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Beziehungen können privat, zwischenmenschlich, erfüllend, romantisch, funktional oder toxisch sein. Beziehungen meinen aber auch die Verhältnisse, in denen Menschen im gesellschaftlichen Kontext leben, sei es aus freier Entscheidung oder in unfreiwilliger Abhängigkeit.
Welche Rolle spielen soziale Beziehungen für gesellschaftliche Hierarchien? Wie werden Beziehungen durch materielle, symbolische und emotionale Ressourcen geprägt und welche Mechanismen tragen zu ihrer Stabilisierung oder Veränderung bei? Literarische Texte bieten einen ästhetischen Zugang zu diesen Fragen. Über die Darstellung individueller Beziehungen hinaus können sie strukturelle Dimensionen sichtbar machen.
Das Festival »beziehungsweise« fragt nach der Wechselwirkung privater und gesellschaftlicher Beziehungen. Wie drückt sich das eine im anderen aus? Und wie können diese Beziehungsweisen auf sprachlicher und erzählerischer Ebene dargestellt werden?
An fünf Abenden präsentieren jeweils vier Autor:innen eigens für das Festival verfasste oder erstmals öffentlich vorgestellte kurze Texte. Die Veranstaltungen klingen jeweils mit einer DJ-Hour aus.
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beziehungsweise. Kurze-Texte-Festival
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© Anna Giulia Zeller / LfB |
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
Eintrittskarten
Open Air bei gutem Wetter.
Die Veranstaltungen klingen mit einer DJ-Hour aus.
Maruan Paschen absolvierte nach einer Ausbildung zum Koch ein Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2018 erschien sein Roman »Weihnachten«. Er erhielt u.a. das erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats.
Thị Thanh Thảo Trần studierte Kulturwissenschaften sowie Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft. Ihre Kurzgeschichtensammlung »Wo ich herkomme« stand 2022 auf der Shortlist des Young Storyteller Award. 2024 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats, mit dem sie ihr erstes Romanprojekt »Menschen wie wir« abschließen konnte.
Luca Mael Milsch studierte Literaturwissenschaften und arbeitet als Autor:in und Übersetzer:in in Berlin. Neben literarischen Übersetzungen aus dem Englischen, zuletzt »Kinderspiel« von Claire Kilroy, und eigenen Lyrik- und Kurzprosaveröffentlichungen, erschien im März 2024 Milschs Romandebüt »Sieben Sekunden Luft«. Luca Mael Milsch kuratiert und moderiert seit 2025 die Veranstaltungsreihe »Vorgemerkt«.
Ilija Matusko hat Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Er lebt und arbeitet als freier Autor in Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Stipendien, u.a. ein Stipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt sowie ein Stipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. 2023 erschien »Verdunstung in der Randzone«. Sein Roman »Jugo« erscheint im September 2026.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
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beziehungsweise. Kurze-Texte-Festival
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© Anna Giulia Zeller / LfB |
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
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Yandé Seck arbeitet als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche, lehrt außerdem an der Uni Frankfurt und promovierte zu Mutterschaft, Migration und Psychoanalyse. 2024 erschien ihr Roman »Weiße Wolken«.
Jakob Noltes Theaterstücke wurden mehrfach prämiert und an zahlreichen Bühnen Europas gespielt. Sein Roman »ALFF« wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet, »Schreckliche Gewalten« war 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Er ist Co-Kurator der Webseite tegelmedia.net und lebt in Berlin. Zuletzt erschienen »Kurzes Buch über Tobias« (2021) und »Die Frau mit den vier Armen« (2024).
Marc Degens ist Schriftsteller und Programmleiter des von ihm mitgegründeten Verlags SUKULTUR. Er hat drei Jahre in Armenien und vier Jahre in Kanada gelebt und wohnt seit 2024 wieder in Berlin. 2025 erschien sein fünfter Roman »Verführung der Unschuldigen«, 2026 das »Lesebuch Marc Degens«.
Anna Schapiro studierte Bildende Kunst in Dresden und Jewish Studies in Stockholm. Sie stellt international aus und lehrt an verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Schapiro war Co-Kuratorin der Ausstellung »Klassenfragen – Kunst und ihre Produktionsbedingungen« (2022) in der Berlinischen Galerie und ist Gründerin und Mitherausgeberin des Magazins »Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart«.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
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beziehungsweise. Kurze-Texte-Festival
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
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Leif Randt ist der Autor von sechs Romanen und einem Kinofilm. Bisher erschienen »Planet Magnon« (2015), »Schimmernder Dunst über CobyCounty« (2011), »Leuchtspielhaus« (2009) sowie »Allegro Pastell« (2020) und zuletzt »Let’s Talk About Feelings« (2025). Seit 2017 co-kuratiert er das Onlineverlags-Label tegelmedia.net.
Christine Koschmieder ist Autorin, Übersetzerin, Literaturvermittlerin und lebt in Sachsen-Anhalt. Sie studierte Theaterwissenschaft und machte zehn Jahre Off-Theater-Arbeit in Leipzig. Ihr Debütroman »Schweinesystem« (2014) war nominiert für den aspekte Literaturpreis. 2024 nahm sie an den Tagen der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. 2026 erschien »Ein Haus für mich«.
Dilek Güngör ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihre gesammelten Zeitungskolumnen erschienen in den Bänden »Unter uns« und »Ganz schön deutsch«. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter«. Ihr dritter Roman, »Vater und ich«, stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2021. Zuletzt erschien der Roman »A wie Ada«.
Wlada Kolosowa studierte Publizistik an der FU Berlin sowie Kreatives Schreiben an der New York University, unter anderem bei Jonathan Safran Foer und Zadie Smith. Derzeit ist sie Redakteurin im Familienressort der ZEIT sowie freie Journalistin und Kolumnistin. Sie veröffentlichte Romane, Sachbücher und Kurzgeschichten. Ihr dritter Roman »Mutters Sprache« erschien 2025.
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Ticket:
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David Vajda studierte Philosophie und Politikwissenschaften in London und in Cambridge. Er hat freischaffend u.a. für The Guardian sowie Kurzgeschichten in der Literaturzeitschrift Edit und DUMMY veröffentlicht. Sein erster Spielfilm in Ko-Regie mit seinem Bruder feierte auf der 71. Berlinale Premiere. Für seinen Debütroman »Diamanten« (2025) erhielt er das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats. David Vajda lebt als freier Autor und Regisseur in München und Wien.
Gün Tank ist Autorin und Moderatorin. Sie war Kuratorin der Ausstellung »22:14 ... und es kamen Frauen« (2011), zu den ersten Arbeitsmigrantinnen der Bundesrepublik und der Veranstaltungsreihe CrossKultur. »Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter« ist ihr Debütroman, der 2024 für das Maxim Gorki Theater adaptiert wurde.
Fikri Anıl Altıntaş ist Schriftsteller und Publizist. Er studierte Politikwissenschaft, Ethnologie und Osteuropastudien in Tübingen, Istanbul und Berlin – und schreibt über Männlichkeiten, Antifeminismus und die Frage, wie migrantisch-muslimische Identität verhandelt wird. 2023 debütierte er mit dem autobiografisch grundierten Roman »Im Morgen wächst ein Birnbaum«, 2024 folgte der Lyrikband »Geografie der Unruhe«, 2025 der Roman »Zwischen uns liegt August«.
Katja Kullmann lebt und arbeitet als Erzählerin und Essayistin in Berlin-Wedding. Die filigrane Mechanik von sozialer Distinktion ist ihr Lieblingsthema. Sechs Bücher hat sie bislang veröffentlicht, darunter die Reportage »Rasende Ruinen. Wie Detroit sich neu erfindet« (2012), den Essay »Die Singuläre Frau« (2022) und zuletzt den Roman »Stars« (2025). Aktuell arbeitet sie an Nummer sieben. Webseite: katjakullmann.de
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Yannic Han Biao Federer lebt und arbeitet als freier Autor in Köln. Erschienen sind bisher seine Romane »Und alles wie aus Pappmaché« (2019) und »Tao« (2022), außerdem »Für immer seh ich dich wieder«, eine autobiografische Erzählung vom Verlust seines Sohnes. Die Uraufführung seines Theaterstücks »ASIAWOCHEN« eröffnete 2026 den 43. Heidelberger Stückemarkt.
Esther Becker lebt als Dramatikerin und Schriftstellerin in Berlin. Sie veröffentlichte Texte in diversen Magazinen und Anthologien. Mit der Gruppe bigNOTWENDIGKEIT realisierte sie zahlreiche Performances und Installationen. Sie ist Gastdozentin für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2021 erschien ihr Debütroman »Wie die Gorillas« (2021). 2025 erschien ihr Erzählband »Notfallkontakte«.
Jessica Mawuena Lawson lebt in Süddeutschland, arbeitet in einer Unterkunft für Geflüchtete und studiert Literatur- und Kulturtheorie. Nach ihrem Volontariat im Arena Verlag arbeitet sie zudem als freie Sensitivity Readerin und Lektorin. Ihr Debütroman »KekeIi« erschien 2026. Wie dessen Protagonistin hat auch sie einen deutsch-togoischen Background.
Necati Öziri hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin studiert. An der Ruhr-Universität Bochum unterrichtete er formale Logik. Als Theaterautor schrieb er für das Maxim Gorki Theater, das Nationaltheater Mannheim und das Schauspielhaus Zürich. Als Kurator leitet er zudem das Internationale Forum des Theatertreffens der Berliner Festspiele. 2023 veröffentlichte er seinen Debütroman »Vatermal«.
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Für nähere Informationen zum Programm, Vermittlung zu den Teilnehmenden und Akkreditierungen zu den Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an:
Lutz Klüppel
Mail: klueppel@lfbrecht.de
Tel: 0163 1318 388
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