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Grether-Salon
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© Bohemian Strawberry Archiv |
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Wann ist es Kunst, wann Liebe? Fragt sich Ruth Herzberg in »Frequenzen«. Die Chronistin des Berliner Beziehungs-Prekariats schreibt so schlagfertig, dass es im Herzen weh und im Kopf gut tut. Selbiges gilt unbedingt für die Leipziger Chanson-Indie-Pubrock-Band Frau Lehmann, die im Duo-Set Songs aus ihrem funken-schlagenden Debüt »Trost & Trotz« spielt: »DLF Kultur will dass wir brennen!« Treffsicher analysiert Sibel Schick in »Mein Körper – wessen Entscheidung?«, wie der gebärfähige Körper zum rechten Politikum wird. Dass reproduktive Freiheit Leben rettet, hat Schick am eigenen Leib erfahren. Die Solo-Auftritte von Bernd Begemann, Mitgründer der Hamburger Schule, sind legendär für ihre Geschichten, in die sich der Sänger und Gitarrist immer wieder neu verstrickt, bis man fast vergessen hat, dass man gerade in der Mitte eines Songs feststeckt. Präsentiert von den Rebel Queens Kersty Grether & Sandra Grether, die als The Doctorella den Theme-Song krawallen.
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Anke Engelmann zeichnet das traurig-komische Leben des Hannes Bohn nach, der durch die DDR-Geschichte stolpert. Er will eigentlich als Künstler leben, doch er landet im Gefängnis, wird drogensüchtig, von der Stasi zum Kunstfälscher ausgebildet. Er blufft sich durch Psychiatrie und Untergrund, bis er selbst nicht mehr weiß, wer er wirklich ist: ein Bild, so oft übermalt, dass niemand mehr das Original erkennt. Ist Hannes ein tragisches Genie, ein Blender – oder beides zugleich?
In Kooperation mit Voland & Quist
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Tragedy and Resistance
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© Annagraphics. Foto: Judith Buss |
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13:30
Keynote Lecture by Caroline Levine (Cornell University / online)
14:30
Questions and discussion (chair: Adam Hansen), response led by James Jarrett on Tragedy as Humanist Activism Now
15:15
Session 1: Gendered/Sexed Resistance
Lena Kirsch (Friedrich-Schiller Universität Jena): Female leadership and resistance in Charlotte von Stein’s Dido (1794)
Isabel von Holt (Universität Hamburg): Daniel Casper von Lohenstein’s Plays as Exercises of Queer Resistance: A Neobaroque Reading
16:15
Questions and discussion (chair: Jeannie Moser)
Eine Initiative der Universität Gent, der Northumbria University, des Literaturforums im Brecht-Haus, des Arbeitskreises Politische Ästhetiken sowie der THALIA-Forschungsgruppe Theater, Literatur und Performance, UGent-VUBrussel. Mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Gent
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Tragedy and Resistance
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© Annagraphics. Foto: Judith Buss |
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Ticket:
Eintritt frei!
Anmeldung per Mail an: anmeldung@lfbrecht.de
Veranstaltung auf Deutsch mit englischen Übertiteln
Wie können frühneuzeitliche Tragödien aus der Zeit 1550–1800 auf eine Weise reaktiviert werden, die uns heute zum kritischen Nachdenken über unsere Gesellschaft anregt – gar zu politischem Handeln motiviert?
Eine Initiative der Universität Gent, der Northumbria University, des Literaturforums im Brecht-Haus, des Arbeitskreises Politische Ästhetiken sowie der THALIA-Forschungsgruppe Theater, Literatur und Performance, UGent-VUBrussel. Mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Gent
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Tragedy and Resistance
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© Annagraphics. Foto: Judith Buss |
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9:00
Keynote Lecture by Marco Checchi (Northumbria University)
10:00
Questions and discussion (chair: Cornelis van der Haven), response led by Adam Hansen on Marlowe and Resistance
11:00
Session 2: Classical Resistances
Marta Lietti and Marco Formisano (Ghent University): Unsettling Borders in Sophocles’ Oedipus at Colonus
Sotera Fornaro (University of Campania): Tragedy and Resistance: The Antigone Paradigm
12:00
Questions and discussion (chair: Adam Hansen)
13:30
Session 3: Early Modern Resistances
Canberk Doğalı (online) Resistant Hermeneutics of Jouissance in Antony and Cleopatra
Emma Barrett (University of Limerick): Witchcraft, resistance, and masculinity in The Tragedy of Sophonisba (1606) and Macbeth (1623)
James Ee (Cambridge University): Samson Agonistes, The Tragedy of Antiperistasis
14:30
Questions and discussion (chair: Adam Hansen)
15:30
Session 4: Tragedy and Resistance Now
Mia Zeko Panić (University of Osijek): The Child as Contemporary Pharmakos: Sacrifice, Ritual, and Pre-Dramatic Structures in Marius von Mayenburg’s Freie Sicht
Adam Hansen (Northumbria University): Marlowe and Resistance
Cato Rooryck (Ghent University): ‘The land that is us’: King Lear as a Confrontation with Australia’s Colonial Past and Present in The Shadow King
16:30
Questions and discussion (chair: Cornelis van der Haven)
Eine Initiative der Universität Gent, der Northumbria University, des Literaturforums im Brecht-Haus, des Arbeitskreises Politische Ästhetiken sowie der THALIA-Forschungsgruppe Theater, Literatur und Performance, UGent-VUBrussel. Mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Gent
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Jacobiner-Klub
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Georg Lukács ist einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Erfahrungshorizont ist das Scheitern der Revolution im Westen zwischen 1916 und 1923. Er beschäftigte sich mit »Überbau«-Phänomenen: von der Literatursoziologie über die Kulturkritik bis zur Ideengeschichte. Zugleich betonte er die Bedeutung der politischen Praxis für die Überwindung des Kapitalismus und wandte sich damit gegen den »revolutionären Attentismus« der Zweiten Internationale. Mit seiner Rehabilitierung der philosophischen Grundlagen des Marxismus unter Rückbezug auf die Hegel'sche Dialektik und seinen Arbeiten zur »Verdinglichung« beeinflusste Lukács wesentlich den »westlichen Marxismus«, einschließlich der Frankfurter Schule.
In Kooperation mit Jacobin
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Literaturzeit – Literatur in einer Stunde
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Ticket:
Eintritt frei!
Anna Seghers, als antifaschistische Autorin bekannt für ihre Romane »Das siebte Kreuz« (1942) und »Transit« (1944), hat sich bereits vor dem Nationalsozialismus und besonders auch danach auf diesem Feld hervorgetan. Noch heute von Interesse ist etwa »Post ins Gelobte Land«, publiziert zusammen mit »Der Ausflug der toten Mädchen« im Jahre 1946. Diese Geschichte über eine jüdische Familie zwischen Pogrom und Solidarität auf ihrer Migrationsroute von Polen, Wien, Paris, Palästina bis (fast) nach Algerien spannt einen weiten historischen Bogen und stellt Fragen nach der Funktion des Erinnerns und dem Festhalten an einer Idee menschlicher Emanzipation. Anhand früherer und späterer Werke von Seghers werden wir fragen, was antifaschistische Poetik bedeuten kann und was eine solche uns heute zu sagen hat.
Ein Projekt des Literaturforums im Brecht-Haus mit dem Arbeitskreis Politische Ästhetiken
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Vice Versa
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© Andrea Katheder, Olga Blackbird |
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Zwei Romane, zwei historische Szenen und ein gemeinsamer Blick auf Kunst im Ausnahmezustand. Miku Sophie Kühmel holt mit »Hannah« die Liebes- und Arbeitsgemeinschaft von Hannah Höch und Til Brugman aus dem Schatten des Dada und öffnet den Kanon für queere Perspektiven. Marianne Ludes macht in »Trio mit Tiger« Quappi Beckmann zur unverzichtbaren Zeugin des Exils. Beide korrigieren Blindstellen mit Archivmaterial und literarischem Zugriff. Ein unmoderiertes Gespräch über Nähe, Macht, Inspiration und die Frage, was Kunst tut, wenn die Welt kippt.
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Ticket:
Eintritt frei!
Das Verlegen von Büchern ist eine Praxis im Umbruch. Die Bedingungen von Textredaktion und -vertrieb ändern sich durch Digitalisierung und KI rasant. Aber was beinhaltet »Verlegen« überhaupt? Welche Ökonomien und welche Politiken formen diese Tätigkeit? Auf welches Wissen und auf welche Praktiken greifen Verleger:innen zurück? Auskunft gibt einer der erfolgreichsten mittelständischen Verleger der Gegenwart: Andreas Rötzer, Leiter des Verlags Matthes & Seitz Berlin. Wie ist er zum Verleger geworden? Wie gestaltet sich sein Alltag? Und wie hat es sein Verlag geschafft, ein einflussreicher Impulsgeber geisteswissenschaftlicher Debatten zu werden? Der Gesprächsabend bildet den Auftakt zu einer Serie über die Rolle von Geisteswissenschaften in der Gesellschaft. Sie erscheint mit dem Titel »Humanities in Action« ab Herbst im intercom Verlag.
In Kooperation mit der DFG-Kollegforschungsgruppe »Angewandte Geisteswissenschaften: Genealogie und Politik« (HU Berlin)
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Zeitanalyse
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Wann beginnt Faschismus? Dieser Frage geht der Autor und Psychologe Mark Terkessidis in seinem Buch »Gewalt am Denken« nach. Er untersucht, wie autoritäre Tendenzen entstehen, warum Nostalgie zur politischen Triebkraft wird und weshalb selbst progressive Kräfte Teil eines neuen Kontinuums der Gefährdung sind. Nils Schniederjahnn diskutiert mit Terkessidis über seine Thesen.
Medienpartner: Über Rechts
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Berolinenses
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Jede Berliner Epoche hat ihre speziellen Chronist:innen. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Spezies in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Heinz Knobloch. Seine Feuilletons, die er über Jahrzehnte in der »Wochenpost« schrieb, kreisen oft um Berlin. Er hat über Geisterbahnhöfe, Friedhöfe, Grünanlagen, Wege und Umwege sowie Berliner Persönlichkeiten wie Moses Mendelssohn oder die Suppenlina geschrieben und die seltsamsten Geschichten ans Tageslicht gebracht. In diesem Jahr wäre er 100 Jahre geworden. Annett Gröschner spricht mit Helmut Mehnert vom »Freundeskreis Heinz Knobloch«, der Leben und Werk des Autors lebendig halten möchte.
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Keller-Revue
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Im intimen Keller des Brecht-Hauses widmen wir uns für jeweils einen Abend dem literarischen Leben Berlins und seinen Stimmen jenseits der großen Märkte und Messen. Literarische Texte dieser Stadt von einst und jetzt werden von Autor:innen, Songpoeten, Performerinnen und Musikern präsentiert – ganz ohne große Diskussion. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Texten, Musik und Performance, gelegentlich angereichert mit Videos oder digitalen Dialogen. Dreierlei Gäste jeweils sorgen für Überraschungen, dieses Mal sind es: die Schriftstellerin Emma Braslavsky, der Dichter Tomás Cohen und die Indie-pop-Poetin Christiane Rösinger. Durch das Programm führt Martin Jankowski.
Eine Veranstaltungsreihe der Berliner Literarischen Aktion e.V. in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus
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Informationen |
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Unser gesamtes Programm gibt es hier.
Eintritt, wenn nicht anders angegeben: 6,- € / ermäßigt: 4,- €
Hier finden Sie unsere Besucher*inneninformationen.
Literaturforum im Brecht-Haus
Träger: Gesellschaft für Sinn und Form e. V.
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
030 / 28 22 003
info@lfbrecht.de
www.lfbrecht.de
Social Media: @lfbrecht
Unsere Veranstaltungen gibt es auch als Streams auf unserem YouTube-Kanal.
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