Berlin – Rostiges Herz

/ 2018

In einer Post-Klimakatastrophen-Zukunft liegt Berlin am Meer. Die Menschen dort haben zivilisatorisch noch einmal neu anfangen müssen und im Spannungsfeld von Technik und Magie hat die Stadt zu neuer und ganz anderer Größe auf den Ruinen unseres heutigen Berlins gefunden. Liebevoll beschreibt Stoffers eine Art „Maker-Culture“; Bastler*innen und Erfinder*innen im Schatten der mächtigeren kapitalistischen Zuckerindustriellen und Magier*innen. Die beiden Hauptfiguren, Erfinderin Mathilda und Magier Fidelio, lieben dieselbe Frau, die an ihrem Geburtstag mit vergifteten Macarons ermordet wird. Mathilda gerät unter Mordverdacht, und im Versuch, ihre Unschuld zu beweisen, kommt sie einem Intrigengeflecht auf die Spur, das von Berlins Erfinder*innen bis hinauf in die zaubernde Elite führt.

 

Warum lesen

„Berlin – Rostiges Herz“ ist ein sinnliches Buch, das nicht nur visuelle Bilder entstehen lässt, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten beinahe erlebbar macht. Dazu kommt das echte Highlight dieser Zukunft: Heteronormativität und Zwangsheterosexualität sind nicht mehr. Stoffers, selbst queer und nichtbinär, zeigt, wie Steampunk aussehen kann, wenn es das Biedermeier-Korsett ablegt.

Auf der Liste:
Progressive Phantastik

Originär deutschsprachige politische Fantasy und Science-Fiction