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22.11.07
20:00
„Leben nach dem Prinzip Links – Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten“
Wolfgang Benz im Gespräch mit Hermann und Gerda Weber
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Hermann und Gerda Weber können auf ein höchst bewegtes Leben zurückschauen. Nach einer Schulung an der SED-Parteihochschule „Karl Marx“ in Liebenwalde und Kleinmachnow bei Berlin 1947 bis 1949, wo sich das Ehepaar kennen lernt, gehen sie zurück nach Westdeutschland. Dort wird Hermann für die in der BRD bald illegale FDJ tätig, während Gerda den Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD) leitet. Gerade als sich die Webers innerlich vom Stalinismus abwenden, werden sie 1953 unter Kommunismusverdacht in Düsseldorf verhaftet. Mitte der 50er Jahre erfolgt der Ausschluss aus der KPD. Auf der Suche nach einem „dritten Weg“ zwischen Kommunismus und Kapitalismus wird der linke Flügel der SPD zur neuen politischen Heimat von Hermann und Gerda Weber. Der Historiker, der zum Nestor der bundesdeutschen DDR-Forschung und zum Feindbild der SED wurde, und die Journalistin, sind dem „Prinzip Links“  bis heute treu geblieben.

 

In Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

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