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Die fünfzehnjährige Eddi besucht in der Nähe von Neubrandenburg ein Sportinternat. Ihre Eltern haben dort bis zu den Sommerferien unterrichtet, doch jetzt steht ein Umzug nach Japan bevor, denn der Mutter wird Machtmissbrauch vorgeworfen – Zeit für die nächste Karrierestation. Während ihre Eltern den Umzug vorbereiten, bleiben Eddi nur noch drei Tage, um ihr Schicksal abzuwenden oder sich eine andere Persönlichkeit zuzulegen. Dabei wird sie durch eine Reihe von Mikrowelten einer deutschen Provinz gespült, die seltsam vertraut und durch Eddis Augen doch ganz neu scheinen.
In Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk und Weissbooks
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Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Die Zeiten der »alten weißen Männer« an der Spitze sind vorbei. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Feministische Strategien müssen darauf reagieren. Antje Schrupp nimmt eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist.
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Zeitanalyse
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© Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag, privat, privat |
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Ticket:
Ausverkauft, kostenlose Live-Übertragung im Brecht-Keller
Es wird eine kostenfreie Live-Übertragung in den Brecht-Keller geben.
Wie lässt sich der Aufstieg des Rechtspopulismus verstehen – als Protest der »Abgehängten« oder als gezielt vorangetriebenes Klassenprojekt? Darüber sprechen die Herausgeber Heinrich Geiselberger und Autor Thomas Biebricher, deren Band »Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt« neue Perspektiven eröffnet, mit Sebastian Friedrich und Nils Schniederjann. Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Reihe »Zeitanalyse: Analytische und theoretische Perspektiven auf Rechtspopulismus und Rechtsextremismus«.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Suhrkamp Verlag
Medienpartner: Über Rechts
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Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
Die sechzehnjährige Nelka, die 1941 aus Lemberg verschleppt und zur Arbeit auf einem norddeutschen Gut gezwungen wird, muss in der Küche, auf dem Feld und im Garten dienen. Die Verhältnisse sind klar: Sie ist Arbeitskraft, Ware, Tauschobjekt. Bis sich im Gefüge des Gutshofes ein Kippen zeigt – eine winzige Bewegung, in der Nelka beginnt, die Welt, die sie ausnutzt, zu spiegeln. Sie greift das Begehren des Gutsverwalters auf und versucht, die Bedingungen zu wenden. Jahrzehnte später kehrt sie an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass der Verwalter sich erinnert – und macht aus dem gewaltsamen Verliehensein ein Zurückgewinnen. Svenja Leiber macht in »Nelka« die Spuren der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts sichtbar. Sie erzählt von Zwangsarbeit und von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten.
In Kooperation mit Suhrkamp
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Historisches Quartett
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Geschichtliche Themen sind auf dem Buchmarkt sehr präsent. Das »Historische Quartett« wählt jeweils vier Neuerscheinungen aus, um sie öffentlich zu diskutieren und neugierig auf die Bücher zu machen. Diesmal werden besprochen: Susanne Heim »Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen, 1933-1945« (2026), Norbert Frei »Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe. Biographie« (2025), Alexander Leistner/Manja Präkels/Tina Pruschmann/Barbara Theriault »Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland« (2025) und Cornelia Geißler (Hg.) »Der Westen. Eine ostdeutsche Empfindung« (2026).
Eine Veranstaltung des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des ZZF, Clio-online/H-Soz-Kult und dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert durch die Berliner Sparkasse
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Literaturzeit – Literatur in einer Stunde
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Ticket:
Eintritt frei!
Heinrich Mann, Verfasser der berühmten Romane »Professor Unrat« und »Der Untertan«, lebte seit 1940 in den USA. Dort mussten er und die Weltöffentlichkeit von dem Massaker in dem tschechoslowakischen Dorf Lidice erfahren, das die NS-Besatzungsmacht 1942 verübte. Mann reagierte in kürzester Zeit mit seinem Roman »Lidice«, der bereits 1943 im mexikanischen Exilverlag »El libro libre« erschien – und sofort auf Skepsis und Ablehnung stieß: Mann experimentierte nämlich für seinen Roman mit den Mitteln der sprachlichen und erzählstrukturellen Groteske: »Lidice […] hat die einzig richtige Art, wie Greuel behandelt sein wollen: grotesk« – so Mann in einem Brief.
Dr. Carsten Jakobi arbeitet als Akademischer Direktor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Mainz. Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Deutschsprachige Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Formen und Theorien literarischer Komik. Mitherausgeber der kritischen und kommentierten Anna-Seghers-Werkausgabe (Aufbau Verlag) und der literaturwissenschaftlichen Zeitschrift »literatur für leser:innen«.
Ein Projekt des Literaturforums im Brecht-Haus mit dem Arbeitskreis Politische Ästhetiken
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Im Jahr 1983 reist die junge polnische Psychologin Wanda Karłowska nach Venedig, um den dort im Exil lebenden Henryk Mrugalski zu seiner Forschung zu befragen. Oder ist es ein Verhör? Zwischen ihnen, so scheint es, steht ein Verdacht, und doch ist da eine Verbindung, die über das, was sie heute sind, hinausweist. Ein Spiel zwischen ebenbürtigen Gegnern beginnt. Es führt tief hinein in die jüngere europäische Geschichte und zu Fragen, vor die das Menschsein uns stellt. Ein bestrickend lebendiger Roman über das Leben und Überleben östlich und westlich des Eisernen Vorhangs.
In Kooperation mit Rowohlt
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Lebenszeugnisse
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Nach dem Untergang des Nationalsozialismus wollten die Deutschen sich nicht mehr an ihre Gefolgschaft zu Hitler erinnern. Insgeheim seien sie im Widerstand gewesen, behaupteten und glaubten sie. Die Staatsräson Judenfeindschaft war vergessen. Wie groß war die Unterstützung des Regimes und seiner Ideologie wirklich? Was und wie wurde in Familien, unter Freund:innen über Jüd:innen gesprochen? Was wußte man über den Holocaust? Dmitri Silbermann hat Äußerungen in privaten Briefen gesammelt und in seinem Buch »Antisemitismus im Briefumschlag« dokumentiert. Im Gespräch mit dem Historiker Wolfgang Benz erläutert er die Suchstrategien und ihre Ergebnisse.
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Meisterwerke der Literatur
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© Sasha Ilushina, Robert Sakowski |
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Vor 100 Jahren wurde Ingeborg Bachmann geboren. 1961 veröffentlichte sie unter dem Titel »Das dreißigste Jahr« einen Zyklus mit Erzählungen, deren zeitlose Schönheit erschüttert und deren Themenfelder mit uns heute räsonieren. Nach dem Krieg beginnt für die österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin eine neue Zeitrechnung. Die Jahre sind geprägt von Anpassung und Abstumpfung, von gewaltförmigen Strukturen. Viele Figuren stecken fest in einer alten Sprache und damit in der Vergangenheit. Zugleich vernehmen wir – etwa in der Erzählung »Undine geht« – eine radikale Stimme des Feminismus, die Aufbruch und Ausbruch verheißt. Die Texte sind jedoch weit entfernt davon, historische Dokumente längst überkommen geglaubter Konflikte zu sein, handeln sie doch von den Zumutungen, die das Subjekt in der bürgerlichen Gesellschaft erfährt, vom erschöpften Selbst, lange schon, bevor der Neoliberalismus sich ausbreitete, und von Kollaboration, wo Verweigerung nötig gewesen wäre. Mit Laura de Weck, Autorin (»Lieblingsmenschen«) und Moderatorin des SRF-Literaturclubs, spricht der Podcaster und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt über dieses literarische Meisterwerk des 20. Jahrhunderts.
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Herzchen liebt Toxibaby und Toxibaby liebt Herzchen, die zwei ziehen sofort zusammen und adoptieren einen Hund – und nichts funktioniert. Toxibaby ist für Herzchen der Mann, der ihr alles bedeutet und der ihr alles nimmt. Er ist schön, brillant und wütend auf die Welt. Und auf sie, die gefeierte Millenial-Schriftstellerin. Was als rauschhafte Liebe beginnt, wird zu einem Kampf um Nähe und Selbstbehauptung, ein Spiel aus Hingabe, Abhängigkeit und intellektuellem Kräftemessen.
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Informationen |
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Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
030 / 28 22 003
info@lfbrecht.de
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