Publikationen

Aktuelle Publikationen in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum

lfb Texte 8: Register der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss

Herausgegeben von Jürgen Schutte

Der Registerband zum Roman »Die Ästhetik des Widerstands « von Peter Weiss bietet nützliche und unentbehrliche Informationen, Orientierungen und Findehilfen, die den vielschichtigen, dokumentarisch fundierten Romantext sowohl für historisch und kunstgeschichtlich interessierte Leserinnen und Leser als auch für die wissenschaftliche Forschung erschließen. Der Band enthält einen thematisch strukturierten Aufriss der Handlung, ein umfassendes Personenverzeichnis, eine ausführliche Darstellung der genannten und gedeuteten Kunstwerke sowie eine Seitenkonkordanz und eine Konkordanz der Textblock-Anfänge der verschiedenen Ausgaben der »Ästhetik des Widerstands«.

In Zusammenarbeit mit Axel Hauff und Stefan Nadolny. Mit einem Beitrag von Nana Badenberg über Künstler und Kunstwerke und einem Incipit-Verzeichnis von Arnd Beise und einer Seitenkonkordanz der Ausgaben.


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lfb Texte 7: Laxheit in Fragen geistigen Eigentums. Brecht und Urheberrecht

Herausgegeben von Annett Gröschner und Christian Hippe

Bekanntlich nahm es Bertolt Brecht, wie viele Künstler der Moderne, mit dem geistigen Eigentum nicht immer so genau. So benutzte er für die »Dreigroschenoper«, die 1928 Premiere hatte, einige Lieder von François Villon, die in der Übersetzung von Karl Anton Klammer erschienen waren, ohne die Quelle anzugeben. Das veranlasste Alfred Kerr im Mai 1929 im Berliner Tageblatt zu scharfen Vorwürfen gegen Brecht, der daraufhin seine »Laxheit in Fragen geistigen Eigentums« einräumte. Die Brecht-Erben haben sich diese »Laxheit« im Umgang mit Brechts eigenem Werk bisher nicht zu eigen gemacht. Das zeigte zuletzt die Kontroverse um die »Baal«-Inszenierung von Frank Castorf 2015. Doch was passiert, wenn in zehn Jahren die urheberrechtliche Schutzfrist auf die Werke Brechts abläuft? Die hier versammelten Beiträge verfolgen Brecht als Urheber, als Nutzer fremder Textvorlagen und als Koautor und thematisieren das Urheberrecht von Autorinnen und Autoren in Zeiten grenzenloser Verbreitung von so genanntem Content. Der Band dokumentiert die Brecht-Tage 2016, die am Literaturforum im Brecht-Haus stattgefunden haben.

Mit Beiträgen von Sebastian Baumgarten, Rainer Dresen, Katharina de la Durantaye, friendly fire, Albrecht Götz von Olenhusen, Annett Gröschner, Carl Hegemann, Alexander Karschnia, Sabine Kebir, Uwe Kolbe, LIGNA, Jürgen Marten, Rupprecht Podszun, Cornelius Puschke, Ulrike Almut Sandig, Philipp Theisohn, Regula Venske und Klaus Völker u. a.


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lfb Texte 6: Material Müller. Das mediale Nachleben Heiner Müllers

Herausgegeben von Stephan Pabst und Johanna Bohley

Kaum ein Autor erregte in der ersten Hälfte der 1990er Jahre mehr öffentliches Aufsehen als Heiner Müller. Die Interviews, die er in dieser Zeit gab, genossen Kult-Status. Als Intendant des Berliner Ensembles, als Präsident der Akademie der Künste/Ost war er einer der wichtigsten Akteure des literarischen Lebens nach 1989. Seine Kontakte zur Staatssicherheit waren einer der zentralen Gegenstände des sogenannten deutschdeutschen Literaturstreits. Als er 1995 starb, wurde seine Beerdigung live im Fernsehen übertragen. Seine große Popularität fiel in eine Zeit, in der Müller als Autor kaum noch produktiv war. Quantitativ ist er mehr mit der Kommentierung seines Werks befasst als mit dessen Fortsetzung. Der Moment seiner größten Popularität fällt mit dem Moment seiner Historisierung zusammen. Die Beiträge des Bandes gehen von der Beobachtung aus, dass die Zahl der Müller-Referenzen in Theaterinszenierungen, Dramentexten, Romanen, Gedichten, Hörspielen, Interviews überwältigend ist, und fragen, was wie von Müllers Texten, Statements, Inszenierungen und Selbstinszenierungen bleibt oder verworfen wird, wie sich Kritik und Zustimmung, Fortsetzung und Historisierung zueinander verhalten.

Mit Beiträgen von Kai Bremer, Birgit Dahlke, Andreas Degen, Norbert Otto Eke, Helen Fehervary, Hans-Edwin Friedrich, Terry Galloway, Robert Gillett, Bernadette Grubner, Jost Hermand, Hannes Höfer, Torsten Hoffmann, Astrid Köhler, Alexander Löck, Robert Mießner, Stephan Pabst, Patrick Primavesi, Anja Quickert, Jan Röhnert, Kristin Schulz, Marc Silberman, Janet Swaffar und Heribert Tommek.


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lfb Texte 5: Der Radikale. Christian Geisslers Literatur der Grenzüberschreitung

Herausgegeben von Detlef Grumbach

Christian Geissler (1928–2008) hat mit seinem Roman »Anfrage« (1960) als ein »junger Wilder« die Bühne der Literatur betreten und nach der Schuld der Väter sowie ihrer Rolle in der Nachkriegsgesellschaft gefragt. In den 1960er Jahren prägte er das NDR-Fernsehspiel, später drehte er über 20 Dokumentarfilme. Er schrieb Romane, Hörspiele und Gedichte, trat als politischer Redner auf und wurde auch in der DDR verlegt. Geisslers Themen waren gesellschaftliche Gewaltverhältnisse: konkret, auf der Ebene alltäglicher Erfahrung. Anders als Peter Weiss hat er seine »Ästhetik des Widerstands« bis an die unmittelbare Gegenwart herangeschrieben. Mit »Das Brot mit der Feile« (1973) und »kamalatta« (1988) wurde er zum Chronisten des Widerstands in der Bundesrepublik. In Zeiten, in denen das Thema der politischen Gewalt wieder bedrückend aktuell wird, werden seine Werke neu aufgelegt. In ihrer Suche nach politischer Emanzipation stören sie auch heute noch auf. Dieser Band dokumentiert eine Tagung zu seinem Werk im Oktober 2016.

Mit Beiträgen von Helmut Böttiger, Britta Caspers, Didi Danquart, Dietmar Dath, Jan Decker, Peter Ellenbruch, Detlef Grumbach, Sven Kramer, Ulrich Lampen, Ingo Meyer, Helmut Peitsch, Sabine Peters und Robert Stadlober.


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lfb Texte 2: Brecht und Naturwissenschaften

Herausgegeben von Volker Ißbrücker und Christian Hippe für das Literaturforum im Brecht-Haus

Brechts Affinität zu den Naturwissenschaften reichte so weit, dass er sich bisweilen selbst als Naturwissenschaftler zu inszenieren pflegte. Stolz verwies er darauf, dass er ursprünglich Naturwissenschaften studiert habe oder beanspruchte für sich den Titel eines „Einstein der neuen Bühnenform“. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge verfolgen Brechts Faszination für Naturwissenschaften als eine substantielle Dimension seines Schaffens und nehmen verschiedene Schnittpunkte zwischen Literatur und Naturwissenschaften in den Blick.

Mit Beiträgen von Reinhard Jirgl, Alexander Karschnia, Harald Lesch, Armin Petras, Holger Teschke, B. K. Tragelehn und anderen.


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lfb Texte 4: Lieben, was es nicht gibt? Literatur, Pop und Politik bei Ronald M. Schernikau

Herausgegeben von Helen Thein und Helmut Peitsch

Ronald M. Schernikau (1960–1991) veröffentlichte sein Debüt »Kleinstadtnovelle« noch vor dem Abitur. Da hatte er schon Erlebnisse für mehr als einen Roman gesammelt: In der DDR geboren, von der Mutter in den Westen geschmuggelt, zu einem Vater, der längst eine neue Familie hatte. Schwul zu sein, war eine weitere Facette dieses Andersseins, das sich als Mittendrin verstand. Nach einem Studium am Literaturinstitut in Leipzig ließ er sich 1989 in die DDR rückeinbürgern. An seinem letzten Buch, der »legende«, schrieb er acht Jahre lang, bis zu seinem Tod. 2017 soll das Buch wieder lieferbar sein, als erster von drei Bänden einer Werkausgabe, die im Verbrecher Verlag erscheinen wird. In Vorbereitung dieser Schernikau-Werkausgabe wurde im Jahr 2015 aus Perspektiven des Verlagswesens, der Literatur und Wissenschaft, des Journalismus und der Popkultur auf die Relevanz und das Wirken dieses Autors geblickt. Dieser Band dokumentiert die Tagung im Literaturforum im Brecht-Haus und erscheint in der Schriftenreihe lfb Texte.

Mit Beiträgen von Martin Brandt, Dietmar Dath, Jens Friebe, Georg Fülberth, Sven Glawion, Marlies Janz, Christian Jäger, Thomas Keck, Mandy Köppen, Christine Künzel, Lucas Mielke, Helmut Peitsch, Ursula Püschel, Stefan Ripplinger, Erika Runge, Laura Schütz und Katja Stopka.


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lfb Texte 3: Richtige Literatur im Falschen? Schriftsteller – Kapitalismus – Kritik

Herausgegeben von Enno Stahl und Ingar Solty

Lässt sich die politische Problemlage unserer Zeit literarisch erfassen? Was ist die Rolle von Literatur im globalen Kapitalismus? Lässt sich ein dauerhafter Arbeitszusammenhang von Autorinnen und Autoren organisieren? Diesen Fragen widmete sich im April 2015 eine Schriftstellertagung unter dem Titel „Richtige Literatur im Falschen?“, die im Literaturforum im Brecht-Haus stattfand. In Zentrum stand die Frage nach dem Verhältnis zwischen Literatur, Engagement und kapitalistischer Gesellschaft. Moderiert von Ingar Solty und Enno Stahl diskutierten Ann Cotten, Annett Gröschner, Joachim Helfer, Thomas Meinecke, Norbert Niemann, Monika Rinck, Kathrin Röggla, Stefan Schmitzer, Erasmus Schöfer, Ingo Schulze, Michael Wildenhain und Raul Zelik mit den Theoretikern Jan Loheit, Helmut Peitsch, David Salomon und Thomas Wagner – unter lebhafter Beteiligung des Publikums. Der Band „Richtige Literatur im Falschen?“ zeichnet die Tagung dokumentarisch nach und präsentiert darüber hinaus aktuelle Statements der Beteiligten.



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lfb Texte 1: Über Brechts Romane

Herausgegeben von Christian Hippe für das Literaturforum im Brecht-Haus

Brecht gilt als Pionier des modernen Romans. Dennoch stehen seine Romanprojekte im Schatten der Theatertexte und Dichtungen. In den hier versammelten Beiträgen werden die noch immer bestehenden Vorbehalte gegenüber Brechts Versuchen auf dem Gebiet des Romans deutlich, sie zeigen aber auch deren produktive Impulse für die Gegenwartsliteratur und die Literaturkritik heute. Weitere Aspekte, die in Einzelstudien betrachtet werden, sind unter anderem das Ökonomie-Paradigma, die satirische Qualität und die desillusionistische Poetik der Romanentwürfe Brechts. Dieser Band dokumentiert die Brecht Tage 2014, die im Literaturforum im Brecht-Haus stattgefunden haben. "Über Brechts Romane" ist der erste Band in der neuen Schriftenreihe lfb Texte des Literaturforums im Brecht-Haus und des Verbrecher Verlags. Weitere Bände über Bertolt Brecht und Ronald M. Schernikau erscheinen 2016.

Mit Beiträgen von Jörg-Uwe Albig, Gerrit Bartels, Nora Bossong, Martin Brady, Sophia Ebert, Helen Fehervary, Marja Leena Hakkarainen, Jakob Hein, Gerhard Henschel, Lorenz Jäger, Klaus-Detlef Müller, Georg M. Oswald, Jutta Person, Ernest Schonfield, Stephan Speicher, Frank D. Wagner und Stefan Willer.


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Gewalt und Gerechtigkeit. Auf den Schlachthöfen der Geschichte

Herausgeber: Sonja Hilzinger im Auftrag des Literaturforums im Brecht-Haus

Gewalt und Gerechtigkeit sind Signaturen der Geschichte nicht nur des 20. Jahrhunderts geworden und geblieben, sondern sie sind es bis heute. Dies zeigen Beiträge über die in den 1990er-Jahren entstandenen Stücke der britischen Dramatikerin Sarah Kane, deren verstörendes Stück Zerbombt als Reflex auf die mediale Präsenz des Krieges im kosovo entstand, und über die Millenium-Trilogie des schwedischen Journalisten und Autors Stieg Larsson – die Bücher wie die Verfilmungen sind weltweit erfolgreich, nicht zuletzt wegen der Figur der Ermittlerin Lisbeth Salander, eine moderne Jeanne d’Arc. Weitere Beiträge verfolgen die doppelte Spur von Gewalt und Gerechtigkeit in den Lehrstücken Brechts und dem mit Elisabeth Hauptmann gemeinsam entwickelten Stück Die heilige Johanna der Schlachthöfe, das in den Schlachthöfen von Chicago während der Weltwirtschaftskrise 1929 spielt, über das 1937 im französischen Exil entstandene Hörspiel Der Prozess der Jean d’Arc zu Rouen 1431 von Anna Seghers und dessen Bearbeitung durch Brecht und Besson 1952 für das Deutsche Theater in Berlin.



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Bild und Bildkünste bei Brecht. Brecht-Tage 2010

Hg. v. Christian Hippe im Auftrag des Literaturforums. Beiträge u.a. von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt

Die Frage nach dem Stellenwert von Bildern und der Dimension visueller Erfahrung drängt sich im Falle Bertolt Brechts und des epischen Theaters geradezu auf. Sehen, Zeigen, Demonstrieren und das visuell Erfahrbar-Machen sind elementare Strategien der epischen Schauspielkunst. Für den Einsatz des Bühnenbildes oder von Bildmedien auf der Bühne, etwa Projektionen, formulierte Brecht eigene und richtungweisende Ideen. Aber auch in konkreten Projekten wie dem der »Kriegsfibel« teste Brecht durch innovative Arrangements von Fotos und Texten einen neuen künstlerischen Umgang mit Bildmaterial. Eigens angelegte Bildersammlungen, die erst in den letzten Jahren systematisch erschlossen wurden, deuten darüber hinaus auf weitere Anregungen seiner Texte und seiner Ästhetik durch Bildmedien hin. Der Band »Bild und Bildkünste bei Brecht« versammelt die Beiträge der Brecht-Tage 2010, in denen neue Perspektiven auf Brechts Umgang mit dem Medium Bild erprobt werden. Mit Beiträgen von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt sowie Lukas Mairhofer, Patrick Ramponi und Tomislav Zelić

Mit Beiträgen von Georges Didi-Huberman, Annett Gröschner, Sabine Kebir, Tom Kuhn, Mark Lammert, Grischa Meyer, Marianne Streisand, Peter Voigt sowie Lukas Mairhofer, Patrick Ramponi und Tomislav Zelić


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