen Handbuchs der internationalen Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion.

© Frank Höhler
Christian Lehnert

Christian Lehnert ist Dichter und Theologe. Er leitet das Liturgiewissenschaftliche Institut an der Universität Leipzig. Bislang veröffentlichte er acht Gedichtbände, zuletzt Cherubinischer Staub (2018). Christian Lehnert wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Gemeinsam mit Sabine Scho erhielt er 2018 den Deutschen Preis für Nature Writing für seine Gedichte, die „eine Idee von Natur als vielgestaltiger Schöpfung“ entwickeln, „die der ihrerseits schöpferischen Versprachlichung bedarf“ (Begründung der Jury).

© Bernhard Ludewig
Steffen Richter
Projektleiter

Steffen Richter ist Literatur- und Kulturwissenschaftler. Seine Bücher beschäftigen sich mit Gegenwartsliteratur, dem Literaturbetrieb und dem Zusammenhang von Literatur und Technik (Infrastruktur. Ein Schlüsselkonzept der Moderne und die deutsche Literatur 1848-1914, 2018). Als Journalist schreibt er u.a. für den Tagesspiegel, im Verlag Matthes & Seitz Berlin gibt er die Zeitschrift Dritte Natur. Technik – Kapital – Umwelt heraus.

© Iris Janke
Birgit Schneider

Birgit Schneider lehrt als Professorin für Medienökologie am Institut für Kunst und Medien der Universität Potsdam. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Bildern und Wahrnehmungsweisen von Umwelt und Klimawandel (Diagramme, Datengrafiken, Karten). Zuletzt erschien Klimabilder.Eine Genealogie globaler Bildpolitiken von Klima und Klimawandel (2018). Scheider beschäftigt sich intensiv mit digitalen Medien der Naturwahrnehmung.

© Simone Schröder
Simone Schröder

Simone Schröder ist Programmleiterin beim internationalen literaturfestival berlin. Die in England promovierte Literaturwissenschaftlerin beschäftigt sich u.a. mit verschiedenen Facetten des Nature Writing, zuletzt in der Monografie The Nature Essay. Ecocritical Explorations (2019).

© Jürgen Bauer / SV
Lutz Seiler

Lutz Seiler ist Lyriker und Prosaautor, erhielt zahlreiche bedeutende Preise, zuletzt den Deutschen Buchpreis für den Roman Kruso (2014) und den Preis der Leipziger Buchmesse für Stern 111 (2020). Seine Lyrik, etwa die Bände pech & blende (2000) und schrift für blinde riesen (2021), aber auch Erzählungen wie Turksib (2008) verweisen auf den Wismut-Bergbau und die Geologie seiner thüringischen Herkunftsregion.

© Gunter Glücklich
Roberto Simanowski

Roberto Simanowski ist Kultur- und Medienwissenschaftler. Er hatte Lehrstühle in Providence, Basel und Hongkong inne. Derzeit lebt er in Berlin und Rio de Janeiro. Simanowski gründete mit dichtung-digital.org bereits 1999 ein Journal für Kunst und Kultur digitaler Medien. Seine zahlreichen Bücher beschäftigen sich mit ästhetischen und politischen Aspekten der digitalen Technologien. Letzte Veröffentlichungen: Facebook-Gesellschaft (2016), Stumme Medien – Vom Verschwinden der Computer in Bildung und Gesellschaft (2018), Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz (2020, ausgezeichnet mit dem Tractatus-Preis für deutschsprachige philosophische Essayistik 2020), Das Virus und das Digitale (2021).

© Leuphana Universität Lüneburg
Patrick Stoffel

Patrick Stoffel ist Literatur- und Kulturwissenschaftler an der Leuphana Universität in Lüneburg. Er beschäftigt sich mit der Entdeckung der Tiefenzeit und ihren Medien. Seine letzte Buchpublikation Die Alpen: Wo die Natur zur Vernunft kam (2018) lässt sich lesen als Kulturgeschichte der größten innereuropäischen Hochgebirgsformation vom Zeitalter der Aufklärung bis in die Gegenwart.

© Bettina Keller
Barbara Unmüßig

Barbara Unmüßig ist Politologin und seit 2002 Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie verantwortet u.a. die internationale Arbeit der Stiftung. Demokratiepolitik, Menschenrechte und Geschlechterpolitik sowie die Herausforderungen der Klima-, Biodiversitäts-, Landwirtschafts- und Ressourcenpolitik sind die großen Handlungsfelder der Heinrich-Böll-Stiftung. Unmüßig hat diese Themen in der Stiftung profiliert, publiziert dazu und nimmt an zahlreichen Foren und globalen Konferenzen teil. Zu ihren wichtigsten Publikationen zählt die Kritik der Grünen Ökonomie (2015).

© Christina Wessely
Christina Wessely

Christina Wessely ist Professorin für Kulturgeschichte des Wissens an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie beschäftigt sich mit ökologischen Wissensformen und deren historischer Herausbildung. Zu ihren wichtigsten Büchern zählen Welteis. Eine wahre Geschichte (2013) und Löwenbaby (2019). Sie ist Mitherausgeberin u.a. von Milieu. Umgebungen des Lebendigen in der Moderne (2017).