|
Anzeigeprobleme? Hier geht's zur Webversion
|
|
|
|
|
Zwei Freundinnen, ein Traum: raus aus Moskau, rein ins Leben. Denn während im jungen neuen Jahrtausend der eine Teil der russischen Gesellschaft zwischen Luxusautos und Kaviar versinkt, muss sich der andere mittellos durchs Leben schummeln. Auch die beiden Studentinnen Karina und Tonya schlagen sich mit Charme und Überlebenskunst durch Putins Russland – zwischen kaputtem System und der Sehnsucht nach Freiheit, zwischen Prekariat und Party.
In Kooperation mit dem Penguin Verlag
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Nach einem beruflichen Zusammenbruch fängt die Protagonistin in Verena Keßlers Roman neu an – an der Theke des MEGA GYM, in dem alles glänzt: Körper, Oberflächen, Versprechen. Ihr eigener Körper passt noch nicht ins Bild, doch das lässt sich ändern. Diszipliniert, fokussiert, unbeirrbar arbeitet sie an sich, bis sie die Bodybuilderin Vick kennenlernt. Und bevor die Leser*innen begreifen, worauf diese Geschichte hinausläuft, stecken sie längst selbst mitten im letzten Satz – und ballern weiter, obwohl längst alles brennt.
In Kooperation mit Hanser Berlin
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
Die drei Schwestern in Christian Barons neuem Roman sehnen sich nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein süßes Versprechen war. Mira will aus den Zwängen des proletarischen Elternhauses ausbrechen, politisiert sich und träumt vom Dasein als Dichterin. Juli beschützt und bevormundet Mira, darüber vergisst sie jedoch, den eigenen Weg zu finden. Ella hat den sozialen Aufstieg durch Heirat geschafft und fragt sich, ob es ihren Schwestern nicht gelingen müsste, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – wo doch scheinbar alles möglich ist? Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus »einfachen Verhältnissen« in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen.
In Kooperation mit Claassen
|
|
|
|
|
|
|
Meisterwerke der Literatur
|
|
|
|
© Tim Kraehnke, Robert Sakowski |
|
Eintritt: 8,- €, ermäßigt: 6,- € Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
Bertolt Brechts 1943 uraufgeführtes Drama »Leben des Galilei« ist eine dialektisch-materialistische Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft, Macht, individueller Verantwortung und Opportunismus. Im Zentrum steht der Astronom und Physiker Galileo Galilei, dessen empirisch begründete Bestätigung des kopernikanischen Weltbildes – das die Sonne und nicht die Erde als Zentrum des Universums begreift – in fundamentalen Widerspruch zu den dogmatischen Vorstellungen der katholischen Kirche tritt. Brecht zeichnet Galilei ambivalent, zwischen Aufklärung, Anpassung und Resignation changierend, was den Wissenschaftler zu einer sehr gegenwärtigen Figur werden lässt. Zum einen, weil sich durch die KI-Technologie eine kopernikanische Wende zu vollziehen scheint, die das aufklärerische Projekt infrage stellt – nicht nur in Bezug auf die Produktion von Fakes, sondern auch hinsichtlich der Entmachtung des menschlichen Subjekts. Zum anderen sind Faschisierungstendenzen unübersehbar, die neue Dogmen hervorbringen. Und nicht zuletzt ist auch die Sphäre der Ökonomie häufig von überkommenen Dogmen bestimmt. Die Ungleichheitsforscherin und Autorin Martyna Linartas und Podcaster und YouTuber Wolfgang M. Schmitt diskutieren über das Meisterwerk und dessen Aktualität.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ticket:
Eintritt frei!
Beflügelt von den Idealen der Französischen Revolution gehörte der vor 250 Jahren geborene Casimir Ulrich Boehlendorff zu den jungen Dichtern und Intellektuellen um Hölderlin, die nach einer solidarischen Gesellschaftsform strebten. Er schrieb Gedichte und Dramen, erlebte die Revolution in der Schweiz, irrte viele Jahre mittellos durch das Baltikum und bis nach Charkow. 1964 setzte Johannes Bobrowskis Erzählung »Boehlendorff« dem Gescheiterten und völlig Vergessenen ein literarisches Denkmal. Sie öffnete für die Literatur der DDR die Tür zur Romantik, ihr Thema und ihr montageartiger recherchierender Stil regten das Schreiben von Christa Wolf und Gerhard Wolf nachdrücklich an. Das Gespräch geht den Traditions- und Inspirationslinien zwischen den vier Autor*innen und ihren Texten nach.
Eine Veranstaltung der Christa-Wolf-Gesellschaft und der Internationalen Johannes-Bobrowski-Gesellschaft in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus.
Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
|
|
|
|
|
|
|
Berolinenses
|
|
|
Mit den drei Romanen »Der Sandkasten« (2022), »Krähen im Park« (2023) und »Innerstädtischer Tod« (2024) legt Christoph Peters ein präzises literarisches Zeitbild vor – ein Triptychon über das Scheitern des modernen Individuums an den Zumutungen der Gegenwart. Die Trilogie, lose angelehnt an Wolfgang Koeppens berühmter Nachkriegs-Trilogie des Scheiterns, verdichtet persönliche Krisen, gesellschaftliche Verschiebungen und politische Sprachlosigkeit zu einem großstädtischen Resonanzraum der Desillusionierung. Die urbane Realität Berlins dient dabei als Katalysator und als Bühne, auf der Individualität, politisches Bewusstsein und sozialer Zusammenhang zerfallen. Peters orientiert sich nicht nur an den ästhetischen Mitteln Koeppens, sondern überträgt auch dessen zentrales Motiv des Scheiterns auf unsere Zeit und auf Berlin: Nicht mehr die Ruinen der Vergangenheit stehen im Fokus, sondern die allmähliche Implosion einer saturierten, orientierungslosen Gegenwart. Im Gespräch erörtern Christoph Peters und Annett Gröschner die vielschichtigen Spannungsfelder eines gegenwärtigen Schreibens in und über Berlin.
|
|
|
|
|
|
|
Keller-Revue
|
|
|
Im intimen Keller des Brecht-Hauses widmen wir uns für jeweils einen Abend dem literarischen Leben Berlins und seinen Stimmen jenseits der großen Märkte und Messen. Literarische Texte dieser Stadt von einst und jetzt werden von Autor*innen, Songpoeten, Performerinnen und Musikern präsentiert – ganz ohne große Diskussion. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Texten, Musik und Performance, gelegentlich angereichert mit Videos oder digitalen Dialogen. Dreierlei Gäste jeweils sorgen für Überraschungen, dieses Mal sind es: Der Lyriker Ron Winkler, der Schriftsteller Thilo Bock und die Songpoeten Jan Kosyk & Alina Dalsegno! Durch das Programm führt Martin Jankowski.
Eine Veranstaltungsreihe der Berliner Literarischen Aktion e.V. in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ein Roman wie eine These, ein Fiebertraum, ein Versuch zu entkommen: »R-O-N=O« von I.V. Nuss sprengt Form, Körper und Wirklichkeit. Zwischen Chatforen, Tierwesen und Popperswolken entfaltet sich eine Poetik der Transformation – radikal queer, lustvoll theoretisch, zugleich schutzlos und überlebensklug. Was, wenn Literatur nicht abbildet, sondern erschafft? Und Realität nicht flieht, sondern endlich durch dich hindurchgeht?
In Kooperation mit Diaphanes
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ticket:
Eintritt frei!
Eine junge Frau – eine Abtreibung, ein Kind, kein Partner – ist schwanger. Das ist ein Fakt, er ist greifbar und scheint ganz klar, obwohl ansonsten gar nichts klar ist. Die Frau, Laura, ist an der Uni, sie schreibt an ihrer Dissertation, jobbt in einer gynäkologischen Praxis. Tag für Tag versorgt sie dort schwangere Frauen, sieht ihre Scham, ihre Geduld, ihre Freude, ihre Angst. Für manche ist es das größte Glück, für andere eine Katastrophe. Für Laura ist es beides. Sie liebt ihr Kind, doch sie hat Panik beim Gedanken an ein weiteres. Und wie könnte es anders sein? Ist nicht eigentlich jede Frau darauf eingestellt, dass sie ihr Kind allein großziehen wird? Der neue Roman von Antonia Baum ist in einer einzigen gedanklichen Bewegung erzählt, einem langen Atemzug, bevor etwas beginnt oder endet.
In Kooperation mit claassen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
In einem Heim für behinderte Jugendliche im Thüringen der 1970er Jahre beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können, auszubrechen und eine Kommune zu gründen. Von der Kirche bekommen sie ein altes Pfarrhaus. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird, Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Als die DDR zusammenbricht, wird klar, dass es auch die Mauer war, die diese Gemeinschaft zusammengehalten hat. Karsten Krampitz verarbeitet in seinem Roman drei wahre Geschichten: die eines Grenzsoldaten, der 1976 einen unbewaffneten italienischen Lastwagenfahrer von hinten erschossen hat, die der Bluesband Freygang und die einer Behindertenkommune in Hartroda.
In Kooperation mit Nautilus
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Buchpremiere: Esther Becker »Notfallkontakte«. Im Gespräch mit Anke Stelling
Eine Frau trennt sich. Endlich. Eine andere pinkelt in den Schnee. Schwarze Löcher öffnen sich, Rettungsringe verschwinden. Zähne und Herzen brechen. Auf Parkplätzen, in Bars oder in Krankenhäusern wird die Fassung verloren. In »Notfallkontakte« erzählt Esther Becker von Menschen in seltsamen, verletzenden oder scheinbar hoffnungslosen Situationen. Als Komplizin ihrer Figuren beleuchtet sie empathisch ihre Lebenswelten. Dabei ist Beckers Ton nachdenklich, aber stets leicht und voller Humor.
anschließend Buchvorstellung: »Verbrecher Verlag Geschichte«
Mit den Mitherausgeber*innen Kristine Listau und Jörg Sundermeier
Als 1995 das erste Buch im Verbrecher Verlag erscheint, sind zwei Dinge klar: Erstens, hier ist kein gewöhnlicher Verlag gegründet worden. Zweitens, er wird nicht zu einem gewöhnlichen Verlag werden. So ist es auch gekommen! Seit 30 Jahren schreibt der Verlag Geschichte, doch seine Geschichte ist bislang noch nicht geschrieben worden. Jetzt liegt sie unter dem Titel »Verbrecher Verlag Geschichte« (von Alex Bachler, Kristine Listau, Johanna Seyfried, Jörg Sundermeier und Nina Wehner) vor.
anschließend Party: 30 Jahre Verbrecher Verlag Jubiläums-Party
DJs Imran Ayata und Maurice Summen. Thekendienst Autor*innen des Verbrecher Verlags
Schließlich feiern wir den 30. Geburtstag des Verbrecher Verlags. Es gibt einen Sektempfang, im Keller legen die DJs Imran Ayata und Maurice Summen auf. An der Theke bedienen Sie Verbrecher-Autor*innen, so etwa Philipp Böhm, Dilek Güngör, Andreas Rüttenauer, Lorena Simmel, David Wagner und Frank Witzel, die auch gern eines ihrer Bücher für Sie signieren. Auf dem Hof wird geraucht, an der Bar wird getrunken, daneben wird getanzt. Wir müssen uns die Verbrecher*innen als glückliche Menschen vorstellen.
In Kooperation mit dem Verbrecher Verlag
|
|
|
|
Informationen |
|
Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
030 / 28 22 003
info@lfbrecht.de
www.lfbrecht.de
Social Media: @lfbrecht
Unsere Veranstaltungen gibt es auch als Streams auf unserem YouTube-Kanal.
|
|