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15.02.07
20:00
Gespräch
Werner Liersch: Kleiner Mann – wohin. Wie der Dichter Hans Fallada im Februar 1947 allein stirbt. Zu seinem 60. Todestag.
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Persönlich ist er am Kriegsende sowieso aus allen Bindungen gefallen. Im mecklenburgischen Carwitz ist die Ehe gescheitert, das kriegszerstörte Berlin, wohin er im September 1945 mit der jungen Morphinistin Ursula Lasch kommt, stellt eine unsichere Zuflucht dar. Auch politisch sitzt er zwischen den Stühlen. Im Grunde ist Fallada aus Mecklenburg vor den Zumutungen der Russen geflohen. Doch wagt er im Juli 1946 im Gespräch mit einem englischen Geheimdienstoffizier nicht mehr, als seine Chancen auf der anderen Seite zu sondieren. In den "Westzonen" wird er als Nazi beschimpft. Lange Jahre wurden "politisch brisante Schriftstücke" unterdrückt, die von den Erfahrungen des Ausweglosen mit der sowjetischen Besatzungsmacht handeln. Fallada starb am 5. 2. 1947 in Berlin.

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