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Schwerpunkt: Umwelten



Fr 14.08.Fr 21.08.



Umwelten

Literatur zwischen Öko- und Technosphäre

 

Die rasante Neuordnung unseres Verhältnisses zu unseren natürlichen und künstlichen Umwelten ist nicht nur Gegenstand der Literatur, sondern literarische Texte treiben diesen Erkenntnis- und Selbsterkenntnisprozess aktiv voran. Als sprachliche Kunstform sind sie geeignet, neue Positionen sowohl diskursiv zu formulieren als auch sinnlich erfahrbar zu machen. Doch welchen Zugang zur Umwelt besitzt Literatur in ihrer Sprachlichkeit? Welche Formen von Nature Writing gibt es? Bildet das Anthropozän besondere Poetiken heraus? Wie geht Literatur mit unsicherem Wissen in der Klimafrage um? Diesen und anderen Fragen gibt die Projektwoche mit Lesungen und Gesprächen ein Forum.

 

Projektleitung Steffen Richter

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Präsentiert von Deutschlandfunk Kultur und »Dritte Natur. Technik - Kapital - Umwelt« / Matthes & Seitz Berlin


Zurückliegende Veranstaltungen
Fr 21.08.
19:00
Lesung, Gespräch

Jahreszeiten sind produktive Bildspender für literarische Texte. Seit Ovids »Metamorphosen« werden sie in der westlichen Kultur mit präzisen Attributen versehen, sie verknüpfen Erinnerungen an Erlebtes mit Erwartungen des Zukünftigen. Sie können der Literatur Takt oder Rhythmus verleihen und sich in Poetiken einschreiben. Wie aber reagieren literarische Texte, wenn diese Jahreszeiten in der Klimakrise an Kontur verlieren – wenn die Furcht... weiterlesen

Do 20.08.
20:00
Lesung, Gespräch

Symposium II: Natur – Maschine – Mensch   In literarischen Texten gestaltet sich das Verhältnis von Mensch und Tier oft vielfältiger als in der außertextlichen Realität. Literatur kann versuchen, nicht nur über, sondern mit Tieren zu denken und sie gleichermaßen als Eigenes wie Fremdes zu begreifen. Tiere können vertraute Begleiter sein, als Einzelne in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen und verstanden werden... weiterlesen

Do 20.08.
17:30
Podiumsdiskussion

Symposium II: Natur – Maschine – Mensch   Immer hat der Mensch nach Möglichkeiten des Ausgleichs seiner Mängel gesucht, seine Optimierung angestrebt und dabei die Verschaltung mit verschiedensten „Maschinen“ genutzt. Sei es die Brille, der Herzschrittmacher oder das Smartphone – Prothesen aller Art weisen ihn als „unfertig“ aus. Wie aber ändert sich dabei sein Selbstbild? Ist das Mögliche immer wünschenswert?... weiterlesen

Do 20.08.
15:00
Podiumsdiskussion

Symposium II: Natur – Maschine – Mensch   In dem Maße, in dem Tiere aus dem Alltag der Menschen verschwanden, wurden sie in speziellen Räumen eingehegt. Zoologische Gärten, oft ausgestattet mit exotischen, aus den Kolonien nach Europa verschleppten Lebewesen, entstanden als Akt der Musealisierung von Tieren und Ausdruck eines Herrschaftsverhältnisses, das selbst noch Voraussetzung für Mastanlagen und Legebatterien heutiger Tage... weiterlesen

Mi 19.08.
19:00
Lesung, Gespräch

Zum einen ist Natur im wirtschaftlichen Kalkül über Jahrhunderte hinweg als „billige“ Ressource behandelt worden, zum anderen weckt sie gerade im Zeichen ihrer Verknappung ökonomische Begehrlichkeiten und entfacht kriminelle Energien. Welche Auswirkungen haben diese Praktiken auf das Klima und damit auf unseren Alltag heute und in der Zukunft? Welche unterschiedlichen Szenarien entwerfen Roman und Sachbuch – und mit welchem Wirkungspotenzial?... weiterlesen

Natur ist im Unterhaltungsroman, in politischen Manifesten, wissenschaftlichen Studien, Ratgebern oder Geschenkbüchern in zunehmendem Maße Bestandteil von Verlagsprofilen geworden. Sogar das Sortiment von Buchhandlungen kann sie bestimmen. Dabei stellen sich Fragen nach der besonderen Ökonomie und den Perspektiven dieses Naturbuchmarkts: Welche Funktionen hat Natur in den verschiedenen Publikationsformen? Gibt es eine spezifische Käuferschicht, die gezielt angesprochen wird? Handelt es sich... weiterlesen

Aus organisatorischen Gründen muss diese Veranstaltung leider ersatzlos entfallen. ********** Die digitale Mediengesellschaft ermöglicht überraschende neue Formen des „Naturschreibens“ – etwa in den Erzählungen von Computerspielen. Die Veranstaltung zu den Erscheinungsweisen von „Natur“ in Computerspielen findet als Workshop statt.... weiterlesen

Mo 17.08.
19:00
Lesung, Gespräch

Dass Nature Writing eine angelsächsische Veranstaltung sei, die im deutschen Sprachraum keine Heimstatt hat, ist längst nicht mehr wahr. Seit einigen Jahren boomt das „Naturschreiben“ auch in der deutschsprachigen Literatur. Doch unter diesem Label versammeln sich sehr unterschiedliche Formen und Formate: Beschreibungsprosa kann das Ich aus dem Text eliminieren und so das Verhältnis von Mensch und Umwelten neu bestimmen, Biologie... weiterlesen

Sa 15.08.
20:00
Lesung, Gespräch

Symposium I: Umwelt – Natur – Anthropozän   Sichtbar wird das Anthropozän oft in naturwissenschaftlichen Befunden: in Zahlen, Karten, Diagrammen oder Statistiken. Wie kann Literatur diese Situation produktiv machen? Sollte sie den Graben zwischen geistes- und naturwissenschaftlicher Kultur schließen und das Quantitative in ihre Texte holen, oder umso mehr auf die Potenziale der poetischen Sprache bauen? Gibt es bereits Poetiken... weiterlesen

Sa 15.08.
17:30
Podiumsdiskussion

Symposium I: Umwelt – Natur – Anthropozän   Die Zahlen zur Kohlenstoffdioxid- oder Methankonzentration in der Atmosphäre sprechen eine klare Sprache, Mikroplastik im Indischen Ozean liefert gespenstische Bilder, Futtermaisfelder in der Uckermark vertrocknen mittlerweile vor unseren Augen – die Klimakrise ist längst keine theoretische Behauptung mehr, sondern sinnlich fassbar geworden. Sie signalisiert dringenden Handlungsbedarf. Warum aber schlägt Einsicht nicht oder... weiterlesen

Sa 15.08.
15:00
Podiumsdiskussion

Symposium I: Umwelt – Natur – Anthropozän   Der Mensch, das besagt die geochronologische Epochenbezeichnung Anthropozän, ist zum geologischen Faktor geworden. Was in den Naturwissenschaften zu Diskussionen um geologische Marker, golden spikes und planetarische Grenzwerte führt, sorgt in den Kulturwissenschaften für eine Neubestimmung zentraler Begriffe: Was heißt Mensch, was Natur, was Technik? Wie verhalten wir uns in einer Situation, in... weiterlesen

Fr 14.08.
19:00
Lesung, Gespräch

Die Auftaktveranstaltung der Projektwoche fragt nach gegenwärtigen Feldern, Formen und Techniken der literarischen Auseinandersetzung mit verschiedenen natürlichen und künstlichen Umwelten. Welche unterschiedlichen Herangehensweisen praktizieren Lyrik und Epik – und bestimmte Gedicht- oder Romanformen? Gibt es dabei neben der Thematisierung von besonderen Gegenständen spezifische Perspektiven, Akteure oder Zeit- und Raumvorstellungen?... weiterlesen

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