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31.05.07
20:00
„Die Kinder der Villa Emma – Josef Indigs Bericht“
Wolfgang Benz im Gespräch mit Klaus Voigt
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Im April 1941 wird eine Gruppe der „Kinder- und Jugend-Alija“ – jüdische Kinder aus Deutschland und Österreich auf der Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina – im kroatischen Zagreb vom Einmarsch der deutschen Truppen überrascht. 42 Kinder können in die Nähe des von Italien annektierten Ljubljana entkommen, geraten jedoch ein Jahr später zwischen die Fronten des Partisanenkrieges in Slowenien und flüchten weiter nach Nonantola in Norditalien. Dort finden sie in der “Villa Emma“ Zuflucht. Im Oktober 1943, als nach Mussolinis Sturz Italien aus einem Verbündeten des Nazireiches zum besetzen Land wird, gelingt mit Hilfe der Einwohner von Nonantola die dramatische Rettung der inzwischen über 70 Kinder in die Schweiz, nach Kriegsende emigrieren sie nach Palästina. Bereits im Herbst 1945 schrieb der Betreuer der Kinder, der junge zionistische Aktivist Josef Indig, die Geschichte von Flucht und Rettung auf Deutsch nieder. Diesen eindrucksvollen Bericht hat der Berliner Historiker Klaus Voigt ediert und damit erstmals in seiner Originalsprache zugänglich gemacht.

 

In Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

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