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Verletzbarkeit als emanzipatorische Praxis
Do 29.04.
20:00
Diskussion
Verletzbarkeit als emanzipatorische Praxis
Mit Paula Fürstenberg, Lea Schneider und David Wagner
Moderation Nina Schmidt
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Scham ist ein ausgesprochen politisches Gefühl – es legt Tabus, Vorurteile und gesellschaftliche Do´s und Dont´s frei. Gerade Scham und Tabu sind wichtig, wenn über psychische Erkrankungen gesprochen wird. Was kann preisgegeben werden? Wo wird die Grenze zum Zwecke des Selbstschutzes gezogen? Doch im literarischen Beschreiben des Beschämenden liegt auch ein großes emanzipatorisches Potential.



Paula Fürstenberg Jahrgang 1987, studierte sie am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Seit 2011 lebt sie als Autorin und Schreib-Coach in Berlin. Ihr Debütroman »Familie der geflügelten Tiger« erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. Aktuell arbeitet sie ihrem zweiten Roman.


Lea Schneider lebt als Lyrikerin, Essayistin, Literaturkritikerin und Übersetzerin chinesischer Gegenwartsliteratur in Berlin. Seit 2019 promoviert sie zum Thema Verletzbarkeit als Phänomen in der Gegenwartsliteratur an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der FU Berlin. Zuletzt erschien das Buch »made in china« (2020).


David Wagner lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Roman »Leben« (Preis der Leipziger Buchmesse 2013 und Best Foreign Novel of the Year 2014 in China) erzählt von einem Jahr im Krankenhaus und einer Organtransplantation. 2014 war er erster Inhaber der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur an der Universität Bern. In seinem 2019 erschienenen Roman »Der vergessliche Riese« (Bayerischen Buchpreis 2019) berichtet er von der schleichenden Demenz einer Vaterfigur.


Nina Schmidt ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist im Rahmen des von der Einstein Stiftung Berlin geförderten Projekts "Graphic Medicine and Literary Pathographies: The Aesthetics and Politics of Illness Narratives in Contemporary Comics and Literature" (2016-2021) an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der FU Berlin als Postdoktorandin tätig. 2018 veröffentlichte sie ihr erstes Buch "The Wounded Self: Writing Illness in Twenty-First-Century German Literature." Nina ist außerdem u.a. Co-Herausgeberin des Sammelbands "The Politics of Dementia: Forgetting and Remembering the Violent Past in Literature, Film and Graphic Narratives", der 2021 bei De Gruyter erscheint.


Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.; Vergabe durch die ALG

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