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© Valerie Prinz/Friederike Fest/Tobias Bohm |
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Wie schreibt sich Arbeit und Erschöpfung in Körper und Texte ein? Die Preisträger:innen des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreises für kritische Kurztexte 2025 entfalten in ihren Texten unterschiedliche literarische Perspektiven auf die Themen Arbeit, Körper und Herkunft. Berfin Şilen erzählt von einem arbeitenden Kind und lässt spürbar werden, inwiefern Migration, Fürsorge und Ausbeutung ineinandergreifen. Fred Heinemann beschreibt die Erfahrung einer Krankheit, die Sprache, Körper und Alltag gleichermaßen erschüttert. Hannes Zawodnik entfaltet eine poetische Erzählung über Verletzlichkeit, Körperlichkeit und die Überforderung fürsorglicher Beziehungen. Die Autor:innen lesen aus ihren Texten und sprechen mit Josefine Soppa, WORTMELDUNGEN-Literaturpreisträgerin 2025. Es moderiert Miriam Zeh.
In Kooperation mit der Crespo Foundation
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Am 30. Dezember 1995 starb Heiner Müller. Die Zeit bis zu seiner Beerdigung am 16. Januar 1996 entwickelte sich zu einem Ereignis. Volksbühne und Berliner Ensemble veranstalteten Anfang Januar tagelang Lesungen von Müller-Texten mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus Ost und West. Am Vormittag des 16. Januar hielt Alexander Kluge die Trauerrede im Berliner Ensemble, gefolgt von Stephan Hermlin, Robert Wilson und einem musikalischen Beitrag Daniel Barenboims. Das Fernsehen übertrug die Trauerfeier live. Etwa 1000 Leute zogen anschließend vom Theater zum Dorotheenstädtischen Friedhof, wo bereits doppelt so viel weitere Menschen an der Pforte warteten. Am Grab las Ulrich Mühe ein Gedicht Gottfried Benns. Am Abend folgten weitere Lesungen, u.a. mit Susan Sontag und György Konrád. Anlässlich des 30. Jahrestages soll das Geschehen rund um Heiner Müllers Beerdigung anhand von Dokumenten und persönlichen Erinnerungen rekonstruiert und eingeordnet werden. Woher rührte die Dynamik, die zu dieser außergewöhnlichen Beerdigung eines deutschen Künstlers führte? Was zeichnete die Atmosphäre des Geschehens aus? Was ging mit Heiner Müller zu Ende, welche künstlerische und intellektuelle Leerstelle hat er hinterlassen?
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Ticket:
Anmeldung erforderlich
Teilnahme nach bestätigter Anmeldung unter folgendem Link
Kurz nach Abschluss der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Tel Aviv im Mai 2025 wurde vom Institut für Neue Soziale Plastik das Berlin-Tel Aviv-Yafo Forum für Kunst und Kultur ins Leben gerufen. Dafür besuchen vom 19. bis 22. Januar 2026 hochkarätige Akteure der Theater-, Tanz- und Performanceszene von Tel Aviv-Yafo die Partnerstadt Berlin, um mit ihren deutschen Kolleg:innen zu Arbeits- und Vernetzungstreffen zusammenzukommen. Teil des Forums sind auch öffentliche Veranstaltungen.
Eine Gastveranstaltung des Instituts für Neue Soziale Plastik. Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
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Künstliche Menschen, Serienmörder und Kannibalinnen: Bei E. T. A. Hoffmann ist niemandem zu trauen, am wenigsten uns selbst. Volker Pietsch geht der Frage nach, welches politische und kritische Potenzial Hoffmanns Texte nach 250 Jahren weiterhin haben – ob zu Fragen der Manipulation, der Genderpolitik oder der Ökonomie. Im Anschluss geht es im Gespräch mit den Schriftstellerinnen Laura Lichtblau und Esther Becker um das Schaurige in der Gegenwartsliteratur. Laura Lichtblaus Roman »Sund« erkundet das Unheimliche im toten Winkel familiärer Erinnerung und in der kollektiven Verdrängung von historischen Traumata. Esther Beckers Roman »Wie die Gorillas« und ihr Erzählband »Notfallkontakte« arbeiten mit Horror-Motiven; sie interessiert sich besonders für das feministische Potenzial zeitgenössischer lateinamerikanischer Gothic-Literatur sowie für gesellschaftskritischen Horror im Arthouse-Kino. Was genau leistet die Ästhetik des Schauers und des Horrors in der Gegenwartsliteratur? Gibt es Traditionslinien zu E. T. A. Hoffmann? Und warum ist Schauerliteratur mehr als Eskapismus?
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Verena Stefans »Häutungen« zählt zu den einflussreichsten feministischen Texten der 1970er Jahre. Die Performance »brüten wir die welt neu aus« nähert sich diesem Klassiker mit einer zeitgenössischen Collage aus Sprache, Bewegung und Live-Illustration. Der Text wird performativ entfaltet und zugleich visuell beantwortet. So entsteht ein vielschichtiges Echo auf Stefans radikal subjektive Poetik und ihre anhaltende politische wie ästhetische Wirkung.
Mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia
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© Pamela Rußmann, Maximilian Gödecke |
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Anja Kampmann und Tanja Paar zeigen in ihren Romanen, wie der Beginn der NS-Diktatur Einzug in den Alltag hielt: Einmal durch die Augen einer Außenseiterin im Hamburger Hafenmilieu und einmal hinter den Kulissen der noblen Sommerfrische nahe Wien. Welche literarischen Perspektiven sind für den heutigen Blick auf die 1930er Jahre bestimmend? Welche Sichtachsen öffnet das Erzählen über die frühe NS-Zeit auf unsere Gegenwart?
Mit freundlicher Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum Berlin
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Ein Gummibärchen essen: heute den Arm, morgen ein Bein. Was sich anhört wie ein Witz, ist Alltag für die Leistungsturnerin Amik. Sie beugt sich den gnadenlosen Wettbewerbsprinzipien ihres Sports und mit jedem weiteren Tritt auf ein Siegerinnenpodest entfernt sie sich mehr von den Kolleginnen, die sie gestern noch getröstet haben. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Geschichten von berühmten Turnerinnen und der größte Missbrauchsskandal der Sportgeschichte sind in diese Geschichte eingewoben. »Die Routinen« seziert ein ausbeuterisches System, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt.
In Kooperation mit Klett-Cotta
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Familiengeschichten Osteuropa
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© Archiv S. Fischer Verlag |
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Rose Ausländer – Jüdin, Dichterin, Nomadin des 20. Jahrhunderts. Zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise, die Shoa und das Exil erzwangen ihre Wanderschaft. Familiäre Unterstützung fand sie in der alten und der neuen Welt. Ihr biografisches Dichten nimmt uns mit an alle Flucht- und Lebensorte. Als Auftakt ins »125. Jubiläumsjahr Rose Ausländer« präsentiert Helmut Braun die Familiengeschichte der 1901 in Czernowitz/Tscherniwzi geborenen Autorin. Helmut Braun begleitete Rose Ausländer von 1975 bis zu ihrem Tod Anfang 1988. Er gab ihr Gesamtwerk im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuchverlag heraus, wurde von Rose Ausländer testamentarisch zu ihrem Nachlassverwalter bestimmt, verfasste eine Biografie über Rose Ausländer und leitet die Rose Ausländer-Gesellschaft e.V. in Düsseldorf.
In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, gefördert vom Bundesministerium des Innern
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Informationen |
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Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
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