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Ein Montag im Emsland. Nebel über den Feldern, stillgelegte Pläne, vorsichtige Aufbrüche. Die Wege von sechs Menschen kreuzen sich im Schatten eines Schlachthofs – verbunden durch Arbeit, Einsamkeit und Abhängigkeiten. Nava Ebrahimi erzählt mit großer Klarheit von der Brutalität des Alltags und den Rissen in vermeintlicher Normalität. Der neue Roman ist eine eindringliche Erkundung dessen, was uns trennt – und was uns trotzdem verbindet.
Mit freundlicher Unterstützung des Luchterhand Literaturverlags
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Zwischen Workout, Skincare und Content lebt Monique, genannt Mon, in einer Sphäre größtmöglicher Perfektion. Doch ihre Beziehungen erschöpfen sich in Modi von Konkurrenz, Neid und gespielter Zuneigung. Beim Shooting für ein Schokoladen-Start-up trifft Mon auf eine junge Fotografin. Mons latente Aggression entlädt sich bald in zunehmend drastischeren Gewaltexzessen. Josefine Rieks scheibt in »Wenn euch das gefällt« am Limit des Erträglichen. Ihr Sujet ist die Erfahrungslosigkeit der Individuen in einer zunehmend virtuellen Realität, ihre gewaltsame Selbstzurichtung und ihr Hunger nach Lebendigkeit.
In Kooperation mit dem XS-Verlag
Präsentiert von Jungle World
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Weitverzweigte Verbindungsstränge verbergen sich manchmal hinter scheinbar nebensächlichen Anekdoten, die in historische, philosophische, psychoanalytische Tiefen führen. Um solche »komplexen Strukturen« geht es in Frank Witzels neuem Buch. Es untersucht Strukturen, die von der Harmlosigkeit bis zur Demütigung, von der Parabel bis zur Schulpause, von der Verpuppung bis zur Willenskraft reichen. So entsteht eine Enzyklopädie des Zufalls, die eine pulsierende, beständiger Veränderung unterworfene Systematik offenlegt. In achtzig abgründig virtuosen Texten rüttelt Frank Witzel an den Grundfesten einer Welt, die sich selbst unzureichend zu kennen scheint.
In Kooperation mit Matthes & Seitz Berlin
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© Apollonia Theresa Bitzan |
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Belgrad, 1942: Am Tag, an dem das okkupierte Serbien für »judenfrei« erklärt wird, streift Isak Ras ein letztes Mal durch die Stadt – auf der Suche nach seiner verschütteten Vergangenheit. Was geschah mit seiner Mutter? Welche Rolle spielten die Anarchisten Rosa und Milan? Und was hat es mit den Doppelgängern auf sich? In acht Perspektiven entfaltet Marko Dinić ein literarisches Puzzle aus Erinnerung, Widerstand und Verlust.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum Berlin
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Historisches Quartett
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Geschichtliche Themen sind auf dem Buchmarkt sehr präsent. Das »Historische Quartett« wählt jeweils vier Neuerscheinungen aus, um sie öffentlich zu diskutieren und neugierig auf die Bücher zu machen. Diesmal werden besprochen: »Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee« von Heike Behrend, »Digitaler Kolonialismus. Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen« von Ingo Dachwitz/Sven Hilbig, »Wie es euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks« von Ulrich Raulff sowie »Aufrecht. Überleben im Zeitalter der Extreme« von Lea Ypi.
Eine Veranstaltung des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des ZZF, Clio-online/H-Soz-Kult und dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert durch die Berliner Sparkasse
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Jakobiner-Klub
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In der Biografie der russischen Revolutionärin Alexandra Kollontai stecken viele Leben. Genauso üppig sprießen die klischeehaften Bilder: Die Pionierin von »freier Liebe« und Polyamorie; die furchtlose Kämpferin, die ihr reiches Elternhaus verriet und sich der kommunistischen Arbeiterbewegung anschloss, ins Gefängnis ging und die Länder wie ihre Kleider wechseln musste; die Aufständische, die 1917 an der Seite Lenins der Oktoberrevolution zum Sieg verhalf; die Durchsetzungsstarke, die eine der ersten Ministerinnen und Botschafterinnen der Welt wurde; die Kritikerin, die sich 1921 der russischen Arbeiteropposition anschloss und als eine der wenigen Revolutionärinnen der ersten Stunde den Stalinismus überlebte. Was ist jenseits dieser Versatzstücke der innere Zusammenhang ihrer Biografie? Welchen Beitrag lieferte sie zur marxistischen Theorie?
In Kooperation mit Jacobin
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Eintritt frei!
Lesekreise erleben eine Renaissance. Sei es in der Bibliothek, der queeren Buchhandlung oder im Gefängnis, sei es in der Online-Lesegruppe oder im Kontext gewerkschaftlicher Arbeit: Gemeinschaftliche Lektüren bringen andere Effekte hervor als individuelles Lesen. Doch welche Formen nehmen sie konkret an – und welche Erfahrungs- und Möglichkeitsräume bergen sie?
Ausgehend von der Annahme, dass sich in Praktiken kollektiver Lektüre ästhetische, gemeinschaftsstiftende und politische Dimensionen des Lesens in besonderer Weise gegenseitig durchdringen, widmet sich der Workshop dem Format des Lesekreises. Ziel ist es, Schlaglichter auf historische wie zeitgenössische Arten und Weisen des gemeinsamen Lesens in politischen, akademischen, künstlerischen oder gewerkschaftlichen Kontexten zu werfen.
Der Workshop bringt dafür Akademiker*innen unterschiedlicher Disziplinen mit Leiter*innen wie Teilnehmer*innen von Lesekreisen, Bibliothekar*innen, Buchhändler*innen und Verlagsmitarbeiter*innen ins Gespräch, um vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Expertisen, Erfahrungen und Perspektiven über Praktiken und Potenziale kollektiver Lektüre nachzudenken. Das Format des Lesekreises wird dabei einerseits anhand von Vorträgen und Gesprächsrunden, andererseits durch explorative Formate ausgelotet, in denen unterschiedliche Lesemodi vor Ort gemeinsam erprobt und diskutiert werden.
Programm
13:30 Lesekreise als Herausforderung der Literatur- und Kulturwissenschaft
Begrüßung & Einführung von Barbara Bausch (FU Berlin), Ivana Perica (ZfL), Moritz Gansen (ZfL/CMB)
14:00 Reading Otherwise
LESEKREIS mit Rebekka Kiesewetter (Coventry University/Post-Publishing)
Um an dem Lesekreis teilzunehmen, melden Sie sich unter anmeldung@zfl-berlin.org bei Georgia Lummert an, da hier die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist. Für die anderen Programmpunkte ist keine Anmeldung nötig.
16:00 Lesezeug kuratieren
IMPULSE & GESPRÄCH mit Christiane Hahn (Buchhandlung Anakoluth), Birgit Ziener (Helle Panke), Patrik Graeb (Reading List Berlin), Nele Mailin Obermüller (Literaturhaus Neukölln)
Moderation: Moritz Gansen (ZfL/CMB)
19:00 Lesekreise als Orte der Vergemeinschaftung und Politisierung
PODIUM mit Ivo Garbe (ver.di), Phil Butland (The Left Berlin), Maja Gebhardt (BKS-Lesekreis)
Moderation: Ivana Perica (ZfL)
Der zweite Tag des Workshops findet am Mittwoch, den 22.10.2025 im diffrakt | zentrum für theoretische peripherie statt.
Kooperationsveranstaltung des Exzellenzclusters 2020 Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective mit dem ZfL, dem Literaturforum im Brecht-Haus im Rahmen des AK Politische Ästhetiken und diffrakt - zentrum für theoretische peripherie.
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Die NS-Aufarbeitung im Kunst- und Kulturbetrieb hat bis heute viele Leerstellen. Die »Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus« (BGNS) präsentieren neue Forschungen: Wie setzten sich Museen und Ausstellungen mit der Beteiligung des Kulturbetriebs an NS-Verfolgung und NS-Kunstraub auseinander? Mit welchen Strategien wurden Opfer des NS erneut ausgegrenzt und regimenahe Künstler »rehabilitiert«? Jutta Braun und Winfried Süß leiten die Abteilung »Regime des Sozialen« am ZZF Potsdam und haben gemeinsam den aktuellen BGNS-Band »Kunst und Kultur nach dem Nationalsozialismus« herausgegeben. Über neue Einordnungen und Perspektiven auf das Thema sprechen sie mit dem Journalisten und Autor Jens Bisky.
Gastveranstaltung des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des ZZF
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Ticket:
Eintritt frei!
Der Workshop erforscht Wege der Lyrik-Übersetzung jenseits der klassischen Buchseite: zwischen Sprachen, Medien, Kunstformen und Spezies. Wie lässt sich Übersetzung als Erweiterung denken – statt als Verlust oder Verrat? Kann sie Ausdruck eines generativen Potenzials sein, das insbesondere der Lyrik innewohnt? Wie verändern sich Konzepte von Autorschaft, Originalität, Autorität und Temporalität, wenn man Übersetzung nicht als bloße Übertragung versteht, sondern als kreativen Akt, der Gedichte verwandelt und neu situiert? Welche Möglichkeiten eröffnen sich beim Übersetzen zwischen Laut- und Gebärdensprachen? Und wie übersetzt man ein Gedicht für einen Hund?
Programm
9.00 Uhr
Einlass
9.30 Uhr
Begrüßung: Kareen Leeder
10.00 – 11.30 Uhr
»Selbstüberschreibung und Übersprochenes«: Unerhörtes in der Übersetzung
Ulrike Draesner & Iain Galbraith
Moderation: Karen Leeder
Kaffeepause
12.00 – 13.30 Uhr
»It's complex! Annäherungen an mehr-als-menschliche Sprachen«
Mara-Daria Cojocaru & Mirjam Knörnschild
Moderation: Lisa Memmeler
Mittagessen
14.30 – 16.00 Uhr
»Umwelten poetisch und technologisch übersetzen«
Berit Glanz & Antje Schmidt
Moderation: Jutta Müller-Tamm
Kaffeepause
16.30 – 18.00 Uhr
Poesie Handverlesen – Lyrik in Gebärdensprache
Filmvorführung
Abendessen
20.00 – 21.30 Uhr
»Aus der Phantomübersetzer:innenwerkstatt: Kim Hyesoons Autobiographie des Todes«
Uljana Wolf & Sool Park
Moderation: Lea Schneider
Zum Programmflyer geht es hier:
»AfterWords , NachWorte« ist eine Veranstaltung des Forschungsprojekts »AfterWords. Positioning German Poetry in the 20th Century and Beyond« an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule (FU Berlin) und wird ermöglicht durch eine Förderung der Einstein Stiftung Berlin im Rahmen des BUA/Oxford-Visiting-Fellowship-Programms und geleitet von Einstein Visiting Fellow Prof. Karen Leeder (University of Oxford) sowie Gastgeberin Prof. Jutta Müller-Tamm (FU Berlin)
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Ticket:
Eintritt frei!
Das Buch »Der lange Weg nach Hause« besteht aus 84 Kurzgeschichten, die zu einer umfassenden biografischen Erzählung verwoben sind. Zentrales Motiv ist die Ausreise aus Rumänien nach Deutschland und der damit verbundene Migrations- und Anpassungsprozess. Erinnerungen an die alte Heimat verschränken sich mit den Erfahrungen des Neubeginns, wodurch ein vielschichtiger Bildungsroman der Migration entsteht. Die Texte geben Einblick in seelische und kulturelle Übergänge – mal in der ersten Person, mal mit distanzierender Perspektive – und zeichnen ein sensibles Bild der inneren Dynamik von Migration. Die Lesung der Autorin Adriana Carcu wird von musikalischen Einlagen auf dem Kontrabass begleitet. Petru Iuga interpretiert dabei Werke von Bach, Bartók, Hauta-Aho sowie eigene Kompositionen und Bearbeitungen rumänischer Folklore.
Eine Veranstaltung des Rumänischen Kulturinstituts
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Lebenszeugnisse
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Der »unpolitische« Bürger, der weder Nazi noch Widerstandskämpfer war, ist charakteristisch für das Dritte Reich. Das Leben des Landarztes Helmut Buck, erzählt von seiner Tochter, vermittelt wichtige Einsichten zum Wesen der Hitlerdiktatur. Helga Petersen spricht über ihr Buch »Gespräche mit dem Vater. Lebensgeschichte, Zeitgeschichte 1907–2008« mit dem Historiker Wolfgang Benz und ihrem Bruder Gerhard Buck.
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© Anna Seghers, [um 1943], Foto: Albrecht Viktor Blum. Akademie der Künste, Berlin, Anna-Seghers-Archiv, mit freundlicher Genehmigung von Anne Radvanyi |
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Anna Seghers konnte sich mit ihrer Familie in letzter Minute aus Marseille nach Mexiko retten und lebte dort von 1941 bis Anfang 1947 im Exil. Hier hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung ihres Romans »Das siebte Kreuz«, hier erlitt sie aber auch ihren tiefsten Schmerz, die Nachricht über Deportation und Tod ihrer Mutter. Über Seghers' Zeit in Mexiko spricht die Germanistin Monika Melchert mit Claudia Cabrera, die in Mexiko-Stadt tätig ist und die Exilwerke von Seghers ins mexikanische Spanisch übersetzt hat.
Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus
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Ort: Keller Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €
Alles lesen, nichts mehr lesen. Ein Lesetagebuch, eine Mitschrift, Notizen aus und über einen utopischen, erlesenen, angelesenen, noch nicht zerlesenen Ort. Ein Vortrag, ein Versuch nach vorn, aus einem Keller und dessen Geschichte mitnehmend in einen anderen Text. Der Welt und all ihren Ereignissen lesend begegnen, lesend antworten, lesend ent- und beikommen. Was liest du da? Ich lese alles und nichts und beides zugleich. Eine raum- und zeitbezogene Performance aus Spuren, weitere Spuren erzeugend. Bruchstücke, Lesestücke, Fetzen, Netzwerke eines (mit)geteilten Ganzen (mit Fransen). Ein Abend zum partiellen Mitlesen, ein Impuls zur Erweiterung jedweder Lesebiografie und Leseweise. Das z/erlesene Leben in einer z/erlesenen Welt.
In Kooperation mit dem EXC 2020 Temporal Communities (Freie Universität Berlin) im Rahmen des Projekts READING READING
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Informationen |
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Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
030 / 28 22 003
info@lfbrecht.de
www.lfbrecht.de
Social Media: @lfbrecht
Unsere Veranstaltungen gibt es auch als Streams auf unserem YouTube-Kanal.
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