Anna Seghers, als antifaschistische Autorin bekannt für ihre Romane »Das siebte Kreuz« (1942) und »Transit« (1944), hat sich bereits vor 1933 und besonders auch danach auf dem Feld Antifaschistische Literatur hervorgetan. Noch heute von Interesse ist etwa »Post ins Gelobte Land«, publiziert zusammen mit »Der Ausflug der toten Mädchen« im Jahre 1946. Diese Geschichte über eine jüdische Familie zwischen Pogrom und Solidarität auf ihrer Migrationsroute von Polen, Wien, Paris, Palästina bis (fast) nach Algerien spannt einen weiten historischen Bogen und stellt Fragen nach der Funktion des Erinnerns und dem Festhalten an einer Idee menschlicher Emanzipation. Anhand früherer und späterer Werke von Seghers fragen Wiebke von Bernstorff und Florian Kappeler in ihrem Vortrag, was antifaschistische Poetik bedeuten kann und was eine solche uns heute zu sagen hat.
Der Vortrag ist Teil der Reihe »Literaturzeit«, die Autor:innen vorstellt, die gegen den NS-Faschismus angeschrieben haben. Die Vorträge haben einführenden Charakter. Es handelt sich um ein Drop-In-Angebot, Textkenntnis ist nicht erforderlich.
Anna Seghers, »Post ins gelobte Land« (Erzählung, 1946)
Lecture von Wiebke von Bernstorff und Florian Kappeler
Mittwoch, 22.04. 18:00 Uhr
Eintritt frei!
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