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© Günter und Ute Grass Stiftung/Steidl Verlag

01.07.1610.10.16
Ausstellung
Günter Grass „Auf einem ganz anderen Blatt“ (Lithographien und Radierungen)
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Eine Auswahl von Grafiken des Schriftstellers verdeutlicht die Verzahnung der Kulturtechniken in seinem Schaffen und greift das Motto der Veranstaltungsreihe „Was bleibt?“ auf. Vor dem Hintergrund schrecklicher Kriegserfahrungen gehörte spätestens seit den vom Existenzialismus geprägten 50ern das möglichst intensive Leben angesichts des unweigerlich nahenden Endes zu den Inhalten, die auch Grass immer wieder beschäftigten. Sinnlich erfahrbare Genüsse, erotische und kulinarische, die die Zeit kurzfristig aufzuheben scheinen, rückten dabei ins Zentrum seiner Betrachtungen. Die Ausstellung zeigt Lithographien aus den Werkgruppen „Küchenzettel“ (2001) und „Letzte Tänze“ (2003), die Lyrik und Dichtung vereinen und das Lebensgefühl des Künstlers zwischen „memento mori“ und „carpe diem“ auf unterschiedliche Art in den Blick nehmen. Grass' nachträglich zu seinem zweiten Roman Hundejahre (1963) geschaffenen Radierungen aus dem Jahr 2013 zeigen seinen bildnerischen Umgang mit der eigenen Prosa und knüpfen an das „Werkstattgespräch“ dieser Veranstaltungsreihe (5. Juli 2016) an.  

 

Kuratorinnen: Hilke Ohsoling und Viktoria Krason

Mit freundlicher Unterstützung der Günter und Ute Grass Stiftung

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