CFP Baustelle Brecht III/ Working with Brecht III

Bertolt Brecht © ADN-ZB/Kolbe
CFP Baustelle Brecht III/ Working with Brecht III

[English see below]

 

 

Baustelle Brecht III

Workshop für Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen am 25. und 26. Juni 2020 im Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

(Vortragssprache Deutsch oder Englisch)

 

Das Literaturforum im Brecht-Haus lädt in Zusammenarbeit mit der Internationalen Brechtgesellschaft (IBS) Postgraduierte, Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen (Postdoktorand*innen) aller Disziplinen ein, ihre laufenden Arbeiten zu Brecht oder zur Kunst (Theater, Lyrik, Film usw.) nach Brecht zu diskutieren. Die Zugänge können historisierend sein oder auch die jüngere und jüngste Gegenwart in den Blick nehmen und sollten die folgenden Fragen zumindest mitverhandeln: Was sind die Probleme, auf die Brechts Ästhetik – etwa das Epische Theater – reagierte? Sind die Fragestellungen, die Brecht aufwirft, noch gültig? Und in welchen gegenwärtigen artistischen Praktiken werden Brechtsche Ansätze weitergeführt, umfunktioniert oder mit Blick auf ihre blinden Flecken dekonstruiert? Es ist dabei nicht notwendig, dass die diskutierten künstlerischen Formen auch mit dem Namen Brecht versehen sind. Der „Urheber … setzt sich durch, indem er verschwindet. Wer es erreicht, dass er umgearbeitet wird [und] also im Persönlichen entfernt wird, der hält ‚sich‘“, notiert Brecht 1929 in seinem Notizbuch.

Die Beiträge sollen eine Sprechlänge von 30 Minuten haben und den work-in-progress-Charakter offenlegen, etwa indem sie Fragen für die Diskussion hervorheben. Jedem Beitrag wird ein/e im jeweiligen Forschungsfeld erfahrene/r Kommentator bzw. Kommentatorin zugeordnet und auf Vortag und Kommentar folgt eine allgemeine Diskussion.

 

Die Veranstaltung beginnt am Nachmittag des 25.6. mit einer Führung durch das Brecht-Weigel-Museum und das Bertolt-Brecht-Archiv (beides Einrichtungen der Akademie der Künste Berlin) und über den Dorotheenstädtischer Friedhof, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen.

Den Abschluss bildet am 26.6. eine Abendveranstaltung im Literaturforum im Brecht-Haus zum Thema Dokumentarische Formen nach Brecht. Es diskutieren Stefanie Diekmann (Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur, Hildesheim), Ramona Mosse (Theaterwissenschaft Frankfurt a.M.) und der Regisseur und Dramaturg Tobias Rausch (Leiter der Bürgerbühne Dresden).

 

Geladene Referent*innen erhalten eine Pauschalvergütung von 300 Euro (inkl. USt) als Honorarvertrag (im Sinne einer Aufwandsentschädigung u.a. auch für anfallende Reise- und Unterbringungskosten).

Eine Publikation ausgewählter Beiträge ist im Brecht-Jahrbuch vorgesehen

 

Bitten senden Sie Themenvorschläge (eine Seite) mit knappen Angaben zur Person per Email bis zum 15.03.2020 an die unten aufgeführten Adressen der organisatorischen Leiter. Die Auswahl der Referent*innen erfolgt kurz nach Einsendungsschluss. Die vollständigen Beiträge müssen den Kommentator*innen bis spätestens zum 10.6. 2020 zugesandt werden.

 

Matthias Rothe, University of Minnesota, Twin Cities

mrothe@umn.edu

Christian Hippe, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

hippe@lfbrecht.de

 

 

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Working with Brecht III

Workshop for doctoral candidates and post-docs /assistant professors

25-26 June 2020 at the Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

(language of presentation German or English)

 

In cooperation with the International Brecht Society (IBS), the Literaturforum im Brecht-Haus invites doctoral candidates and post-docs /assistant professors in all disciplines to discuss their work-in-progress on Brecht or art (theater, poetry, film and so on) after Brecht. Approaches could be historicizing as well as focusing on our recent and immediate present and should raise questions such as: What are the problems to which Brecht’s aesthetic, for example, the Epic Theater, responded? Which contemporary artistic practices continue, repurpose or – with a view to blind spots – deconstruct Brechtian aesthetic strategies? Are the questions Brecht and his collaborators sought to answer still relevant? It is not necessary that the artistic forms discussed carry the name of Brecht. “The author prevails by disappearing. He who succeeds in being reworked and thus removed as an individual person, will stay”, Brecht wrote in his 1929 Notebook.

Presentations should not exceed 30 minutes and their work-in-progress status should be emphasized, for example, by suggesting questions for the discussion. Each talk is paired with a commentator (a senior scholar) and followed by a general discussion.

 

The event starts in the afternoon of the 25 June 2020 with a guided tour through the Brecht-Weigel Museum, the Bertolt-Brecht-Archive (both institutions are part of the Academy of Arts) and the Dorotheenstadt Cemetery. It ends in the evening of the 26 June with a panel discussion. Stefanie Diekmann (University of Hildesheim), Ramona Mosse (Goethe University, Frankfurt a.M.) and the director and dramaturg Tobias Rausch (artistic director of Bürgerbühne Dresden) will discuss documentary forms after Brecht.

 

Invited presenters will receive a lump sum of 300 Euro (tax incl.) in form of a honorarium as an expense allowance for travels and accommodation. The publication of selected papers in the Brecht Yearbook is intended.

 

Please send suggestions for topics (one page max.), including brief personal details, by email to the organizers (see below). Deadline: 15 March 2020. Invitations will be sent soon after. Complete papers must be sent to the commentators by 10 June at the latest.

 

Matthias Rothe, University of Minnesota, Twin Cities

mrothe@umn.edu

Christian Hippe, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

hippe@lfbrecht.de