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27.10.11
20:00
André Baganz „Endstation Bautzen II. Zehn Jahre lebenslänglich“
Wolfgang Benz im Gespräch mit dem Autor
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Es ist einer der spektakulärsten und in der DDR bis zuletzt geheim gehaltenen Fälle: Nach einem gescheiterten Fluchtversuch an der Grenze zu Westdeutschland wird André Baganz, Sohn einer Deutschen und eines Afrikaners, 1981 in Frankfurt/Oder in Untersuchungshaft genommen. Beim Versuch, aus der Haftanstalt auszubrechen, verschanzen er und drei weitere Gefangene sich in einem Gebäude. Sonderkommandos von Polizei und Staatssicherheit belagern die Stadt, ein Polizist kommt zu Tode, die Geiseln bleiben unversehrt. Baganz, obwohl selbst nicht der Todesschütze, wird zu lebenslanger Haft verurteilt und nach Bautzen II verlegt – dorthin, wo nur die gefährlichsten Staatsfeinde einsitzen. Das Stasi-Gefängnis wird zum Martyrium. Jahrelange Einzelhaft, Übergriffe, Psychoterror. 1991 wurde sein Urteil revidiert und er entlassen. Heute lebt André Baganz als taxifahrender Schriftsteller in Bonn.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

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