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14.02.13
20:00
Gespräch
„Wir müssten uns die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren…“ Menschen- und Gesellschaftbilder bei Georg Büchner und Bertolt Brecht
Mit Durs Grünbein und Michael Hagner
Moderation: Holger Teschke
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

„Was haben die Schädelnerven der Wirbeltiere mit Dichtung zu tun?“, fragte Durs Grünbein in seiner Dankesrede zum Büchner-Preis 1995 und führte seine Überlegungen zum Zusammenhang von Physiologie und Poetik bis zu Brechts „Untergang des Egoisten Fatzer“ und dessen Antwort auf die Frage „Was ist ein Toter ?“. Die Fragen nach dem Einfluss der Naturwissenschaften auf das „Theater des wissenschaftlichen Zeitalters“ sind längst nicht beantwortet, sie sind vielleicht noch nicht einmal hinreichend formuliert. Michael Hagner hat am Beispiel der Geschichte der Hirnforschung gezeigt, wie Ideologie und Ökonomie auch hier bis in die gegenwärtigen Diskurse eingreifen und sie beeinflussen – und dass auch Büchners Frage noch nicht beantwortet ist : „Was ist das, was in uns lügt, stiehlt, hurt und mordet?“

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