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Literatur schenken & Menschen unterstützen: Wunschtext gegen Spende für Menschen auf der Flucht

 

Das Kollektiv „Literatur für das, was passiert“ verfasst individuelle Wunschtexte und nimmt dafür Spenden für Menschen auf der Flucht entgegen – das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Lieben oder auch für sich selbst.

 

Das Corona-Virus hat einmal mehr gezeigt, dass Krisensituationen besonders jene Menschen hart treffen, deren Ressourcen bereits zuvor begrenzt waren. Geflüchtete können sich in überfüllten Unterkünften mit mangelhaften Sanitäranlagen besonders schlecht gegen die Verbreitung von Krankheitserregern schützen. Gleichzeitig kann humanitäre Hilfe in der Pandemie nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden.

 

Das Autor*innenkollektiv Literatur für das, was passiert hat sich bereits 2015 zusammengetan, um mit den Mitteln der Literatur einen Unterschied für Menschen auf der Flucht zu machen. Diesen Dezember ist das Kollektiv nun wieder mit den Schreibmaschinen im Berliner Literaturforum im Brecht-Haus zu Gast (oder im Falle eines andauernden Lockdowns an mehreren Satellitenplätzen in Berlin), um Wunschtexte gegen Spende für Menschen auf der Flucht zu schreiben. Die Autor*innen nehmen gerne persönlich, telefonisch (030 28 28 042) oder elektronisch (pop-up-store@lfbrecht.de) Textaufträge entgegen – egal, ob es sich um ein Schmähgedicht auf Grenzanlagen, eine Lobeshymne auf Vögel oder eine Geschichte aus der Perspektive eines unausgeräumten Geschirrspülers handelt. Ad hoc wird das Kunstwerk produziert und zur Abholung bereit gelegt oder per Post zugeschickt. Die Mindestspende von 15 Euro kann entweder bar in die Spendenkasse entrichtet oder online überwiesen werden.

 

Laufzeit: 7. Dezember bis 11. Dezember 2020, täglich von 12–18:30 Uhr.

 

Als Autor*innen mit dabei: Donat Blum, Christian Dittloff, Daniela Dröscher, Paula Fürstenberg, Anna Hetzer, Yael Inokai, Maruan Paschen, Caca Savic, Lea Schneider, Tillmann Severin, Lorena Simmel, Isabel Wanger, Ron Winkler

 

Letztes Jahr sind über 4000 € und über 1000 CHF für Pro Asyl zusammengekommen, in diesem Jahr wird die Summe geteilt:
Die eine Hälfte für das Engagement der Projekte von Ärzte ohne Grenzen im Mittelmeerraum, die andere Hälfte für die Berliner Neue Nachbarschaft Moabit, die nach dem Motto Wir helfen nicht, wir lernen voneinander für die Nachbarschaft aus der ganzen Welt einen Ort sprachlichen, sozialen und künstlerischen Austauschs bietet.

 

Die Schirmherrschaft übernimmt Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa

 

 

 

 

Das Kollektiv „Literatur für das, was passiert“ wurde von den Schweizer Autorinnen Julia Weber und Gianna Molinari 2015 in der Schweiz ins Leben gerufen und bereits 2016 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Zürich dotiert. Bei über 60 Veranstaltungen konnten dort bereits über 50.000 SFr für 20 verschiedene Organisationen gesammelt werden. 2017 brachten Paula Fürstenberg und Isabel Wanger das Konzept nach Berlin und kooperieren seitdem regelmäßig mit Institutionen wie dem Literarischen Colloquium Berlin, dem Literaturhaus Berlin oder dem Literaturforum im Brecht-Haus.