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Seitenrauschen 2026
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
10 Verlage mit Sitz in Berlin kommen ins Literaturforum im Brecht-Haus und bringen 10 Autor:innen mit. Auf zwei Bühnen, parallel im Brecht-Keller und im Saal des Literaturforums, werden die Autor:innen von Verlagsmitarbeitenden vorgestellt, dann wird 10 Minuten gelesen. Beim anschließenden Ausklang gibt es die Gelegenheit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Willkommen bei »Seitenrauschen«, dem Lesefestival mit Berliner Verlagen.
In Kooperation mit Aufbau, Berlin Verlag, claassen, Insel Verlag, MÄRZ, park x ullstein, Rohstoff/Matthes & Seitz Berlin, Suhrkamp, Tropen, Voland & Quist
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Tickets sind an der Abendkasse erhältlich
Laura Laabs Debütroman »Adlergestell« (2025) entstand während der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für ihren ersten großen Film »Rote Sterne überm Feld«. Aber er ist kein Nebenprodukt, sondern zeigt eine Erzählerin, die die Wohnung von Anna Seghers in Adlershof als Rahmen der Handlung einwebt. Der Roman vermittelt ein Gefühl des Verlustes von Horizonten, nicht nur der Müttergeneration, sondern auch der der Kinder – dies muss ins Bewusstsein, ganz in Seghers’scher Tradition!
Eine Veranstaltung der Anna-Seghers-Gesellschaft in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus
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Ticket:
Eintritt frei!
10:00
Begrüßung
10:15
Hans-Willi Ohl (Darmstadt): Hans-Albert Walter (1935-2016). Autodidakt und Mitbegründer der Exilforschung in der BRD
11:15
Konstantin Ulmer (Hamburg): Die Maueröffnerin. Anna Seghers und die »weibliche Literatur« aus der DDR im Luchterhand-Verlag
12:15 Mittagspause
13:00 Schüler*innen der Anna-Seghers-Schule (Berlin): Anna Seghers: Die Entdeckung Amerikas
13:30 Philine Dorenbusch (Hamburg): Von Wind und Widerstand. Eine illustrative Recherche zu »Aufstand der Fischer von St. Barbara«
14:00 Rainer Christ (Mainz): Die Ehrenbürgerwürde der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität für Anna Seghers 1977. Eine Spurensuche
15:00 Kaffeepause
15:30 Vorstand Texte zur Seghers-Rezeption in der BRD 1945 bis 1990. Eine Collage
Eine Veranstaltung der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz e.V.
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Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
»Schreib mir, Nino, weil ich jedes Mal, wenn ich deine Worte lese, den Rückweg nach Hause finde!«. Mit diesen Worten wendet sich die syrische Dichterin Lina Atfah an Nino Haratischwili – und öffnet einen intimen Raum des Austauschs über Kindheit und Krieg, Erinnerung und verlorene Heimatorte. In den versammelten Briefwechseln aus fast 10 Jahren Weiter Schreiben erleben wir mit, wie sich zwischen Schriftsteller:innen über persönliche und politische Grenzen hinweg tiefe Verbindungen entwickeln. Diese Briefe sind mehr als Erinnerungen – sie sind literarische Zeitdokumente, in denen die persönlichen Schicksale mit weltpolitischen Ereignissen verwebt werden. Und sie zeigen: Wenn wir es wollen, können wir uns miteinander verbinden.
In Kooperation mit Weiter Schreiben
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Meisterwerke der Literatur
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
Ausverkauft, evtl. Restkarten an der Abendkasse
Kaum ein Roman war in den vergangenen 35 Jahren so prägend wie »American Psycho« von Bret Easton Ellis. Autoren wie Michel Houellebecq oder Christian Kracht verdanken dem Autor viel, von den Ellis-Epigonen ganz zu schweigen. Der Skandalroman, der in Deutschland zeitweise auf dem Index landete, schildert in drastischen Worten nicht nur eine Welt jenseits von Gut und Böse, die 1991 an der Wall Street anzutreffen war, sondern antizipierte bereits eine Gesellschaft, die mit dem Nichts jongliert, die die Trennung zwischen Realität und Fiktion nicht weiter benötigt und einen finanzialisierten Kapitalismus, der sich von der Realwirtschaft abkoppelt. Bret Easton Ellis gelingt das ästhetisch durch den unzuverlässigen Ich-Erzähler und Protagonisten Patrick Bateman, der Charakterbeschreibungen durch Markenprodukte erstellt. Der Absolvent der Harvard Business School arbeitet an der Börse, aber nie erfahren wir etwas über seine konkreten Tätigkeiten. In der Nacht ermordet er Frauen und Obdachlose. Patrick Bateman wurde im Social-Media-Zeitalter zum Meme – und in der neurechten Manosphere sogar zu einer Art Vorbild. Maxim von K.I.Z. (»Hurra, die Welt geht unter«, »Frieden«) und Wolfgang M. Schmitt (»Die Filmanalyse«, »Wohlstand für Alle«) sprechen über dieses Meisterwerk, seine politischen Implikationen und seine Bedeutung in der Gegenwart.
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Heiterkeit ist einer der Pfade, auf denen sich durch das dichterische Werk von Richard Pietraß wandeln lässt. Man begegnet ihr in Sprachbildern wie auch in Sprachspielen, und das in ganz unterschiedlicher Schattierung. Denn auch Heiterkeit ist nicht zwingend ungetrübt und unbeschwert. Schon eher ist sie ein Versprechen – und eine tiefe Form der Lebensbejahung. Zum 80. Geburtstag des Dichters, Übersetzers und Herausgebers spricht die Schriftstellerin Kerstin Hensel mit Richard Pietraß anhand ausgewählter Gedichte aus allen Phasen seines Schaffens über die Heiterkeit in seiner Dichtung.
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Mit Peter von Becker, Christoph Dieckmann, Jakob Dobers, Esther Esche, Christian Filips, Simon Grote, Wera Herzberg, Ekkehard Maaß, Grischa Meyer, Robert Mießner, Kristin Schulz, Holger Teschke, Carola Wiemers, Studierenden der HfS Ernst Busch u.a.
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Veranstaltungsort:
Brecht-Haus
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Ticket:
Eintritt frei!
MarcAnns Café bietet im Hof Speisen und Getränke an.
Brecht hatte es nicht immer leicht in den USA, wohin er 1941 vor dem Faschismus geflohen war. Zwischen Hollywoodstars und Henkern, Mafiosi und Monopolisten erfuhr er bald die Grenzen seiner wiedergewonnenen Freiheit. Nachdem er im Oktober 1947 vor dem US-Kongress verhört wurde, rettete er sich vor seinen Rettern mit einer letzten Fluchtaktion: zurück nach Europa. Das diesjährige Sommerfest macht diese Ereignisse mit lyrischen Interventionen, Museumsführungen, Musik und unbekannten Schätzen aus dem Archiv zum Thema. Am Abend ist Brechts verschlagener Auftritt vor dem »Komitee für unamerikanische Umtriebe« nochmals auf der Bühne zu erleben: viel Marx, eher Groucho als Karl. Anschließend tragen Lesepat:innen in der Geisterstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Texte von Künstler:innen vor, die dort bestattet sind.
Programm
15:00 Uhr (Hofbühne)
Begrüßung
ab 15:30 Uhr (Hofbühne)
Simon Grote Klavier
16:00 Uhr (Saal des Literaturforums)
»Kalle und Ziffel reisen nach Amerika«
Ein Dialog von und mit Grischa Meyer und Holger Teschke zur Ausstellung »Bertolt Brechts Papierkrieg«
18:00 Uhr (Hofbühne)
Jakob Dobers Konzert
19:30 Uhr (Saal des Literaturforums)
»(Un)Amerikanische Umtriebe«
Brecht vor dem House Committee on Un-American
Activities (HCUA) als szenische Lesung.
Mit Noé Lausch, Jakob Lundblad und Florian Müller
21:00 Uhr (Dorotheenstädtischer und Französischer Friedhof)
»Geisterstunde«
Lesungen – mit musikalischer Untermalung
U.a. mit Peter von Becker, Christoph Dieckmann, Esther Esche, Christian Filips, Wera Herzberg, Ekkehard Maaß, Robert Mießner, Kristin Schulz, Carola Wiemers und Studierenden der HfS Ernst Busch
22:00 Uhr
Ausklang auf dem Hof
In Kooperation mit dem Brecht-Weigel-Museum und Bertolt-Brecht-Archiv (beides Einrichtungen der Akademie der Künste, Berlin) sowie der Dorotheenstädtischen Friedhofsverwaltung / Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
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Treue zur Nuance
2026 wäre die Literaturwissenschaftlerin, Essayistin und Schriftstellerin Silvia Bovenschen (1946–2017) achtzig Jahre alt geworden. Ihre Dissertation »Die imaginierte Weiblichkeit« (1979) gilt heute als Standardwerk der feministischen Literaturwissenschaft, in zahlreichen Essays widmete sie sich so unterschiedlichen Themen wie der Mode, der Freundschaft, dem Verhältnis von Mensch und Tier, der Pornographie oder der Idiosynkrasie (»Über Empfindlichkeit. Spielformen der Idiosynkrasie«, 2000). Nach ihrem Bestseller »Älter werden« (2006) veröffentlichte sie fünf Romane sowie die singuläre Liebeserklärung an ihre Partnerin, die Malerin Sarah Schumann, »Sarahs Gesetz« (2015). Die Tagung erinnert an ein eigensinniges Denken zwischen allen Stühlen, das der politischen Frage ebenso konsequent folgt wie dem individuellen Impuls.
Konzeption und Organisation Robert Zwarg
Zum Flyer geht es hier: Silvia Bovenschen Flyer 2026
Gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung
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Denken mit Silvia Bovenschen
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Ticket:
Eintritt frei!
13:00 Robert Zwarg Sachen der Vorläufigkeit. Eröffnung und Einleitung
13:45 Pola Groß »Feministische Kunst ist keine Stilrichtung«. Anschlüsse an »Gibt es eine weibliche Ästhetik?«
15:00 Christine Kirchhoff Von der »nachträglichen Erschleichung eines Vernunftgrundes« oder: Was hat Psychoanalyse mit Idiosynkrasie zu tun?
15:45 Christian Voller ›Der tugendhafte Hund‹. Sozialkynosophische Reflexionen im Anschluss an Silvia Bovenschen
17:00 Vojin Saša Vukadinović Im Werk der Anderen. Silvia Bovenschen als Kunstkritikerin über die Arbeiten Sarah Schumanns und als Model in diesen.
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Denken mit Silvia Bovenschen
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Ticket:
Eintritt frei!
Unter dem Titel »Die Warnung der Freundin« hält Alexander García Düttmann einen Vortrag, auf den ein Gespräch mit Freundinnen und Freunden von Silvia Bovenschen folgt. Das Podium bindet kollegiale Perspektiven auf Bovenschens Schaffen ein und fragt nach Anregungen und Impulsen, die von ihrem Denken und Schreiben ausgehen.
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Denken mit Silvia Bovenschen
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Ticket:
Eintritt frei!
10:00 Alexandra Colligs Imaginierte Weiblichkeit und feministische Ästhetik. Bodyhorror mit Bovenschen
10:45 Magnus Klaue Geronnenes Leben. Hannelore Schlaffer, Silvia Bovenschen und Christa Bürger werden alt
11:45 Sebastian Tränkle Nervenschwache Zukunfts-Menschen. Idiosynkrasie als Seismograph
12:30 Inge Stephan Exzentrische Lektüren. Das Vermächtnis von Silvia Bovenschen
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Drei Leben am Rand. Ein Mädchen, überzeugt, kein Kind mehr zu sein, verbringt einen Sommer voller Widersprüche, ihr einziger Freund ist ein Messer. Ein in die Jahre gekommener Outlaw begibt sich mit einer Leiche und einem Haufen Drogen im Gepäck auf einen Roadtrip. Und eine zum Tode verurteilte Frau wartet in ihrer Zelle auf die Hinrichtung, während ihre letzten Lebensstunden von einer Wärterin akribisch protokolliert werden. Drei Geschichten über das, was uns Menschen trotz allem verbindet: den Überlebenstrieb.
In Kooperation mit Rowohlt
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Was bleibt von einem Ich, das im Sprechen beschädigt ist? Die Lyrikerin Caca Savić und die Literaturwissenschaftlerin Kristina Pleinert lesen Ingeborg Bachmann gegenläufig und im Echo: als poetische Suche nach einem utopischen Rest und als präzise Befragung von Sprache als Ort gesellschaftlicher Gewalt. Zwischen Gedicht und Prosa, Analyse und Praxis wird sichtbar, wie nah sich poetisches Sprechen und politisches Denken bei Bachmann sind.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum Berlin
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Lebenszeugnisse
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Hans-Christoph Rauh war Hochschullehrer für Philosophie in Greifswald und an der Humboldt-Universität. Er ist der Nestor der Philosophiegeschichte der DDR. Rauh ist im Pfarrhaus der Bekennenden Kirche in Opposition zum NS-Staat und später in Distanz zur SED aufgewachsen. Im Gespräch mit dem Historiker Wolfgang Benz über das Leben in der DDR spielt auch die Geschichte der Jüdin Lilly Neumark eine Rolle. Sie entkam dem Holocaust, versteckt von Rauhs Eltern in Kalzig (Kalsk) bei Züllichau (Sulechow) in der Neumark Brandenburgs östlich der Oder und in anderen Pfarrfamilien.
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Informationen |
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Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
030 / 28 22 003
info@lfbrecht.de
www.lfbrecht.de
Social Media: @lfbrecht
Unsere Veranstaltungen gibt es auch als Streams auf unserem YouTube-Kanal.
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