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Veranstaltungsreihe: Streitfall Drama
Streitfall Drama

Gegenwartsdramatik ist weniger ein einheitliches Korpus von Textverfahren als vielmehr ein Prozess voller Widersprüche. In ihm wird verhandelt, welche Ästhetiken als produktiv gelten und sich durchsetzen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Poetologien und Schreibpraxen konkurrieren derzeit miteinander. Die Gesprächsreihe „Streitfall Drama“ stellt diese vor und bereitet den Kontroversen um das Schreiben von Stücken eine Bühne. Jeweils zwei Autor:innen mit einander widersprechenden Positionen diskutieren darüber, wie ein Stück heute beschaffen sein sollte, welche Formen zeitgemäß sind und welche politische Funktion die Dramatik einnehmen kann.

Eine Kooperation mit nachtkritik.de, unterstützt vom Deutschen Literaturfonds
Zurückliegende Veranstaltungen
Di 29.11.
20:00
Diskussion

Theresia Walser und Falk Richter, zwei der renommiertesten Akteur*innen des Gegenwartstheaters, diskutieren die Frage, mit welchen Poetiken die Gesellschaft abgebildet, analysiert und kritisiert werden kann. Sollte das Stück sein Material direkt aus dem politischen Diskurs schöpfen oder ist eine größere Distanz förderlich? Welche Bedeutung nehmen Handlung, Figuren und Sprache ein, welche die Recherche oder die Persönlichkeiten der Schauspieler*innen?... weiterlesen

Bühne oder Gesellschaft – Wo das Stück spielt
Mi 09.11.
10:00
Gespräch, Video Podcast

Marta Górnicka und Yael Ronen inszenieren ihre Texte stets selbst und das, ohne Deutsch zu beherrschen. Beide eint darüber hinaus ein großes Interesse an gesellschaftlichen Debatten. Doch schlägt sich dieses in sehr unterschiedlichen Ästhetiken nieder. Górnicka versammelt Chöre um sich, mit denen sie die sozialen und politischen Konflikte zum Sprechen, Klingen und Schreien bringt. Ronen arbeitet oft mit den... weiterlesen

Schreibtisch oder Körper – Wo Text entsteht
Mi 19.10.
10:00
Gespräch, Video Podcast

Fluchend stößt der Mensch ein Wort im Affekt hervor, die Sprache wird mitgerissen von plötzlichem Zorn, von Schmerz oder Empörung. In einem Stück von Caren Jeß ist von einem „Dreckspfau“ die Rede, von einem „scheiß egoistischen Miestvieh“, einem „Wichser“ und „Spast“. Lydia Haider ätzt über „Fetzengestelle“, „Drecksfudel“ und „fiese Fischgeburten“. Beim Schimpfen treffen sich zwei Dramatikerinnen mit sehr... weiterlesen

Gestalten oder Vernichten – Welchen Zielen die Sprache dient
Do 06.10.
10:00
Gespräch, Video Podcast

In den Arbeiten von Anne Habermehl und Ilia Papatheodorou (She She Pop) tritt der Einzelne mit seinen Wünschen, Ängsten und Sehnsüchten gegen höhere Mächte an: gegen Geschichte, Gesellschaft und Strukturen. Das Politische wird so im Biografischen erkennbar. Doch diese Konflikte verhandeln die beiden mit unterschiedlichen Mitteln. Während Habermehl sich der Fiktion verschreibt und Handlungen entwirft, schöpft Papatheodorou aus... weiterlesen

Aushandeln oder Erzählen – Wenn Privates politisch ist
Mi 03.08.
10:00
Gespräch, Video Podcast

Wie wird aus einem Stoff ein Theatertext? Gegenwärtige Schreibweisen finden sehr unterschiedliche Antworten auf diese Frage. Während das Drama sein Material in Geschichten organisiert, misstrauen postdramatische Ästhetiken der Ansicht, dass sich prinzipiell jedes Thema mittels Figuren und Konflikten verhandeln ließe. Sie suchen stattdessen stets nach neuen Formen, die oft auch die Grenzen der Bühne neu ausloten. Mit der... weiterlesen

Inhalt oder Form – Was zuerst da ist
Mi 01.06.
10:00
Gespräch, Video Podcast

Die zeitgenössische Dramatik ist inhaltlich wie formal vielfältig, in einer Hinsicht jedoch äußerst homogen. Kaum ein:e Autor:in würde von sich sagen, das eigene Werk sei unpolitisch. Wie aber lässt sich ein politischer Anspruch erfüllen? Genügt es, dass ein entsprechendes Thema verhandelt wird? Schließt dieses Ziel bestimmte poetologische Mittel ein und andere aus? Und wie lässt sich der Erfolg... weiterlesen

Beschreiben oder Befreien? – Zur politischen Dramatik
Mi 04.05.
10:00
Gespräch, Video Podcast

Konflikte galten lange als die Motoren des dramatischen Schreibens. Sie treiben die Handlung voran, in deren Verlauf beim Publikum Erkenntnisse gefördert und Emotionen geweckt werden. Doch diese Struktur erfährt im Theater seit einiger Zeit Konkurrenz durch Stücke, die sich von einer klaren Verortung in der Szene befreien. Oft werden diese offeneren Formen unter dem Begriff „Textfläche“ zusammengefasst. Sie... weiterlesen

Szene oder Fläche – Wie ein Text Form annimmt

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