Der Begriff der Materie und – davon abgeleitet – der Begriff des Materialismus, zwar schon in der antiken Philosophie angedacht, recht eigentlich aber erst im 17. Jahrhundert als Terminus eingeführt – etwa durch Henry More oder in der Debatte zwischen Leibniz und Samuel Clarke – sind heute bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit in aller Munde, aber es gibt selten eine fachlich präzise Bestimmung dessen, was man dabei unter Materie genau zu verstehen hat und in welchen Formen diese sich in der Wirklichkeit entäußert. Nicht nur für die Philosophie Ernst Blochs ist die Frage nach einer solchen Bestimmung wesentlich. Bloch selbst hat sich umfangreich dazu geäußert. Aus heutiger Sicht bedarf es aber eines neuerlichen Versuches, um Klarheit herzustellen, vor allem angesichts der kürzlich gewonnenen Einsichten über die Zusammenhänge zwischen Physik und Metaphysik einerseits und den übrigen wissenschaftlichen Disziplinen und der Kunst (namentlich der Bildenden Kunst) andererseits. Im interdisziplinären Austausch soll versucht werden, auf alte Fragen neu zu antworten.
Ein Projekt der Ernst-Bloch-Gesellschaft e.V. unter kooperativer Mitwirkung des Instituts für Design Science München e.V. und des Literaturforums im Brecht-Haus Berlin
Hier gibt es das Programm als Flyer