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Schwerpunkt: Franz-Kafka-Woche

© Stroemfeld Verlag


Mo 07.07.2014Fr 11.07.2014



Franz-Kafka-Woche

Eine Woche für Franz Kafka!

 

Nahezu weltweit gilt Franz Kafka als eine der Gründungsfiguren der literarischen Moderne, sein Einfluss auf bedeutende Autoren zahlreicher Sprachen ist auch gegenwärtig spürbar. Dennoch ist der Blick auf ihn eigentümlich verstellt. Denn die beispiellose Fülle von Deutungen, die sich seinem Werk widmen, stempelt ihn zu einem überaus schwierigen Autor ab, der voraussetzungslos gar nicht lesbar ist, während Kafka als populäre Figur kaum mehr zu bieten hat als ein Markenzeichen: das ›Kafkaeske‹.

 

Die Themenwoche unternimmt einen Rundgang um Kafka, bei dem auch andere, weniger geläufige Motive seines Lebens und Werks in den Blick genommen werden: nicht zuletzt die uns sonderbar anrührende Art seiner Produktivität und die stets originellen Antworten, die er auf Ideologien, technische Neuerungen und soziale Umbrüche fand. Es geht dabei vor allem um das Rätsel, warum wir ihn, jenseits aller Klischees und trotz der historischen und kulturellen Entfernung, noch immer als Zeitgenossen empfinden. Worin genau besteht Kafkas Modernität und Aktualität, und warum scheinen seine Werke langsamer zu altern als die anderer Autoren seiner Zeit?

 

Projektleitung: Reiner Stach

Zurückliegende Veranstaltungen
11.07.14
20:00
Diskussion

Einen Autor können wir als aktuell empfinden aus zwei Gründen: einerseits, weil uns seine Sprache, sein Stil, seine literarischen Formen als ‚unverbraucht‘ erscheinen und darum unmittelbar ansprechen; andererseits, weil wir aus seinen Texten eine Botschaft herauslesen, die sich auf unsere gegenwärtigen politischen und sozialen Zustände beziehen lässt. Bei Kafka gab es schon immer beides, in wechselnden Mischungen. Und kein Autor... weiterlesen

10.07.14
20:00
Diskussion

Als Angestellter der Arbeiter-Unfallversicherung war Kafka unter den zeitgenössischen Autoren sicherlich der beste Kenner der mechanisierten Arbeitswelt. Weniger gegenwärtig ist den heutigen Lesern jedoch, dass Kafka noch eine ganze Reihe weiterer technologischer Schocks erlebte, die er teils abzuwehren suchte, teils aber auch mit großer Neugier aufnahm und literarisch produktiv machte: die ersten Grammophone, Telefone, Kinos, Autos und Flugzeuge, bis hin... weiterlesen

09.07.14
20:00
Diskussion

Frauenfiguren spielen in Kafkas Werken eine oft entscheidende und doch ungreifbare und rätselhafte Rolle. Sie provozieren unweigerlich die Frage, ob wir es mit einer Variation des damals herrschenden Frauenbilds zu tun haben — gegen das auch Kafka keineswegs immun war —, oder aber mit Widerspiegelungen wirklicher Erfahrungen, nicht zuletzt auch solchen weiblicher Emanzipation. Aus seinen Tagebüchern und Briefen wissen wir,... weiterlesen

08.07.14
20:00
Diskussion

Kafka galt jahrzehntelang als unwiderstehlicher Meister des Albtraums. Dass seine Geschichten dennoch mit Komik imprägniert sind, sogar in ihren schwärzesten Momenten, darin sind sich inzwischen viele Leser einig. Ebenso klar ist jedoch, dass man Kafka nicht als humoristischen Autor lesen kann, der den Schrecken durch ein ‚befreiendes‘ Lachen bloß zu entschärfen versucht — selbst dann nicht, wenn er die Mittel... weiterlesen

07.07.14
20:00
Diskussion

Kafkas Nachlass enthält nicht nur seine drei unvollendeten Romane, sondern Hunderte von Prosa-Fragmenten verschiedensten Umfangs, außerdem Tagebücher und Briefe: eine der am meisten verwinkelten Schatzkammern, welche die deutschsprachige Literatur zu bieten hat, und überdies mit einer spektakulären Überlieferungsgeschichte. Doch diese Schätze geben Rätsel auf. Was hat es zu bedeuten, dass Kafka so wenige seiner literarischen Texte selbst veröffentlicht hat? Warum... weiterlesen

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