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Christian Geisslers Anfrage
© Peter Worm

Mi 14.06.2023
Lesungen, Gespräche
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Christian Geissler, Jahrgang 1928, erzählt in seinem Roman von einer jüdischen Familie vom Jahr 1923 bis zu ihrer Deportation im Oktober 1941, vom nicht–jüdischen Gärtner, der ihr Freund war und zugeschaut hat, einem jüdischen Verwandten aus Amerika, der sich gerne das Haus der Familie ansehen möchte und von einem jungen Soldaten, der kurz vor Kriegsende noch sein Bein verloren hat, sich aber nicht für ein Einzelschicksal interessiert. Protagonist ist der junge Klaus Köhler, der im Jahr 1958 wissen will, wie das alles geschehen konnte, wer Verantwortung übernimmt und welche Lehren daraus gezogen werden. Dabei erlebt er, wie im Amt für Wiedergutmachung Hitlers Geburtstag gefeiert wird, ein Abgeordneter und Unternehmer meint, die Juden seien doch selbst schuld gewesen und eine alte Heimatvertriebenen über »russische Banditen« und »polnisches Gesindel« klagt. Am Ende geht Köhler einem der Täter an die Gurgel. Anlässlich der Neuausgabe von Christian Geisslers Roman »Anfrage« soll die Rolle der Literatur in der Diskussion um Verantwortung besprochen werden.

Eine Veranstaltung der Christian-Geissler-Gesellschaft, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
»Anfrage« neu lesen
© Peter Worm

14.06.23
17:00
Input, Gespräch

»Anfrage« neu lesen

Max Czollek und Veronica
Frenzel
im Gespräch mit
Ulrich Gutmair
Einführung Detlef Grumbach
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Anlässlich der Neuausgabe von Christian Geisslers Roman wollen wir ins Gespräch kommen und diskutieren: Welchen Beitrag kann die Literatur und ein Roman wie »Anfrage« leisten? Und wo bieten sich Anschlussmöglichkeiten und Impulse für die Gegenwartsliteratur, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und der Frage nach der deutschen Schuld beschäftigt?

Eine Veranstaltung der Christian Geissler Gesellschaft, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
»Anfrage« wieder lesen
© Peter Worm

14.06.23
20:00
Lesung, Gespräch

»Anfrage« wieder lesen

Es liest Michael Weber
Im Anschluss Raul Zelik im Gespräch mit Detlef Grumbach
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Im Zentrum von Christian Geisslers Roman »Anfrage« aus dem Jahr 1960 steht die Frage, wie der Nationalsozialismus möglich gewesen ist. Die Frage richtet sich an eine Gesellschaft, die dieses System und die individuellen Täter hervorgebracht hat. Welche Form der Verantwortung ist gefordert? Was müsste Entnazifizierung eigentlich bedeuten? Wie kann oder muss eine wirksame Strategie gegen Antisemitismus und neofaschistische Tendenzen aussehen, damit ihnen endlich der Nährboden entzogen wird?

Eine Veranstaltung der Christian Geissler Gesellschaft, gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien