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Schwerpunkt: Brecht-Tage 2018

© AdK, Berlin, Bertolt-Brecht-Archiv FA 02/088


Mo 05.02.2018
20:00Fr 09.02.2018
22:00



Brecht-Tage 2018

Wie lange / Dauern die Werke? So lange / Als bis sie fertig sind

Brecht und das Fragment

 

Im Brechtnachlass finden sich nahezu fünfzig Stückfragmente, dennoch haben Forschung und Bühne eine Vorliebe für das vollendete Stück. Die Unterscheidung ist oft scharf: das ganze Werk auf der einen Seite, das Fragment auf der anderen. Kann sie aufrechterhalten werden? Ist das Fragmentarische, Unfertige nicht auch in Brechts vollendete Werke eingeschrieben und nicht auch genuiner Bestandteil der künstlerischen Verfahren? Und sind diese Fragmente im eigentlichen Sinne nicht viel mehr als bloße ‚Ruinen’, sind sie nicht auch Rohbau und Entwurf? Diesen Fragen werden die Brecht-Tage nachgehen, nicht zuletzt, um darüber nachzudenken, was es für Inszenierung, Forschung und Übersetzung für Folgen hätte, wenn auch das vollendete Werk vom Fragmentarischen her verstanden wird.

 

Projektleitung: Astrid Oesmann und Matthias Rothe

Medienpartner: Kulturradio vom rbb


Zurückliegende Veranstaltungen

10:00 Begrüßung Astrid Oesmann (Houston), Matthias Rothe (Minneapolis)   10:15 Tom Kuhn (Oxford): Gedichte/Fragmente   11:00 Martin Kölbel (Berlin): „Seine Abfälle sammelte er mit Ehrfurcht.“ Brechts Arbeit in den Notizbüchern am Beispiel des „Gösta Berling“   Kaffeepause   12:00 Kalani Michell (Frankfurt a.M.): Ereignissen hinterherrennen. Arbeitsweise und Fragment   Mittagspause (12:45 – 14:15)   14:15 – 16:00 Fragment und Archiv:... weiterlesen

08.02.18
20:00
Inszenierung
„FATZERAPPARAT. Arbeitsphase 2: Anatomie“
Es spielen: Amy Benkenstein, Mareike Hein und Kara Schröder
Regie: Florian Hein, Kostüme: Lena Katzer, Dramaturgie: Josephine Witt

Ein Fragment hat Brecht hinterlassen, mit dem Material „Fatzer“. Ein Weltkrieg tobt und hinterlässt Mondlandschaft. Ein Panzer rollt heran und der Soldat Johann Fatzer entsteigt ihm, drei Männer im Gefolge. Die Deserteure tauchen ab. Im Untergrund spaltet sich die Gruppe, der Überlebenskampf stülpt sich über sie und ihre Ideale. Wie ist es möglich, dieser Niederlage von Utopie zu entkommen? Der... weiterlesen

07.02.18
20:00
Präsentation und Podiumsgespräch
Brechtfragmente inszenieren
Stefanie Diekmann im Gespräch mit Claudia Bosse, Melanie Albrecht und Michael Wehren

Was ist anders, wenn die Materialien von Inszenierung oder Performance Fragmente sind? Steht die räumlich-zeitliche Abgeschlossenheit ihrer Aufführung bereits im Widerspruch zu ihrem Gegenstand? Gibt es eine Fragmentästhetik oder vielleicht sogar Ethik? Oder ist der fragmentarische Charakter des Materials ein Freibrief für die eigene Erfindung? Darüber diskutiert die Theaterwissenschaftlerin Stefanie Diekmann mit Künstlern, die alle bereits mit Brechtfragmenten gearbeitet haben.... weiterlesen

06.02.18
20:00
Podiumsgespräch
Brechtfragmente übersetzen
Matthias Rothe im Gespräch mit Tom Kuhn, Phoebe von Held und Charlotte Ryland

Zum ersten Mal wird im Jahr 2018 eine Sammlung von Brechts Fragmenten in englischer Sprache erscheinen. Wir diskutieren mit drei der ÜbersetzerInnen und dem Herausgeber über die Tücken des Unfertigen: was sind die besonderen Schwierigkeiten im Umgang mit Fragmenten? Was macht Brechts Fragmente spezifisch? Gibt es eine besondere Methodik für ihre Übersetzung? Und schließlich: welchen auch ökonomischen Zwängen sind solche... weiterlesen

05.02.18
20:00
Eröffnungsvortrag und Diskussion

Das Fragment ist eine ästhetische Form der Kritik und der Krise: Aufgehoben wird mit dem Fragment das System, ohne das Systematische preiszugeben. Und so wird die ästhetische Form politisch: In Zeiten der Systemkrise lässt sich in Fragmenten adäquat Kritik des Systems formulieren und überhaupt denken. Auch Brecht nutzt die Form des Fragments. Was passiert aber nach Brecht mit dem Verhältnis von Fragment versus System, Kritik und Krise?... weiterlesen

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