pinke Papierzettel auf rotem Hintergrund. Darüber in Blockschrift: short story long festival

© Anna Giulia Zeller

Kurze Erzählungen sind beliebt: auf Blogs, in den Sozialen Medien und in Zeitungen und Zeitschriften. Kürze entspricht der Aufmerksamkeitsökonomie unserer Gegenwart. Und literarische Kurztexte zeigen, was mit nur wenigen Zeilen und mit einer begrenzten Zeichenzahl möglich ist, ohne an inhaltlicher und formaler Komplexität einzubüßen. Im Gegenteil: Kurze Texte können poetisch verdichtet, umstandslos und voller Dringlichkeit sein. Um mit der Short-Story-Legende Julio Cortázar zu sprechen: Eine gute Kurzgeschichte enthält »die fabelhafte Öffnung vom Kleinen ins Große, vom Individuellen zum Wesenhaften der Conditio Humana«.

An fünf Abenden präsentieren jeweils vier Autor*innen eigene, noch unveröffentlichte oder kaum bekannte Texte unter dem Motto »Kurze Texte vom großen Ganzen«. Die eingeladenen 20 Autor*innen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr literarisches und essayistisches Schreiben im Kontext gesellschaftlicher Konflikte und Problematiken reflektieren: den drängenden sozialen und ökologischen Fragen der Gegenwart mit ihren wechselnden, multiplen Krisen und gebrochenen Identitäten. Die Abende klingen jeweils mit einer Afterhour aus und laden dazu ein, gemeinsam in Dialog zu treten.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Crespo Foundation