
Do. 18.06. – Fr. 19.06. / Tagung
Treue zur Nuance
2026 wäre die Literaturwissenschaftlerin, Essayistin und Schriftstellerin Silvia Bovenschen (1946–2017) achtzig Jahre alt geworden. Ihre Dissertation »Die imaginierte Weiblichkeit« (1979) gilt heute als Standardwerk der feministischen Literaturwissenschaft, in zahlreichen Essays widmete sie sich so unterschiedlichen Themen wie der Mode, der Freundschaft, dem Verhältnis von Mensch und Tier, der Pornographie oder der Idiosynkrasie (»Über Empfindlichkeit. Spielformen der Idiosynkrasie«, 2000). Nach ihrem Bestseller »Älter werden« (2006) veröffentlichte sie fünf Romane sowie die singuläre Liebeserklärung an ihre Partnerin, die Malerin Sarah Schumann, »Sarahs Gesetz« (2015). Die Tagung erinnert an ein eigensinniges Denken zwischen allen Stühlen, das der politischen Frage ebenso konsequent folgt wie dem individuellen Impuls.
Konzeption und Organisation Robert Zwarg