
Sommerfest im Brecht-Haus
Brechts (un)amerikanische Umtriebe
Chausseestr. 125, 10115 Berlin
MarcAnns Café bietet im Hof Speisen und Getränke an.
Brecht hatte es nicht immer leicht in den USA, wohin er 1941 vor dem Faschismus geflohen war. Zwischen Hollywoodstars und Henkern, Mafiosi und Monopolisten erfuhr er bald die Grenzen seiner wiedergewonnenen Freiheit. Nachdem er im Oktober 1947 vor dem US-Kongress verhört wurde, rettete er sich vor seinen Rettern mit einer letzten Fluchtaktion: zurück nach Europa. Das diesjährige Sommerfest macht diese Ereignisse mit lyrischen Interventionen, Museumsführungen, Musik und unbekannten Schätzen aus dem Archiv zum Thema. Am Abend ist Brechts verschlagener Auftritt vor dem »Komitee für unamerikanische Umtriebe« nochmals auf der Bühne zu erleben: viel Marx, eher Groucho als Karl. Anschließend tragen Lesepat:innen in der Geisterstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Texte von Künstler:innen vor, die dort bestattet sind.
Programm
15:00 Uhr (Hofbühne)
Begrüßung
ab 15:30 Uhr (Hofbühne)
Simon Grote Klavier
16:00 Uhr (Saal des Literaturforums)
»Kalle und Ziffel reisen nach Amerika«
Ein Dialog von und mit Grischa Meyer und Holger Teschke zur Ausstellung »Bertolt Brechts Papierkrieg«
18:00 Uhr (Hofbühne)
Jakob Dobers Konzert
19:30 Uhr (Saal des Literaturforums)
»(Un)Amerikanische Umtriebe«
Brecht vor dem House Committee on Un-American
Activities (HCUA) als szenische Lesung.
Mit Noé Lausch, Jakob Lundblad und Florian Müller
21:00 Uhr (Dorotheenstädtischer und Französischer Friedhof)
»Geisterstunde«
Lesungen – mit musikalischer Untermalung
U.a. mit Peter von Becker, Christoph Dieckmann, Esther Esche, Christian Filips, Wera Herzberg, Ekkehard Maaß, Robert Mießner, Kristin Schulz, Carola Wiemers und Studierenden der HfS Ernst Busch
22:00 Uhr
Ausklang auf dem Hof