Mitwirkende

Jörg-Uwe Albig

Jörg-Uwe Albig, geboren 1960 in Bremen, studierte Kunst und Musik in Kassel, war Redakteur beim Stern und lebte zwei Jahre als Korrespondent einer deutschen Kunstzeitschrift in Paris. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor in Berlin. 1999 wurde sein Romandebüt »Velo« veröffentlicht. Es folgten die Romane »Land voller Liebe«, »Berlin Palace«, »Ueberdog«, »Zornfried«, »Das Stockholm-Syndrom und der sadomasochistische Geist des Kapitalismus« und zuletzt das Sachbuch »Moralophobia. Wie die Wut auf das Gute in die Welt kam«.

Elisa Aseva

Elisa Aseva ist Vertreterin der neuesten digitalen Literaturen. Sie war zu Gast beim Internationalen Literaturfestival Berlin 2020. „Über Stunden“ (2021) ist ihr erstes Buch. Sie veröffentlicht ihre Kurztexte auf Facebook, sie entstehen in Mittagspausen oder Feierabendsituationen und bleiben im Rohzustand.

Sivan Ben Yishai

Sivan Ben Yishai, 1978 in Tel Aviv geboren, ist Regisseurin und Dramatikerin. Ben Yishai studierte Szenisches Schreiben und Theaterregie an der Universität Tel Aviv. Erste Theatererfahrungen sammelte sie am Nissan Nativ Acting Studio und im Improvisationszentrum Tel Aviv. Seit 2012 lebt sie in Berlin und arbeitet als freie Autorin und Regisseurin. 2017 wurde „Your very own double crisis club“ zu den Autorentheatertagen eingeladen und am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Es folgten Aufführungen ihrer Stücke u. a. am Gorki Theater Berlin, am Theater Konstanz sowie in Helsinki, Luxemburg, Tel Aviv und New York City. Sivan Ben Yishai arbeitet eng mit der Schriftstellerin Maren Kames zusammen, die ihre Stücke ins Deutsche überträgt.

Ann Cotten

Ann Cotten wurde 1982 in Iowa geboren und wuchs in Wien auf. Zuletzt erschienen u.a. „Verbannt!“ (2016) und „Lyophilia“ (2019). Ihre literarische Arbeit wird nicht nur in der Literaturszene, sondern auch in den Bereichen der Bildenden Kunst und der Theorie geschätzt und wurde zuletzt mit dem Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen der Welt ausgezeichnet. Sie lebt in Wien und Berlin.

Max Czollek

Max Czollek ist 1987 in Berlin geboren und lebt ebenda. Er studierte Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und schloss eine Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin ab. Max Czollek ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart. Gemeinsam mit Sasha Marianna Salzmann ist er Initiator von „Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen“ (2016) und der „Radikalen Jüdischen Kulturtage“ (2017) am Maxim Gorki Theater Berlin, Studio Я. 2020 initiierte er die „internationalen Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur“ (www.tdjml.org). Er veröffentlichte die Gedichtbände „Druckkammern“ (2012), „Jubeljahre“ (2015) und „Grenzwerte“ (2019) sowie die vielbeachteten Essays „Desintegriert Euch!“ (2018), „Gegenwartsbewältigung“ (2020).

Özlem Özgül Dündar

Özlem Özgül Dündar, 1983 in Solingen geboren, schreibt Lyrik, Prosa, szenische Texte, Essays, performt mit ihren Kollektiven Kanak Attak Leipzig sowie dem Ministerium für Mitgefühl und ist als Herausgeberin sowie als Übersetzerin tätig. Für ihr Stück „Jardin d’Istanbul“ wurde sie 2015 mit dem Retzhofer Dramapreis ausgezeichnet. Ihr Gedichtband „gedanken zerren“ erschien 2018. 2021 war sie Stipendiatin der Casa Baldi. „türken, feuer“ war in der Produktion des WDR (Regie: Claudia Johanna Leist) Hörspiel des Jahres 2020.

Heike Geißler

Heike Geißler, 1977 in Riesa geboren, ist Autorin, Übersetzerin und Mitherausgeberin der Heftreihe „Lücken kann man lesen“. Zuletzt erschienen der Reportage-Roman „Saisonarbeit“ (2014), das Fragenheft und Hörspiel „Fragen für alle“ sowie das gemeinschaftliche Literaturprojekt „Check your habitus“, kuratiert von Daniela Dröscher. Mit der Schauspielerin Charlotte Puder arbeitet sie als Kollektiv George Bele. Heike Geißler wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet und lebt in Leipzig.

Annett Gröschner

Annett Gröschner, 1964 in Magdeburg geboren, studierte Germanistik in Ostberlin und Paris. 1992 bis 1996 war sie Historikerin für das Prenzlauer Berg Museum, seit 1994 Beteiligung an verschiedenen Ausstellungs- und Buchprojekten, seit 1997 freie Schriftstellerin und Journalistin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin 2021 und dem Klopstock-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2021.

Volha Hapeyeva

Volha Hapeyeva, geboren 1982 in Minsk, ist eine belarussische Autorin (Prosa, Lyrik, Drama, Kinderbuch), Übersetzerin und promovierte Linguistin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Wortmeldungen-Preis 2022. Hapeyeva ist Mitglied des PEN-Zentrums Belarus und des unabhängigen Schriftstellerverbandes Belarus. Ihre Gedichte wurden in mehr als zehn Sprachen übertragen (2020 erschien auf Deutsch „Mutantengarten“).

Enrico Ippolito

Enrico Ippolito, Jahrgang 1982, ist Journalist und Autor. Von 2011 bis 2015 arbeitete er bei der taz in Berlin. Er war von Dezember 2015 bis November 2020 Ressortleiter Kultur bei SPIEGEL ONLINE und ist nun Autor beim SPIEGEL. Sein Debütoman „Was rot war“ erschien 2021. Er lebt in Berlin.

Lana Lux

Lana Lux, geboren 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine, wanderte als 10-jährige als Kontingentflüchtling zusammen mit ihren Eltern nach Deutschland aus. Nach ihrem Abitur studierte sie erst Ernährungswissenschaften in Mönchengladbach und absolvierte danach eine Schauspielausbildung an der Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 12 Jahren lebt und arbeitet sie als Schauspielerin und Autorin in Berlin. Ihr Debütroman „Kukolka“ wurde 2017 veröffentlicht. 2020 erschien ihr neuer Roman „Jägerin und Sammlerin“.

Widad Nabi

Widad Nabi, geboren 1985 in Kobani/Syrien, lebt heute in Berlin. Die kurdisch-syrische Lyrikerin und Autorin absolvierte einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Aleppo. Sie hat für zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen geschrieben. Einige ihrer Texte erschienen auf Englisch und auf Französisch. In Deutschland publizierte sie u.a. in der Berliner Zeitung, SPON, Kursbuch. 2013 erschien ihr Buch „Zeit für Liebe, Zeit für Krieg“ in Aleppo, 2016 folgte „Syrien und die Sinnlosigkeit des Todes“ in Beirut (beide in arabischer Sprache). 2017 nahm Widad Nabi am Poesiefestival in Berlin teil, 2018 bekam sie das erste Weiter Schreiben-Stipendium Wiesbaden und 2020 ist sie Stadtschreiberin von Rheinsberg. Ihr erstes Buch auf Deutsch, „Kurz vor 30, … küss mich“ erschien 2019, 2021 folgte der Lyrikband „Unsichtbare Brüche“.

Sharon Dodua Otoo

Sharon Dodua Otoo, geboren 1972 in London, ist Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“. Mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin“ gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V., Phoenix e.V. und ist verbunden mit dem Schwarzen queer-feministischen Verein ADEFRA. „Adas Raum“, ihr erster Roman, erschien 2021. Im Sommer 2022 folgt „Herr Gröttrup setzt sich hin. Drei Texte“. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Marlen Pelny

Marlen Pelny plakatierte deutsche Städte mit Lyrik und veröffentlichte die Gedichtbände „Auftakt“ (2007) und „Wir müssen nur noch die Tiere erschlagen“ (2013). Ihre Worte bringt sie nicht nur auf Wände und Papier, sondern mit ihrer Band Zuckerklub auch zum Klingen. Ihr Romandebüt „Liebe / Liebe“ erschien 2021.

Kathrin Röggla

Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren. Dort begann sie 1989 ihr Studium der Germanistik und Publizistik, welches sie 1992 in Berlin fortsetzte. Seit 1988 ist sie aktiv in der literarischen Öffentlichkeit. Zuletzt wurde sie mit dem österreichischen Kunstpreis für Literatur (2020) und dem Wortmeldungen-Preis (2020) ausgezeichnet. 2022 erhielt sie den Grazer Literaturpreis, den Franz-Nabl-Preis und den Else-Lasker-Schüler-Preis. Seit 2020 ist Kathrin Röggla Professorin für Literarisches Schreiben an der KHM Köln.

Galina Rymbu

(übersetzt von Tillmann Severin)

Galina Rymbu wurde 1990 in Omsk (Sibirien, Russland) geboren und lebt derzeit in St. Petersburg. Sie veröffentlichte Gedichte in den russischen Zeitschriften The New Literary Observer, Air, Sho und in der Reihe Translit. Ihr erstes Buch „Moving Space of the Revolution“ wurde 2014 veröffentlicht. Ihre Gedichte sind auch in englischer Übersetzung in The White Review, Music & Literature und Cosmonauts Avenue erschienen. Sie hat zahlreiche Essays über Kino, Literatur und Sexualität in Séance, Colta und Milk and Honey veröffentlicht (hier war sie auch Chefredakteurin). Sie kuratiert Bildungsprojekte und Ausstellungen und ist Mitbegründerin des Arkady-Dragomoshchenko-Preises.

Sasha Marianna Salzmann

Sasha Marianna Salzmann, 1985 in Wolgograd geboren, ist Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in. Mit 10 Jahren emigrierte Sasha Marianna Salzmann mit ihrer Familie von Moskau nach Deutschland. Sasha Marianna Salzmanns Debütroman „Außer sich“ erschien 2017 und wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet. 2021 wurde der Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ veröffentlicht.

Ulrike Almut Sandig

Ulrike Almut Sandig, aufgewachsen in Sachsen, lebt mir ihrer Familie in Berlin. Ihre ersten literarischen Texte veröffentlichte sie auf Plakaten und Gratispostkarten. Ihre ersten Gedichtbände erschienen in Leipzig, mit der Lyrikerin und Musikerin Marlen Pelny veröffentlichte sie ihr Debütalbum vertonter Gedichte, „der tag, an dem alma kamillen kaufte“ (2006). Es folgten die Erzählbände „Flamingos“ (2010) und „Buch gegen das Verschwinden“ (2015), der Gedichtband „Dickicht“ (2011). Mit dem Dichter und Rapper Grigory Semenchuk (Ukraine) und dem Filmemacher Sascha Conrad (Dänemark) verbindet sie im Poetrykollektiv Landschaft Elektrobeats und Videokunst mit Poesie, ihr gleichnamiges Album erschien 2018. Mit „Monster wie wir“ erschien 2020 ihr Romandebüt.

Magdalena Schrefel

Magdalena Schrefel, geboren 1984, studierte Europäische Ethnologie in Wien und Literarisches Schreiben in Leipzig. Ihr Theaterstück „Ein Berg, viele“ wurde am Schauspiel Leipzig uraufgeführt, vom Bayerischen Rundfunk als Hörspiel produziert und mit dem Kleist-Förderpreis 2020 ausgezeichnet. Ihr Erzählband „Brauchbare Menschen“ erschien 2022.

Daniel Schulz

Daniel Schulz wurde 1979 in Potsdam geboren und wuchs in einem brandenburgischen Dorf auf. Er studierte Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig. Nach ersten Stationen bei Zitty, Märkische Allgemeine und Freies Wort ging er zur taz, wo er heute das Ressort Reportage leitet. 2018 erhielt er den Reporterpreis und 2019 den Theodor-Wolff-Preis. 2022 erschien sein Debütroman „Wir waren wie Brüder“.

Grigory Semenchuk

Grigory Semenchuk, geboren 1991, ist ein ukrainischer Dichter, Musiker und Kulturaktivist. Er war Programmdirektor des Lviv International Literary Festival at the Publishers‘ Forum (2008 – 2015) und leitet heute das Festival Month of Author Readings in Lviv. Seine Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Yurko Izdryk gründete er die Band DRUMTYATR, in der sich harter Sprechgesang und Dichtung verbinden.

Nis-Momme Stockmann

Nis-Momme Stockmann, 1981 auf Föhr geboren, studierte Sprache und Kultur Tibets in Hamburg, Medienwissenschaften im dänischen Odense und machte eine Ausbildung zum Koch, bevor er an der Universität der Künste Berlin Szenisches Schreiben studierte. Stockmann schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. Zuletzt schrieb er für die Frankfurter Positionen das Stück DAS IMPERIUM DES SCHÖNEN. Die Uraufführung fand 2019 am Staatstheater Stuttgart statt.

Deniz Utlu

Deniz Utlu wurde in Hannover geboren, heute lebt und arbeitet er in Berlin als Autor. Er gründete das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, studierte VWL in Berlin und Paris. Sein Debütroman „Die Ungehaltenen“ erschien 2014. Sein zweiter Roman „Gegen Morgen“ wurde 2019 veröffentlicht. Zuletzt erhielt er den Alfred-Döblin-Preis und die Mainzer Poetikdozentur.

Hengameh Yaghoobifarah

Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel, studierte Medienkulturwissenschaft und Skandinavistik in Freiburg und Linköping. Nach einem Zwischenstopp in Wien zog Hengameh Yaghoobifarah 2014 nach Berlin und arbeitet dort seitdem in der Redaktion des Missy Magazine. Außerdem schreibt Hengameh Yaghoobifarah frei für deutschsprachige Medien, seit 2016 etwa die Kolumne „Habibitus“ für die taz. 2019 hat Hengameh Yaghoobifarah gemeinsam mit Fatma Aydemir die viel beachtete Anthologie „Eure Heimat ist unser Albtraum“ herausgegeben. 2021 erschien das Romandebüt „Ministerium der Träume“.