Programm

Do 11.07.2024

19:00 bis 20:00
Vortrag
Von Michael Wildenhain

Geschichte der Künstlichen Intelligenz

Schon lange begleitet die Menschheit die Idee von Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz. Romane wie Mary Shelleys »Frankenstein« oder E.T.A. Hoffmanns »Sandmann« spielen prominent mit der Figur des technologischen Übermenschen. Michael Wildenhain, Autor von »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz« (2024), beleuchtet in seinem Eröffnungsvortrag die historische Verstrickung von Literatur und Künstlicher Intelligenz. Wann fing... weiterlesen

Schon lange begleitet die Menschheit die Idee von Automaten, Robotern und Künstlicher Intelligenz. Romane wie Mary Shelleys »Frankenstein« oder E.T.A. Hoffmanns »Sandmann« spielen prominent mit der Figur des technologischen Übermenschen. Michael Wildenhain, Autor von »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz« (2024), beleuchtet in seinem Eröffnungsvortrag die historische Verstrickung von Literatur und Künstlicher Intelligenz. Wann fing alles an? Und womit? Wie hat die Literatur den Traum von der Künstlichen Intelligenz befeuert? Wie hat sie ihn verarbeitet? Und wie nahe kommt Künstliche Intelligenz der menschlichen wirklich? Wie kann man ihre Geschichte erzählen? Und, als thesenartiger Ausblick: Was macht KI mit der Literatur und dem »System Literatur«, wie wir es kennen?

Eintritt: 6,- € / ermäßigt: 4,- €

Das Ticket ist für den Vortrag und das Podiumsgespräch im Anschluss gültig.

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20:00 bis 21:30
Podiumsgespräch
Mit Bernhard Dotzler und Simon Roloff
Moderation Marie Kaiser

Literatur im Zeitalter ihrer technischen Produzierbarkeit

Das Buch »(Berlin, Miami)« (2023) von Hannes Bajohr ist der erste prominente, mit einer KI geschriebene deutsche Roman. Hierfür speiste Bajohr unterschiedliche Eingangstexte in eine Künstliche Intelligenz und gab ihr den Auftrag, anhand dieser Vorlagen ein neues Werk zu schreiben. Handelt es sich bei dieser Art, Literatur zu verfassen, um einen epochalen Bruch? In seinem... weiterlesen

Das Buch »(Berlin, Miami)« (2023) von Hannes Bajohr ist der erste prominente, mit einer KI geschriebene deutsche Roman. Hierfür speiste Bajohr unterschiedliche Eingangstexte in eine Künstliche Intelligenz und gab ihr den Auftrag, anhand dieser Vorlagen ein neues Werk zu schreiben. Handelt es sich bei dieser Art, Literatur zu verfassen, um einen epochalen Bruch? In seinem berühmten Aufsatz »Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit« widmete sich Walter Benjamin schon in den 1930er Jahren der Frage nach der Reziprozität von technologischer Entwicklung, ästhetischer Wahrnehmung, gesellschaftlichen Wandels und Kunstproduktion. Seiner Ansicht nach schaffe die Technik neue Wege gesellschaftlicher und künstlerischer Praxis, zerstöre alte, verändere die Wahrnehmung und wirke so wieder zurück auf das, was produziert wird. Wird derart auch durch KI »der Begriff der Kunst auf die zauberhafteste Art« verändert werden? Und wenn ja, wie? Wie fordert Künstliche Intelligenz den gängigen Begriff von Literatur heraus? Kann sie das digitale Zeitalter auf eine besondere Weise reflektieren? Oder ist sie einfach nur eine technische Spielerei?

Eintritt: 6,- € / ermäßigt: 4,- €

Das Ticket ist für das Podiumsgespräch und den Vortrag zuvor gültig.

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Fr 12.07.2024

18:00 bis 20:00
Kurzvorträge, Diskussion
Mit Philipp Schönthaler, Ann Cotten und Christiane Frohmann
Moderation André Hatting

Positionen zu Literatur und KI

Philipp Schönthaler Von der Problematik, Sätze in eine Reihe zu bringen Christiane Frohmann Der Literatur keinen Schaden zufügen. Kulturphilosophische KI-Gesetze   Ann Cotten Schreiben nach KI     Philipp Schönthaler, Ann Cotten und Christiane Frohmann im Gespräch mit André Hatting Wie wird der Einsatz von KI die Literatur verändern? Was bedeutet KI für literarisch Schreibende? Wird der... weiterlesen

Philipp Schönthaler Von der Problematik, Sätze in eine Reihe zu bringen


Christiane Frohmann Der Literatur keinen Schaden zufügen. Kulturphilosophische KI-Gesetze

 

Ann Cotten Schreiben nach KI

 

 

Philipp Schönthaler, Ann Cotten und Christiane Frohmann im Gespräch mit André Hatting

Wie wird der Einsatz von KI die Literatur verändern? Was bedeutet KI für literarisch Schreibende? Wird der schon oft ausgerufene »Tod des Autors« nun Realität? Oder ändert sich einfach nichts? Was muss zu und über KI aus dem Blickwinkel der Literatur gesagt werden? Muss überhaupt etwas zu ihr gesagt werden?

Eintritt: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
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20:30 bis 22:00
Lecture-Performance und Artist Talk
Gesprochen von Enis Maci und Pascal Richmann
Anschließend Artist Talk mit Marius Goldhorn (zugeschaltet)

PROMETHEUS-AI – Ein Künstliches Drama von Marius Goldhorn

Das Stück PROMETHEUS-AI ist ein Dialog zwischen Herakles und Prometheus, der durch eine Konversation von Marius Goldhorn mit der GPT-3-AI text-davinci002 des Entwicklers openAI im Jahre 2022 entstand. Enis Maci liest den Dialog zusammen mit Pascal Richmann. Im Anschluss wird Marius Goldhorn für einen Artist Talk zugeschaltet. Ist KI das neue Feuer des Prometheus?... weiterlesen

Das Stück PROMETHEUS-AI ist ein Dialog zwischen Herakles und Prometheus, der durch eine Konversation von Marius Goldhorn mit der GPT-3-AI text-davinci002 des Entwicklers openAI im Jahre 2022 entstand. Enis Maci liest den Dialog zusammen mit Pascal Richmann. Im Anschluss wird Marius Goldhorn für einen Artist Talk zugeschaltet. Ist KI das neue Feuer des Prometheus?

Eintritt: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
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Hier geht es zum Programmflyer - Poetik x Künstliche Intelligenz