Publikationen

Aktuelle Publikationen in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum

Brecht und Naturwissenschaften

Herausgegeben von Volker Ißbrücker und Christian Hippe für das Literaturforum im Brecht-Haus

Brechts Affinität zu den Naturwissenschaften reichte so weit, dass er sich bisweilen selbst als Naturwissenschaftler zu inszenieren pflegte. Stolz verwies er darauf, dass er ursprünglich Naturwissenschaften studiert habe oder beanspruchte für sich den Titel eines „Einstein der neuen Bühnenform“. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge verfolgen Brechts Faszination für Naturwissenschaften als eine substantielle Dimension seines Schaffens und nehmen verschiedene Schnittpunkte zwischen Literatur und Naturwissenschaften in den Blick.

Mit Beiträgen von Reinhard Jirgl, Alexander Karschnia, Harald Lesch, Armin Petras, Holger Teschke, B. K. Tragelehn und anderen.


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Lieben, was es nicht gibt. Literatur, Pop und Politik bei Ronald M. Schernikau

Herausgegeben von Helen Thein und Helmut Peitsch

Ronald M. Schernikau (1960–1991) veröffentlichte sein Debüt »Kleinstadtnovelle« noch vor dem Abitur. Da hatte er schon Erlebnisse für mehr als einen Roman gesammelt: In der DDR geboren, von der Mutter in den Westen geschmuggelt, zu einem Vater, der längst eine neue Familie hatte. Schwul zu sein, war eine weitere Facette dieses Andersseins, das sich als Mittendrin verstand. Nach einem Studium am Literaturinstitut in Leipzig ließ er sich 1989 in die DDR rückeinbürgern. An seinem letzten Buch, der »legende«, schrieb er acht Jahre lang, bis zu seinem Tod. 2017 soll das Buch wieder lieferbar sein, als erster von drei Bänden einer Werkausgabe, die im Verbrecher Verlag erscheinen wird. In Vorbereitung dieser Schernikau-Werkausgabe wurde im Jahr 2015 aus Perspektiven des Verlagswesens, der Literatur und Wissenschaft, des Journalismus und der Popkultur auf die Relevanz und das Wirken dieses Autors geblickt. Dieser Band dokumentiert die Tagung im Literaturforum im Brecht-Haus und erscheint in der Schriftenreihe lfb Texte.

Mit Beiträgen von Martin Brandt, Dietmar Dath, Jens Friebe, Georg Fülberth, Sven Glawion, Marlies Janz, Christian Jäger, Thomas Keck, Mandy Köppen, Christine Künzel, Lucas Mielke, Helmut Peitsch, Ursula Püschel, Stefan Ripplinger, Erika Runge, Laura Schütz und Katja Stopka.


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Richtige Literatur im Falschen? Schriftsteller – Kapitalismus – Kritik

Herausgegeben von Enno Stahl und Ingar Solty

Lässt sich die politische Problemlage unserer Zeit literarisch erfassen? Was ist die Rolle von Literatur im globalen Kapitalismus? Lässt sich ein dauerhafter Arbeitszusammenhang von Autorinnen und Autoren organisieren? Diesen Fragen widmete sich im April 2015 eine Schriftstellertagung unter dem Titel „Richtige Literatur im Falschen?“, die im Literaturforum im Brecht-Haus stattfand. In Zentrum stand die Frage nach dem Verhältnis zwischen Literatur, Engagement und kapitalistischer Gesellschaft. Moderiert von Ingar Solty und Enno Stahl diskutierten Ann Cotten, Annett Gröschner, Joachim Helfer, Thomas Meinecke, Norbert Niemann, Monika Rinck, Kathrin Röggla, Stefan Schmitzer, Erasmus Schöfer, Ingo Schulze, Michael Wildenhain und Raul Zelik mit den Theoretikern Jan Loheit, Helmut Peitsch, David Salomon und Thomas Wagner – unter lebhafter Beteiligung des Publikums. Der Band „Richtige Literatur im Falschen?“ zeichnet die Tagung dokumentarisch nach und präsentiert darüber hinaus aktuelle Statements der Beteiligten.



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Über Brechts Romane

Herausgegeben von Christian Hippe für das Literaturforum im Brecht-Haus

Brecht gilt als Pionier des modernen Romans. Dennoch stehen seine Romanprojekte im Schatten der Theatertexte und Dichtungen. In den hier versammelten Beiträgen werden die noch immer bestehenden Vorbehalte gegenüber Brechts Versuchen auf dem Gebiet des Romans deutlich, sie zeigen aber auch deren produktive Impulse für die Gegenwartsliteratur und die Literaturkritik heute. Weitere Aspekte, die in Einzelstudien betrachtet werden, sind unter anderem das Ökonomie-Paradigma, die satirische Qualität und die desillusionistische Poetik der Romanentwürfe Brechts. Dieser Band dokumentiert die Brecht Tage 2014, die im Literaturforum im Brecht-Haus stattgefunden haben. "Über Brechts Romane" ist der erste Band in der neuen Schriftenreihe lfb Texte des Literaturforums im Brecht-Haus und des Verbrecher Verlags. Weitere Bände über Bertolt Brecht und Ronald M. Schernikau erscheinen 2016.

Mit Beiträgen von Jörg-Uwe Albig, Gerrit Bartels, Nora Bossong, Martin Brady, Sophia Ebert, Helen Fehervary, Marja Leena Hakkarainen, Jakob Hein, Gerhard Henschel, Lorenz Jäger, Klaus-Detlef Müller, Georg M. Oswald, Jutta Person, Ernest Schonfield, Stephan Speicher, Frank D. Wagner und Stefan Willer.


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Gewalt und Gerechtigkeit. Auf den Schlachthöfen der Geschichte

Herausgeber: Sonja Hilzinger im Auftrag des Literaturforums im Brecht-Haus

Gewalt und Gerechtigkeit sind Signaturen der Geschichte nicht nur des 20. Jahrhunderts geworden und geblieben, sondern sie sind es bis heute. Dies zeigen Beiträge über die in den 1990er-Jahren entstandenen Stücke der britischen Dramatikerin Sarah Kane, deren verstörendes Stück Zerbombt als Reflex auf die mediale Präsenz des Krieges im kosovo entstand, und über die Millenium-Trilogie des schwedischen Journalisten und Autors Stieg Larsson – die Bücher wie die Verfilmungen sind weltweit erfolgreich, nicht zuletzt wegen der Figur der Ermittlerin Lisbeth Salander, eine moderne Jeanne d’Arc. Weitere Beiträge verfolgen die doppelte Spur von Gewalt und Gerechtigkeit in den Lehrstücken Brechts und dem mit Elisabeth Hauptmann gemeinsam entwickelten Stück Die heilige Johanna der Schlachthöfe, das in den Schlachthöfen von Chicago während der Weltwirtschaftskrise 1929 spielt, über das 1937 im französischen Exil entstandene Hörspiel Der Prozess der Jean d’Arc zu Rouen 1431 von Anna Seghers und dessen Bearbeitung durch Brecht und Besson 1952 für das Deutsche Theater in Berlin.



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Bild und Bildkünste bei Brecht. Brecht-Tage 2010

Hg. v. Christian Hippe im Auftrag des Literaturforums. Beiträge u.a. von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt

Die Frage nach dem Stellenwert von Bildern und der Dimension visueller Erfahrung drängt sich im Falle Bertolt Brechts und des epischen Theaters geradezu auf. Sehen, Zeigen, Demonstrieren und das visuell Erfahrbar-Machen sind elementare Strategien der epischen Schauspielkunst. Für den Einsatz des Bühnenbildes oder von Bildmedien auf der Bühne, etwa Projektionen, formulierte Brecht eigene und richtungweisende Ideen. Aber auch in konkreten Projekten wie dem der »Kriegsfibel« teste Brecht durch innovative Arrangements von Fotos und Texten einen neuen künstlerischen Umgang mit Bildmaterial. Eigens angelegte Bildersammlungen, die erst in den letzten Jahren systematisch erschlossen wurden, deuten darüber hinaus auf weitere Anregungen seiner Texte und seiner Ästhetik durch Bildmedien hin. Der Band »Bild und Bildkünste bei Brecht« versammelt die Beiträge der Brecht-Tage 2010, in denen neue Perspektiven auf Brechts Umgang mit dem Medium Bild erprobt werden. Mit Beiträgen von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt sowie Lukas Mairhofer, Patrick Ramponi und Tomislav Zelić

Mit Beiträgen von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt sowie Lukas Mairhofer, Patrick Ramponi und Tomislav Zelić


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Max Herrmann-Neiße: Briefe

2 Bde., hg. v. Klaus Völker und Michael Prinz. Publiziert mit Unterstützung des Literaturforums im Brecht-Haus

Herausgegeben von Klaus Völker und Michael Prinz. Der aus Schlesien stammende Max Herrmann-Neiße, 1886–1941, gehört mit seiner Lyrik, seiner Prosa und einigen Theaterstücken zur großen Zahl der 1933 verbotenen und verbrannten deutschen Dichter, die für ihre konsequente Haltung den Preis des Vergessenwerdens entrichten mussten. Seine pessimistische Reflexion darüber, dass Opposition nirgends beliebt ist, behielt über seinen Tod hinaus Gültigkeit: Eher lässt man den erfolgreichen Verbrecher gelten, der die Macht erobert hat, als dass man einem machtlosen Empörer aus Überzeugung, einem anhanglosen Freiheitskämpfer, Gerechtigkeit widerfahren lässt. Neben wunderbaren Gedichtbänden schrieb er etliche Romane und Novellen. Nach 1933 glich Max Herrmann-Neißes Dichtung, seine bitteren, sehr zarten und ergreifenden Gedichte, einem großen Monolog auf fremder Bühne. Der einzige Gedichtband, der zu seinen Lebzeiten im Exil verlegt wurde, hatte den bezeichnenden Titel “Um uns die Fremde” (1936). Vor über 20 Jahren erschien dann im Verlag Zweitausendeins die vielbeachtete, von Klaus Völker edierte Ausgabe der Gesammelten Werken in zehn Bänden. Diese umfassende Werkausgabe Max Herrmann-Neißes brachte nicht nur den lange vergessenen Dichter zurück ins literarische Gedächtnis, sie wurde auch nachdrücklich für ihre editorische Genauigkeit, ihre schöne Ausstattung und sorgfältige Buchgestaltung gelobt. Von Anfang an sollte dieser Ausgabe eine Edition der gesammelten Briefe von Max Herrmann-Neiße folgen. Diese liegen nun vor, in schöner Ausstattung, angepasst an die bisherige Werkausgabe.



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