10 Verlage mit Sitz in Berlin kommen ins Literaturforum im Brecht-Haus und bringen 10 Autor:innen mit. Auf zwei Bühnen, parallel im Brecht-Keller und im Saal des Literaturforums, werden die Autor:innen von Verlagsmitarbeitenden vorgestellt, dann wird gelesen. Beim anschließenden Ausklang gibt es die Gelegenheit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Willkommen bei »Seitenrauschen«, dem Lesefestival mit Berliner Verlagen!

© annagraphics

In Kooperation mit Aufbau, Berlin Verlag, claassen, Insel Verlag, MÄRZ, park x ullstein, Rohstoff/Matthes & Seitz Berlin, Suhrkamp, Tropen, Voland & Quist

Programm

Do. 04.06.2026

19:00 bis 21:00
Kurzlesungen, Party
Mit Carla Bessa (Rohstoff/Matthes & Seitz), Helene Bukowski (claassen), Laura Dürrschmidt (Aufbau), Alisha Gamisch (Voland & Quist), Anja Gmeinwieser (Berlin Verlag), Lukas Hoffmann (MÄRZ), Laura Laabs (Tropen), Clara Leinemann (Suhrkamp), Yade Yasemin Önder (park x ullstein) und Dita Zipfel (Insel Verlag)

Lesefestival
mit Berliner Verlagen

10 Verlage mit Sitz in Berlin kommen ins Literaturforum im Brecht-Haus und bringen 10 Autor:innen mit. Auf zwei Bühnen, parallel im Brecht-Keller und im Saal des Literaturforums, werden die Autor:innen von Verlagsmitarbeitenden vorgestellt, dann wird 10 Minuten gelesen. Beim anschließenden... weiterlesen

10 Verlage mit Sitz in Berlin kommen ins Literaturforum im Brecht-Haus und bringen 10 Autor:innen mit. Auf zwei Bühnen, parallel im Brecht-Keller und im Saal des Literaturforums, werden die Autor:innen von Verlagsmitarbeitenden vorgestellt, dann wird 10 Minuten gelesen. Beim anschließenden Ausklang gibt es die Gelegenheit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Willkommen bei »Seitenrauschen«, dem Lesefestival mit Berliner Verlagen.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €
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Bücher

Carla Bessa: »tage leben«

Als am 12. Juni 2000 in Rio de Janeiro der vollbesetzte Linienbus 174 überfallen wird, steht die Welt still. Alle Augen sind auf die sich entfaltende Geiselnahme gerichtet, brasilianische wie internationale Medien berichten darüber. Am nächsten Tag, noch während die Hintergründe der Tat langsam Konturen annehmen und das Leben des in Polizeigewahrsam ermordeten Geiselnehmers durchleuchtet wird, nimmt unweit davon ein nicht minder tragisches Verbrechen seinen Lauf. Zwei Männer entführen und ermorden einen Autohändler – ihr Opfer: C., der Bruder Carla Bessas, die in tage, leben den Geschehnissen nachspürt, sie in Beziehung setzt und wenn vielleicht nicht Sinn, so doch Form findet für »zwei leben in zwei tagen / zwei tage / leben«, die lange vor den Junitagen im Jahr 2000 begonnen haben und lange danach immer noch Einfluss nehmen auf dasjenige der Autorin.

Carla Bessa Tage leben

Helene Bukowski: »Wer möchte nicht im Leben bleiben«

1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Jahrzehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte. Behutsam nähert sie sich Christina, sucht in ihrer Biografie nach Rissen und Erschütterungen, aber auch nach Augenblicken großen Glücks. Sie lernt einen Vater kennen, der in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will, eine Mutter, die es liebt, zu fotografieren, und ein Klavier, das unverrückbar in der Wohnung steht. Bukowski folgt Christina nach Berlin, an die Spezialschule für Musik, mit ihren kalten Übungsräumen und dem täglichen Drill. Später nach Moskau, zum Studium am Konservatorium, durch sturzbachartigen Regen und Nächte voller Schnee. Und sie findet eine Krankheit, für die es erst heute eine Diagnose gibt.

Laura Dürrschmidt: »Sommer der schlafenden Hunde«

Lena und Trice sind alles füreinander – beste Freundinnen, schlimmste Feindinnen, Geliebte. Ihre Schulzeit in der tristen mitteldeutschen Vorstadt vertreiben sie sich mit ihrem eigenen Fight Club und Partys im Keller, später wohnen sie gemeinsam in der Großstadt. Doch es gab noch eine Dritte im Bunde, die geheimnisvolle Sascha, das Zentrum ihrer toxischen Dreiecksbeziehung. Sascha kommt am Ende der Schulzeit ums Leben. Was haben Lena und Trice mit ihrem Tod zu tun? Während eines unerbittlich heißen Sommers drängt die Vergangenheit ans Licht.
Laura Dürrschmidt schreibt Sätze, die vor Wahrheit funkeln und schonungslos treffen wie ein Schlag in die Magengrube.

Alisha Gamisch: »Parasiti«

Ein Brief sorgt für Aufruhr im Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen – und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten.

Zwischen Novosibirsk der 1960er Jahre und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen.

Alisha Gamisch Parasiti

Anja Gmeinwieser: »Wir Königinnen«

Eine Frau wandert durch die piemonteser Alpen, ihre kreisenden Gedanken finden keine Ruhe. Da kreuzt die pragmatische Lkw-Fahrerin Anna mit einer Ladung trächtiger Kühe ihren Weg. Aus einem spontanen „Ich fahre mit“ wird eine gemeinsame Reise Richtung Türkei. Zwischen Staub und Hitze ringen die ungleichen Frauen um Verständigung: Ihre Gespräche, unterstützt von einem zuweilen halluzinierenden Handy-Übersetzer, entdecken die Poesie im Alltäglichen. Anna jongliert Mutterrolle und Beruf, während ihre schweigsame Begleiterin sich in Zweifeln verliert. Ein Tag am See bringt kurzzeitige Harmonie, doch der Tod eines Rindes wirft Schatten voraus. An der EU-Außengrenze, wo Kühe und Träume stranden, mündet ihre Odyssee schließlich in einen Akt der Befreiung.

Anja Gmeinwieser Wir Königinnen

Lukas Hoffmann: »Wassermann«

Luk verlässt Deutschland, um Abstand zu seiner schmerzhaften Vergangenheit zu gewinnen. In Hamburg liegt seine Mutter im Sterben und sein bester Freund Bosse ist in der Psychiatrie. Ein Auslandssemester in Barcelona verspricht Ablenkung. Luk wird mitten hineingeworfen in die katalanischen Unabhängigkeitskämpfe, in Lärm, Staub, Euphorie. Er verliebt sich, rennt mit, rennt weg. Das Versprechen einer Revolution wird zum Spiegel seiner eigenen Zerrissenheit – ein Kampf gegen alles, was Halt verspricht. In Portugal, auf den Straßen, in fremden Betten versucht er, sich selbst neu zu erfinden, doch das Echo seiner sterbenden Mutter bleibt.

Nach ihrem Tod fällt die Welt in sich zusammen. Die Schuld ist konkret, der Schmerz körperlich. Luk verliert sich, betrügt, schweigt, kehrt zurück. Und diesmal bleibt er. Inmitten einer wiederaufflammenden Revolte beginnt er, für andere zu sorgen – für Kinder, für Fremde, für eine Zukunft, die nicht seine war.

»Wassermann« ist ein Roman über Flucht und Stillstand, über das Ende der Stärke und die Möglichkeit von Heilung. Lukas Hoffmann erzählt von einem Mann, der lernt, dass Care kein Gegensatz zu Kampf ist, sondern seine Fortsetzung – und dass Fürsorge vielleicht die radikalste Form von Widerstand ist.

Lukas Hoffmann: Wassermann

Laura Laabs: »Adlergestell«

Wie beginnt man ein Leben am Ende der Geschichte?
Drei Mädchen vom Stadtrand, Center Shock auf der Zunge, abgerissener Mercedesstern um den Hals. Das sechsspurige Adlergestell vor der Nase. Ostberliner Kindheit um 1990.
Sie sind frei. Das wird jedenfalls behauptet. Freier als ihre Mütter, die sich verlieren in den Wirren des Umbruchs. Freier als ihre Großmütter, die noch immer verfolgt werden von den Gespenstern der Vergangenheit. Die drei Mädchen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch als sie merken, dass auch die neue Freiheit Grenzen hat, kommt es zum Knall.
Lenka, Chaline und die Erzählerin wachsen Tür an Tür auf, an der großen Berliner Ausfallstraße, dem Adlergestell. Beste Freunde, unzertrennlich, trotz oder wegen der völlig verschiedenen Milieus, aus denen sie kommen. Mit dem Schulanfang treten sie ein in das Chaos nach dem »Ende der Geschichte«. Das schmeckt so süß und prickelt so sauer wie die neuen Center Shocks. Doch die großen Erwartungen zerplatzen so schnell wie ihre Kaugummiblasen. Denn den Adler kümmert ihre Existenz wenig und ein Gestell gibt keinen Halt. 35 Jahre danach beginnt die Erzählerin eine Spurensuche. Warum haben sie sich verloren? Was hat ihre Vergangenheit, die ihrer Mütter und Großmütter, mit den
Verwerfungen von heute zu tun? Und hatten sie überhaupt eine Chance?
Ein furioser Nachwenderoman, der mitten in unsere Gegenwart führt.

Laura Laabs Adlergestell

Clara Leinemann: »Gelbe Monster«

Die Mathematikstudentin Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn. Eben hat sie noch »schlechter Mensch« gegoogelt, jetzt ist sie auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining für Frauen. Nur wenn sie daran teilnimmt, darf sie weiter bei ihrer besten Freundin Ella wohnen. In die eigene Wohnung kann sie nicht zurück. Doch mit den »Schwerverbrecherinnen«, die sie in der Gruppe anzutreffen vermutet, will Charlie nichts zu tun haben. Ist es denn ihre Schuld, dass ihr Exfreund Valentin sie immer wieder zur Weißglut trieb? Dabei hatte es gut angefangen: Mit ihm an der Seite fühlte sie sich endlich schön, als besserer Mensch. Bis es eskalierte. Erst im Austausch mit den anderen Frauen beginnt Charlie, sich ihrer eigenen Verantwortung zu stellen, die Geschichte neu zu erzählen. Mit Ellas Unterstützung kämpft sie sich aus der Spirale von Wut, Schmerz und Scham heraus.

Gelbe Monster Clara Leinemann

Yade Yasemin Önder: »Anti Müller«

»Liebe ist die Illusion, dass die aktuelle Beziehung hält, und die nach ihrem Ende nur durch eine neue Illusion in Form einer neuen Liebe zur Desillusion werden kann.«

Anti Müller ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert.

Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper.

Anti Mueller Yade Yasemin Önder

Dita Zipfel: »Es ist hell und draußen dreht sich die Welt«

Nach diesem Urlaub, so ist der Plan, wird Linn ein perfekt gereifter Embryo eingesetzt und sie wird sein, was sie sich schon lange wünscht: schwanger. In den schicken Bungalow am Strand hat der Jugendfreund ihres Partners und wohlhabende Selfmademan Felix sie beide eingeladen. Während Matze und Felix sich mit Crémant betrinken, angeln gehen und versuchen, die Statusunterschiede zwischen ihnen zu ignorieren, beobachten sich die Frauen distanziert. Linn, zerrissen zwischen dem unbedingten Wunsch, Mutter zu werden, und dem Zweifel, ob sie das überhaupt kann, eine »gute« Mutter sein, blickt mit einer Mischung aus Neid und Widerwillen auf Eva, die geduldig mit ihrem Sohn buddelt, ihn eincremt und tröstet und Sandkörner aus Babyaugen wischt. Doch im Laufe der Urlaubstage entwickelt sich zwischen geflüsterten Gesprächen und heimlichem Kiffen eine Nähe, die festgefahrene Bilder ins Wanken bringt. Eva und Linn verschieben sachte die Regeln und werden mehr als Freundinnen: Sie werden Verbündete.

Dita Zipfel: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

Autor*innen

Carla Bessa
© Carmen Rodrigues
Carla Bessa

Carla Bessa, 1967 in Rio de Janeiro geboren, studierte Schauspiel und lebt seit 2013 als Schriftstellerin und Übersetzerin ins Portugiesische zwischen Rio und Berlin. Ihr Erzählband Urubus, der im Transit Verlag auch auf Deutsch erschien, wurde 2020 mit dem Prêmio Jabuti und dem Prêmio Literário Biblioteca Nacional ausgezeichnet.

Helene Bukowski
© Tobias Kruse
Helene Bukowski

Helene Bukowski, 1993 in Berlin geboren, studierte am Literaturinstitut Hildesheim und leitet neben dem Schreiben auch Kurse und Workshops für Kreatives Schreiben. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, für den sie u. a. für den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominiert war.

© Momo Yamamoto
Laura Dürrschmidt

Laura Dürrschmidt, geboren 1994 in Seligenstadt am Main, studierte Buchwissenschaft und British Studies in Mainz, wo sie sich auf Typographie spezialisierte. 2020 wurde sie beim jungen Literaturforum Hessen-Thüringen ausgezeichnet und nahm an der Romanwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung in Edenkoben teil. 2021 erschien ihr Debüt »Es gibt keine Wale im Wilmersee«. Laura Dürrschmidt lebt mit ihrer Frau in Leipzig.

© Suzanne de Carrasco
Alisha Gamisch

Alisha Gamisch studierte in München und London Anglistik und Germanistik und lebt heute in Berlin. Ihr erster Gedichtband »Lustdorf« (Verlagshaus Berlin, 2020) wurde vom Haus für Poesie zu den besten Lyrikdebüts des Jahres gewählt. 2022 erhielt sie den Nora-Pfeffer-Preis für Lyrik des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland, 2023 war sie Stipendiatin der Romanwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des feministischen Vereins ›Wepsert e.V.‹ sowie Mitkuratorin und Moderatorin der Lesungs- und Diskussionsreihe ›PostOst-Café‹ im Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 2025 ist sie Teil der literarischen Girlband ›No Scribes‹. »Parasiti« ist ihr Debütroman.

Anja Gmeinwieser
© Linda Sier
Anja Gmeinwieser

Anja Gmeinwieser, geboren 1989, studierte Soziale Arbeit sowie Politik-, Theater- und Medienwissenschaften in München und Erlangen. 2018/19 war sie auf der Shortlist des Wortmeldungen-Förderpreises, 2022/23 Teilnehmerin der Romanwerkstatt des Literaturhauses München und 2023 Finalistin beim open mike. Ihr Roman »Wir Königinnen« wird mit dem Literaturpreis Fulda als bestes Debüt 2026 ausgezeichnet. Sie lebt in der Nähe von Nürnberg.

Lukas Hoffmann
© Mario Pastel
Lukas Hoffmann

Lukas Hoffmann, 1995 geboren, lebte mehrere Jahre in Barcelona, wo er die Unabhängigkeitskämpfe und ihre Spannungen hautnah erlebte. Heute arbeitet er in Hamburg in der Sozialen Arbeit. Mit »Wassermann« legt er seinen Debütroman vor.

Laura Laabs
© Maximilian Goedecke
Laura Laabs

Laura Laabs ist freie Regisseurin und Autorin. Sie studierte Politik und Filmwissenschaft sowie anschließend Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Ihr Spielfilmdebüt »Rote Sterne überm Feld« gewann den Kritiker-Preis beim Max Ophüls Festival und beim achtung berlin Filmfestival u.a. die Preise für bester Film und bestes Drehbuch. Mit einem Auszug aus »Adlergestell« war sie zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2025 eingeladen. Sie lebt in Bad Kleinen und Berlin.

Leinemann
© Max Zerrahn
Clara Leinemann

Clara Leinemann, geboren 1994 in Köln, studierte Kreatives Schreiben in Hildesheim und schreibt Prosa-, Dramen- und Hörspieltexte. Ihr Theaterstück Buddeln wurde mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Häusern in Deutschland und in Übersetzung in den Niederlanden gespielt. Für ihre Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien, darunter das Berliner Senatsstipendium und das Arbeitsstipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Arbeit. Sie lebt in Berlin.

Yade Yasemin Oender
© Julia Sellmann
Yade Yasemin Önder

Yade Yasemin Önder studierte Literatur- und Erziehungswissenschaften an der HU Berlin, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihr erstes Theaterstück »Kartonage« wurde zu den Autorentheatertagen 2017 eingeladen und am Wiener Burgtheater uraufgeführt. 2018 war sie Gewinnerin des open mike in der Kategorie Prosa, 2019 Preisträgerin des Martha-Saalfeld-Förderpreises, 2020 erhielt sie das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats und eine Einladung zum Heidelberger Stückemarkt. 2021 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul.

Zipfel
© Jacintha Nolte
Dita Zipfel

Dita Zipfel, 1981 in Kiel geboren, schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Essays und Literatur. 2020 wurde sie für ihren Jugendroman »Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte« unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie schreibt Geschichten, die ein bisschen wie Filme sind, vielleicht weil sie sich das Erzählen im Kino ihres Opas beigebracht hat.