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Veranstaltungsreihe: Back to normal?
Back to normal?

Kritische Bestandsaufnahme des Begriffs Normalität

 

Viele fordern dieser Tage eine Rückkehr zur „Normalität“. Was bedeutet der gegenwärtige Wunsch nach „Normalität“ für die Kunst und die Kultur? Wie muss, darf, kann, soll die Literatur darauf reagieren? Haben Schriftsteller:innen überhaupt die Aufgabe, sich mit „Normalität“ auseinanderzusetzen? Oder ist es kennzeichnend für Literatur, dass sie sich darüber erhebt?

 

Gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.
Zurückliegende Veranstaltungen
Mi 16.06.
19:00
Gespräch, mit vor-Ort-Publikum

Je normaler, desto radikaler: „Subversion durch Affirmation“ lautet eine immer wieder neu belebte Formel der Gegenkultur. Das Prinzip: Nur durch die Überanpassung an vermeintliche Normalität lässt sich deren Herrschaft aufzeigen, unterwandern – und letztlich brechen. Vorläufer war der Situationismus, modernere Beispiele sind die Kulturtechniken des Adbusting, des Hacking und des Mode-Begriffs „Normcore“. Ist das Beharren auf dem Gewöhnlichen, der bewusst gewählte Gestus des „Stinknormalen“... weiterlesen

„Normcore“: Normalität als Provokation?

Trans, Inter, Cis, X, hetero, homo, bi, asexuell oder polyamor: Fluide Geschlechteridentitäten, Begehrenskonstellationen und Liebesformationen gesellen sich als neue Normalitäten zur heterosexuellen Kernfamilie. Wie verändert sich die Sprache und schließlich auch die Literatur? Die Love Story ist seit der Antike ein klassischer Plot. Welche Liebesgeschichten werden wir uns in fünfzig Jahren erzählen?... weiterlesen

„Neue Selbstverständlichkeit“: queere Normalitäten

Fantastische Mythen ranken sich um das „eine Prozent“ der Gesellschaft: Superreiche leben abgeschottet in einer Parallelwelt, so wirkt es, und am anderen Ende der Leiter steht ein Heer aus namenlosen Prekarisierten, die neue Dienstleistungs-Working-Class. Die „soziale Schere“ zwischen Arm und Reich klaffe immer weiter auseinander, heißt es, die gesellschaftliche „Mitte“ als Heimat des ehemals Normalen scheint sich aufzulösen.... weiterlesen

Ottonormalverdiener? Von Wohlstand und Armut

Vom Gender Pay Gap profitieren, vom deutsch klingenden Namen, von der weißen Hautfarbe: Viele Menschen nehmen als Normalität wahr, was Privilegien sind. Gegen diese „Normalitäten“ erheben sich immer mehr Stimmen, unüberhörbar, auch in der Literatur. „Checkt eure Privilegien“ lautet eine Parole aus dem Kampf gegen Rassismus, Sexismus und Klassismus. Wie lassen sich Mechanismen von Unterdrückung und Ungleichheit besser... weiterlesen

Privilegien der Norm

Kann ein Kühlschrank zum Held eines politischen Romans werden, der Streit um einen Sitzplatz Thema eines Gedichts? Werbeplakate, Hinweisschilder, Tweets: Welchen literarischen Gehalt haben solche „Botschaften aus der Normalität“? Ist Realismus wieder schick? Wie viel davon braucht die Literatur heute? Oder muss sie die sogenannte Normalität, Freude und Schrecken, nicht eher verfremden, um sie in all der Unübersichtlichkeit... weiterlesen

Literarische Spiele mit Normalität

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, der Alltag, die „guten Sitten“: Was prägt unsere Vorstellungen von Normalität? Ist sie eher eine willkommene Richtschnur oder ein harscher Befehl? Ein Möglichkeitsraum oder ein Gefängnis? Neues Bürgertum und neues Prekariat, „Abgehängte“ und „Kosmopolit*innen“: Konkurrieren nicht längst verschiedene Realitäten und ihre je ganz eigenen „Normalitäten“ miteinander?... weiterlesen

Normalität. Eine gefährliche Fiktion?

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