Wie drücken sich private in gesellschaftlichen Beziehungen bzw. gesellschaftliche in privaten Beziehungen aus?
Einerseits ist von Beziehungen – egal, ob erfüllend, funktional oder toxisch – im Privaten, Zwischenmenschlichen und Amourösen die Rede. Zum anderen bezeichnen Beziehungen Verhältnisse, in denen Menschen zu gesellschaftlichen Strukturen stehen, sei es aus freier Entscheidung oder aus ungewollter Abhängigkeit, etwa im Falle von Arbeitsbeziehungen. In beiden Fällen strukturieren Beziehungen gesellschaftliche Ordnungen und konstituieren individuelle Identitäten.
Das Festival »beziehungsweise« erkundet literarische Darstellungsweisen, die verschiedene Beziehungsgeflechte auf sprachlicher und erzählerischer Ebene erfahrbar machen. An fünf Abenden präsentieren jeweils vier Autor:innen eigens für das Festival verfasste oder erstmals öffentlich vorgestellte kurze Texte. Die Veranstaltungen klingen jeweils mit einer DJ-Hour aus.

© Anna Giulia Zeller / LfB

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Programm

Mo. 24.08.2026

19:00 bis 20:30
Lesungen Party
Mit Maruan Paschen, Thị Thanh Thảo Trần, Luca Mael Milsch und Ilija Matusko

bzw. Tag 1

Maruan Paschen absolvierte nach einer Ausbildung zum Koch ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2018 erschien sein Roman »Weihnachten«. Er erhielt u.a. das erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats. Thị Thanh Thảo Trần studierte Kulturwissenschaften sowie Vergleichende... weiterlesen

Maruan Paschen absolvierte nach einer Ausbildung zum Koch ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2018 erschien sein Roman »Weihnachten«. Er erhielt u.a. das erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

Thị Thanh Thảo Trần studierte Kulturwissenschaften sowie Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft. Ihre Kurzgeschichtensammlung »Wo ich herkomme« stand 2022 auf der Shortlist des Young Storyteller Award. 2024 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats, mit dem sie ihr erstes Romanprojekt »Menschen wie wir« abschließen konnte.

Luca Mael Milsch studierte Literaturwissenschaften und arbeitet als Autor:in und Übersetzer:in in Berlin. Neben literarischen Übersetzungen aus dem Englischen, zuletzt »Kinderspiel« von Claire Kilroy, und eigenen Lyrik- und Kurzprosaveröffentlichungen, erschien im März 2024 Milschs Romandebüt »Sieben Sekunden Luft«. Luca Mael Milsch kuratiert und moderiert seit 2025 die Veranstaltungsreihe »Vorgemerkt«.

Ilija Matusko hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien, u.a. ein Stipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt sowie ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. 2023 erschien »Verdunstung in der Randzone«. Sein Roman »Jugo« erscheint im September 2026.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €

Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.

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Di. 25.08.2026

19:00 bis 20:30
Lesungen Party
Mit Yandé Seck, Jakob Nolte, Marc Degens und Anna Schapiro

bzw. Tag 2

Yandé Seck arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, lehrt außerdem an der Uni Frankfurt und promovierte zu Mutterschaft, Migration und Psychoanalyse. 2024 erschien ihr Roman »Weiße Wolken«. Jakob Noltes Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt.... weiterlesen

Yandé Seck arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, lehrt außerdem an der Uni Frankfurt und promovierte zu Mutterschaft, Migration und Psychoanalyse. 2024 erschien ihr Roman »Weiße Wolken«.

Jakob Noltes Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Roman »ALFF« wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet, »Schreckliche Gewalten« war 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er ist Co-Kurator der Webseite tegelmedia.net und lebt in Berlin. Zuletzt erschienen »Kurzes Buch über Tobias« (2021) und »Die Frau mit den vier Armen« (2024).

Marc Degens ist Schriftsteller und Programmleiter des von ihm mitgegründeten Verlags SUKULTUR. Er hat drei Jahre in Armenien und vier Jahre in Kanada gelebt und wohnt seit 2024 wieder in Berlin. 2025 erschien sein fünfter Roman »Verführung der Unschuldigen«, 2026 das »Lesebuch Marc Degens«.

Anna Schapiro studierte Bildende Kunst in Dresden und Jewish Studies in Stockholm. Sie stellt international aus und lehrt an verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Schapiro war Co-Kuratorin der Ausstellung »Klassenfragen – Kunst und ihre Produktionsbedingungen« (2022) in der Berlinischen Galerie und ist Gründerin und Mitherausgeberin des Magazins »Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart«.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €

Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.

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Mi. 26.08.2026

19:00 bis 20:30
Lesungen Party
Mit Leif Randt, Christine Koschmieder, Dilek Güngör und Wlada Kolosowa

bzw. Tag 3

Leif Randt ist der Autor von sechs Romanen und einem Kinofilm. Bisher erschienen »Planet Magnon« (2015), »Schimmernder Dunst über CobyCounty« (2011), »Leuchtspielhaus« (2009) sowie »Allegro Pastell« (2020) und zuletzt »Let’s Talk About Feelings« (2025). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label... weiterlesen

Leif Randt ist der Autor von sechs Romanen und einem Kinofilm. Bisher erschienen »Planet Magnon« (2015), »Schimmernder Dunst über CobyCounty« (2011), »Leuchtspielhaus« (2009) sowie »Allegro Pastell« (2020) und zuletzt »Let’s Talk About Feelings« (2025). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label tegelmedia.net.

Christine Koschmieder ist Autorin, Übersetzerin, Literaturvermittlerin und lebt in Sachsen-Anhalt. Sie studierte Theaterwissenschaft und machte zehn Jahre Off-Theater-Arbeit in Leipzig. Ihr Debütroman »Schweinesystem« (2014) war nominiert für den aspekte Literaturpreis. 2024 nahm sie an den Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. 2026 erschien »Ein Haus für mich«.

Dilek Güngör ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihre gesammelten Zeitungskolumnen erschienen in den Bänden »Unter uns« und »Ganz schön deutsch«. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter«. Ihr dritter Roman, »Vater und ich«, stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2021. Zuletzt erschien der Roman »A wie Ada«.

Wlada Kolosowa studierte Publizistik an der FU Berlin sowie Kreatives Schreiben an der New York University, unter anderem bei Jonathan Safran Foer und Zadie Smith. Derzeit ist sie Redakteurin im Familienressort der ZEIT sowie freie Journalistin und Kolumnistin. Sie veröffentlichte Romane, Sachbücher und Kurzgeschichten. Ihr dritter Roman »Mutters Sprache« erschien 2025.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €

Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.

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Do. 27.08.2026

19:00 bis 20:30
Lesungen, Party
Mit David Vajda, Gün Tank, Fikri Anıl Altıntaş und Katja Kullmann

bzw. Tag 4

David Vajda studierte Philosophie und Politikwissenschaften in London und in Cambridge. Er hat freischaffend u.a. für The Guardian sowie Kurzgeschichten in der Literaturzeitschrift Edit und DUMMY veröffentlicht. Sein erster Spielfilm in Ko-Regie mit seinem Bruder feierte auf der 71. Berlinale... weiterlesen

David Vajda studierte Philosophie und Politikwissenschaften in London und in Cambridge. Er hat freischaffend u.a. für The Guardian sowie Kurzgeschichten in der Literaturzeitschrift Edit und DUMMY veröffentlicht. Sein erster Spielfilm in Ko-Regie mit seinem Bruder feierte auf der 71. Berlinale Premiere. Für seinen Debütroman »Diamanten« (2025) erhielt er das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. David Vajda lebt als freier Autor und Regisseur in München und Wien.

Gün Tank ist Autorin und Moderatorin. Sie war Kuratorin der Ausstellung »22:14 ... und es kamen Frauen« (2011), zu den ersten Arbeitsmigrantinnen der Bundesrepublik und der Veranstaltungsreihe CrossKultur. »Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter« ist ihr Debütroman, der 2024 für das Maxim Gorki Theater adaptiert wurde.

Fikri Anıl Altıntaş ist Schriftsteller und Publizist. Er studierte Politikwissenschaft, Ethnologie und Osteuropastudien in Tübingen, Istanbul und Berlin – und schreibt über Männlichkeiten, Antifeminismus und die Frage, wie migrantisch-muslimische Identität verhandelt wird. 2023 debütierte er mit dem autobiografisch grundierten Roman »Im Morgen wächst ein Birnbaum«, 2024 folgte der Lyrikband »Geografie der Unruhe«, 2025 der Roman »Zwischen uns liegt August«.

Katja Kullmann lebt und arbeitet als Erzählerin und Essayistin in Berlin-Wedding. Die filigrane Mechanik von sozialer Distinktion ist ihr Lieblingsthema. Sechs Bücher hat sie bislang veröffentlicht, darunter die Reportage »Rasende Ruinen. Wie Detroit sich neu erfindet« (2012), den Essay »Die Singuläre Frau« (2022) und zuletzt den Roman »Stars« (2025). Aktuell arbeitet sie an Nummer sieben. Webseite: katjakullmann.de

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €

Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.

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Fr. 28.08.2026

19:00 bis 20:30
Lesungen Party
Mit Yannic Han Biao Federer, Esther Becker, Jessica Mawuena Lawson und Necati Öziri

bzw. Tag 5

Yannic Han Biao Federer lebt und arbeitet als freier Autor in Köln. Erschienen sind bisher seine Romane »Und alles wie aus Pappmaché« (2019) und »Tao« (2022), außerdem »Für immer seh ich dich wieder«, eine autobiografische Erzählung vom Verlust seines Sohnes.... weiterlesen

Yannic Han Biao Federer lebt und arbeitet als freier Autor in Köln. Erschienen sind bisher seine Romane »Und alles wie aus Pappmaché« (2019) und »Tao« (2022), außerdem »Für immer seh ich dich wieder«, eine autobiografische Erzählung vom Verlust seines Sohnes. Die Uraufführung seines Theaterstücks »ASIAWOCHEN« eröffnete 2026 den 43. Heidelberger Stückemarkt.

Esther Becker lebt als Dramatikerin und Schriftstellerin in Berlin. Sie veröffentlichte Texte in diversen Magazinen und Anthologien. Mit der Gruppe bigNOTWENDIGKEIT realisierte sie zahlreiche Performances und Installationen. Sie ist Gastdozentin für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2021 erschien ihr Debütroman »Wie die Gorillas« (2021). 2025 erschien ihr Erzählband »Notfallkontakte«.

Jessica Mawuena Lawson lebt in Süddeutschland, arbeitet in einer Unterkunft für Geflüchtete und studiert Literatur- und Kulturtheorie. Nach ihrem Volontariat im Arena Verlag arbeitet sie zudem als freie Sensitivity Readerin und Lektorin. Ihr Debütroman »KekeIi« erschien 2026. Wie dessen Protagonistin hat auch sie einen deutsch-togoischen Background.

Necati Öziri hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin studiert. An der Ruhr-Universität Bochum unterrichtete er formale Logik. Als Theaterautor schrieb er für das Maxim Gorki Theater, das Nationaltheater Mannheim und das Schauspielhaus Zürich. Als Kurator leitet er zudem das Internationale Forum des Theatertreffens der Berliner Festspiele. 2023 veröffentlichte er seinen Debütroman »Vatermal«.

Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €

Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.

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Mitwirkende

© Julius Gabele
Fikri Anıl Altıntaş

Fikri Anıl Altıntaş ist Schriftsteller, Publizist und politischer Bildner. Er studierte Politikwissenschaft, Ethnologie und Osteuropastudien in Tübingen, Istanbul und Berlin – und schreibt über Männlichkeiten, Antifeminismus und die Frage, wie migrantisch-muslimische Identität in Deutschland verhandelt wird. Seine Texte erscheinen u. a. in der ZEIT, taz und bei Deutschlandfunk Kultur. 2023 debütierte er mit dem autobiografisch grundierten Roman «Im Morgen wächst ein Birnbaum», 2024 folgte der Lyrikband «Geografie der Unruhe», 2025 der Roman «Zwischen uns liegt August». 2026 wurde er mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet, im August erscheint gemeinsam mit Paul Brodowsky das Kinderbuch «30 Real Boys».

© Max Zerrahn
Esther Becker

Esther Becker lebt als Dramatikerin und Schriftstellerin in Berlin. Sie studierte u.a. an der Hochschule der Künste Bern und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie veröffentlichte Texte in diversen Magazinen und Anthologien. Mit der Gruppe bigNOTWENDIGKEIT realisierte sie zahlreiche Performances und Installationen. Ihre Theatertexte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet und in Deutschland sowie der Schweiz aufgeführt. Sie ist Gastdozentin für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr 2021 erschienener Debütroman «Wie die Gorillas» (2021) wurde mit dem August-Graf-von-Platen Förderpreis 2022 ausgezeichnet. 2025 erschien Ihr Erzählband «Notfallkontakte».

© privat
Marc Degens

Marc Degens ist Schriftsteller und Programmleiter des von ihm mitgegründeten Verlags SUKULTUR. Er hat drei Jahre in Armenien und vier Jahre in Kanada gelebt und wohnt seit 2024 wieder in Berlin. 2025 erschien sein fünfter Roman «Verführung der Unschuldigen», 2026 das «Lesebuch Marc Degens».

© AWK-Engel-Albustin
Yannic Han BIao Federer

Yannic Han Biao Federer lebt und arbeitet als freier Autor in Köln. Erschienen sind bisher seine Romane «Und alles wie aus Pappmaché» (2019) und «Tao» (2022), außerdem «Für immer seh ich dich wieder» (2025), eine autobiographische Erzählung vom Verlust seines Sohnes. Mit seinem Theaterstück ASIAWOCHEN erhielt er beim 42. Heidelberger Stückemarkt den Autor:innenpreis, den SWR Kultur Hörspielpreis sowie den Publikumspreis. Die Uraufführung sowie die Ursendung der Hörspielfassung eröffneten 2026 den 43. Stückemarkt.

© Ingrid Hertfelder
Dilek Güngör

Dilek Güngör ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihre gesammelten Zeitungskolumnen erschienen in den Bänden Unter uns und Ganz schön deutsch. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, «Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter». 2019 erschien ihr zweiter Roman, «Ich bin Özlem». Ihr dritter Roman, «Vater und ich», stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2021.

Wlada Kolosowa

Wlada Kolosowa studierte Publizistik an der Freien Universität Berlin sowie Kreatives Schreiben an der New York University, unter anderem bei Jonathan Safran Foer und Zadie Smith. Derzeit ist sie Redakteurin im Familienressort der Zeit. Als freie Journalistin und Kolumnistin arbeitete sie unter anderem für jetzt.de, Spiegel Online, Der Tagesspiegel und Fluter. Sie veröffentlichte zwei Sachbücher und mehrere Kurzgeschichten. Die Kurzgeschichte Taxidermy wurde 2017 mit dem Pushcart Prize ausgezeichnet. Ihr erster Roman «Fliegende Hunde» erschien 2018. Der Hausmann erschien 2022. Ihr dritter Roman, «Mutters Sprache» erschien 2025. Für das Jahr 2024 bekam sie das Arbeitsstipendium für Literatur der Stadt Berlin.

© Ronald Rinklef
Christine Koschmieder

Christine Koschmieder ist Autorin, Übersetzerin Literaturvermittlerin und lebt in Sachsen-Anhalt. Ab 1993 Studium der Theaterwissenschaft und Off-Theater-Arbeit in Leipzig. Sie gründete 2003 die Literaturagentur Partner + Propaganda mit Schwerpunkt auf post-jugoslawischer Literatur. Ihr Debütroman «Schweinesystem» (2014) war nominiert für den aspekte Literaturpreis; ihr Roman «DRY» (2022) wurde im Literarischen Quartett besprochen; 2024 nahm sie an den Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Seit März 2026 ist sie Stipendiatin des Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg.

© privat
Katja Kullmann

Katja Kullmann, *1970 in Hessen, lebt und arbeitet als Erzählerin und Essayistin in Berlin-Wedding. Die filigrane Mechanik von sozialer Distinktion ist ihr Lieblingsthema. Sechs Bücher hat sie bislang veröffentlicht, darunter die Reportage «Rasende Ruinen. Wie Detroit sich neu erfindet» (2012, Suhrkamp), den Essay «Die Singuläre Frau» (2022, Hanser Berlin) und zuletzt den Roman «Stars» (2025, ebenfalls Hanser Berlin). Webseite: katjakullmann.de

© privat
Jessica Mawuena Lawson

Jessica Mawuena Lawson lebt in Süddeutschland, arbeitet in einer Unterkunft für Geflüchtete und studiert Literatur- und Kulturtheorie. Nach ihrem Volontariat im Arena Verlag arbeitet sie zudem als freie Sensitivity Readerin und Lektorin. «KekeIi» (2026) ist ihr Debütroman. Wie die Protagonistin darin hat auch sie einen deutsch-togoischen Background.

© Heike Steinweg
Ilja Matusko

Ilija Matusko hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien, u. a. ein Stipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt sowie ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. 2023 erschien «Verdunstung in der Randzone»; sein Romandebüt «Jugo» erscheint im September 2026.

© Anne Jahn
Luca Mael Milsch

Luca Mael Milsch studierte Literaturwissenschaften und arbeitet heute, nach Station in der Geschäftsführung und Programmleitung des Literarischen Salons Hannover, als Autor*in und Übersetzer*in in Berlin. Neben literarischen Übersetzungen aus dem Englischen, zuletzt Kinderspiel von Claire Kilroy, und eigenen Lyrik- und Kurzprosaveröffentlichungen, erschien im März 2024 Milschs Romandebüt «Sieben Sekunden Luft». Luca Mael Milsch kuratiert und moderiert seit 2025 die Berliner Veranstaltungsreihe «Vorgemerkt».

Jakob Nolte

Jakob Noltes Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Roman »ALFF« wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet, »Schreckliche Gewalten« war 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er ist Co-Kurator der Webseite tegelmedia.net und lebt in Berlin. Zuletzt erschienen »Kurzes Buch über Tobias« (2021) und »Die Frau mit den vier Armen« (2024).

Necati Öziri

Necati Öziri hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin studiert. Öziri war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und unterrichtete an der Ruhr-Universität Bochum formale Logik. Als Theaterautor schreibt er für das Maxim-Gorki-Theater, das Nationaltheater Mannheim und das Schauspielhaus Zürich. Bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur (Ingeborg-Bachmann-Preis) gewann er den Kelag-Preis und den Publikumspreis.  Als Kurator leitet er zudem das Internationale Forum des Theatertreffens der Berliner Festspiele. 2023 veröffentlichte er seinen Debütroman «Vatermal».

Maruan Paschen

Maruan Paschen absolvierte nach einer Ausbildung zum Koch ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2014 erschien sein erstes Buch «Kai». Eine Internatsgeschichte. Er erhielt das erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

© Belle Santos
Leif Randt

Leif Randt ist der Autor von sechs Romanen und einem Kinofilm. Bisher erschienen sind die Utopien «Planet Magnon» (2015) und «Schimmernder Dunst über CobyCounty» (2011), der London-Roman «Leuchtspielhaus» (2009) sowie die Lovestory «Allegro Pastell» (2020) und zuletzt «Let’s Talk About Feelings» (2025). Seine Prosa wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2023). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label tegelmedia.net.

© Valeria Mitelman
Anna Schapiro

Anna Schapiro studierte Bildende Kunst in Dresden und Jewish Studies in Stockholm. Arbeits- und Stipendienaufenthalte brachten sie u.a. nach New York, Warschau, London, Mexiko. Sie stellt international aus und lehrt an verschiedenen Universitäten und Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Schapiro war Co-Kuratorin der Ausstellung Klassenfragen – Kunst und ihre Produktionsbedingungen (2022) in der Berlinischen Galerie, Berlin, und Gründerin und Mitherausgeberin des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart.

© Nils Heck
Yandé Seck

Yandé Seck arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, lehrt außerdem an der Uni Frankfurt und promovierte zu Mutterschaft, Migration und Psychoanalyse. «Weiße Wolken» ist ihr erster Roman.

© Erkin Ön
Gün Tank

Gün Tank ist Autorin und Moderatorin. Sie war Kuratorin der Ausstellung 22:14 «...und es kamen Frauen» (2011), zu den ersten Arbeitsmigrantinnen der Bundesrepublik und der Veranstaltungsreihe CrossKultur, eine jährliche Kulturreihe mit Lesungen, Ausstellungen, Konzerten, Theater, Film und Konferenzen. Heute ist sie im Bezirk Tempelhof-Schöneberg Beauftragte für Menschen mit Behinderung. 2015 und 2021 erhielt sie vom Land Berlin das Arbeits- und Recherchestipendium Literatur. «Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter» ist ihr Debütroman, der 2024 im Maxim Gorki Theater Berlin uraufgeführt wurde.

© kajona photography
Thị Thanh Thảo Trần

Thị Thanh Thảo Trần studierte Kulturwissenschaften sowie Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft. Ihre Kurzgeschichtensammlung «Wo ich herkomme» stand 2022 auf der Shortlist des Young Storyteller Award. 2024 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats, mit dem sie ihr erstes Romanprojekt «Menschen wie wir» abschließen konnte.

© Elena Peters Arnolds
David Vajda

David Vajda studierte Philosophie und Politikwissenschaften in London und in Cambridge. Er hat freischaffend u. a. für den Guardian, das Financial Times Magazine und Reportagen geschrieben, sowie Kurzgeschichten in Edit und DUMMY veröffentlicht. Sein erster Spielfilm in Ko-Regie mit seinem Bruder feierte auf der 71. Berlinale Premiere. Für seinen Debütroman «Diamanten» 2026 erhielt er das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. David Vajda lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin und Wien.

Programmflyer

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