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© Gerhard Steidl

08.07.16
19:00
Podiumsdiskussion und Lesung
V. Literatur und Kritik: „Überschlau studierte Analphabeten und telegene Scharfrichter“?
Mit Sigrid Löffler, Christof Siemes, Volker Neuhaus und Rebecca Braun
Moderation: Dieter Stolz
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Als Schriftsteller und Intellektueller war Günter Grass in der deutschen Kultur- und Medienlandschaft seit Jahrzehnten und in zunehmendem Maße präsent. Debatten, die von Grass angestoßen wurden, oder seine eigene Person zum Gegenstand hatten, waren dabei gerade in den letzten Jahren so ausgreifend, dass seine Literatur darüber nahezu in Vergessenheit zu geraten schien. Die öffentlichen Reaktionen auf seinen Tod verorteten hingegen das Werk des Schriftstellers in den ersten Rängen des deutschen Literaturkanons. Zahlreiche Institutionen, die sich der Erforschung, Dokumentation und Vermittlung seiner Literatur und Kunst widmen, unterstützten bereits zu Lebzeiten die frühe Historisierung des Autors und Zeitgenossen. Eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“ ist im Fall eines so umfangreichen wie über die Grenzen von Kunst und Literatur hinaustretenden Wirkens ebenso interessant wie schwer zu formulieren. Einen Versuch wagen die Kritikerin Sigrid Löffler, Christof Siemes, Redakteur im Feuilleton der ZEIT, Volker Neuhaus, Grass-Biograph und langjähriger Herausgeber der Werkausgaben des Literaturnobelpreisträgers, sowie die englische Germanistin Rebecca Braun, die sich intensiv mit Autorschaftskonzepten beschäftigt hat.

 

Lesung  aus „Vonne Endlichkait“ zum Abschluss der Grass-Woche: Thomas Klees

Mit freundlicher Unterstützung der Günter und Ute Grass Stiftung
Medienpartner: Kulturradio vom rbb


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