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Schwerpunkt: Brecht-Tage 2011


Di 08.02.2011Fr 11.02.2011 / Brecht-Tage 2011



Brecht-Tage 2011

Gewalt ist für uns zu einem allgegenwärtigen Phänomen geworden – terroristisch, menschenverachtend, brutal oder subtil. Sie geht von Menschen aus, von Systemen, von Ideologien, von Staaten. Sie macht Menschen zu Opfern, zwingt sie in den Widerstand und den Überlebenskampf, zerstört sie physisch und psychisch. Der Wunsch nach Gerechtigkeit kann eine Gegen-Gewalt sein, zum Kampf motivierend, Widerstand legitimierend, Kräfte freisetzend, Ängste überwindend. Ausgehend von einem Brecht-Stück und fokussiert in der Figur der Jeanne d‘Arc verfolgen die Brecht-Tage die Thematik von Politik und Moral, Gewalt und Gerechtigkeit.

Zurückliegende Veranstaltungen
11.02.11
20:00
Vorträge und Diskussion

Frauke Meyer-Gosau: Eine Heldin der neuen Zeit: Lisbeth Salander transponiert Menschlichkeit als Richtschnur des Handelns ins virtuelle Zeitalter   Lisbeth Salander ist keine Heilige Johanna. Der Heldin in Stieg Larssons „Millennium“-Trilogie, physisch und psychisch schwer versehrt durch die Übergriffe der Protagonisten eines gewalttätigen patriarchalen Herrschaftssystems, geht es darum, ihre konkreten Feinde, die sie für ihr Leben gezeichnet haben, zur Strecke... weiterlesen

11.02.11
10:00
Kurzvorträge und Diskussion
Vorstellung neuer Studien zu Brecht
Leitung und Moderation: Erhard Schütz

Denise Kratzmeier: Auf dem Schlachtfeld der Historiographie – „Die Judith von Shimoda“ als Entwurf einer japanischen Johanna   Brechts Stück „Die Judith von Shimoda“ berichtet von einer starken Frauenfigur, der Geisha Okichi, die aktiv gegen Gewalt eintritt und dadurch zum Opfer wird. Das eigentliche Schlachtfeld liegt jedoch nicht im historischen Geschehen, sondern in dessen verfälschender historiographischer Verarbeitung: es wird verschleiert,... weiterlesen

10.02.11
20:00
Vorträge und Diskussion

Nils Tabert: Zur Entstehungsgeschichte und ästhetischen Entwicklung der Stücke von Sarah Kane   „Zerbombt“ beginnt wie ein klassisches psychologisches Kammerspiel. Doch bereits in diesem Stück zersetzt sich die konventionelle dramatische Form. Diese Entwicklung schreibt sich im Werk Kanes fort und radikalisiert sich – sowohl inhaltlich wie formal – bis hin zu den „postdramatischen“ Theatertexten „Gier“ und „4.48 Psychose“.    ... weiterlesen

09.02.11
20:00
Vorträge und Diskussion

Ursula Elsner: Johanna von Orléans in Anna Seghers‘ Hörspiel „Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431“ (1937): Frau in Männerkleidern, Ketzerin, Widerstandskämpferin, Märtyrerin?   Dieses weitgehend auf den Prozessakten von 1431 basierende Hörspiel gehört zu den wenig rezipierten Werken Seghers´. Erstmals im Flämischen Rundfunk gesendet (1937), in Exilzeitschriften gedruckt, von den Alliierten im Nachkriegsdeutschland verboten (u.a. mit der Begründung,... weiterlesen

08.02.11
20:00
Vorträge und Diskussion

Florian Vaßen: „einverstanden sein heißt auch: nicht einverstanden sein.“ Gewaltstrukturen in Brechts Lehrstück-Texten und -Spielprozessen   Vor allem die Lehrstücke der 1920er und 1930er Jahre, und besonders „Die Maßnahme“, scheinen auf die Gewaltfrage fokussiert zu sein. Tatsächlich finden aber weder abstrakte Gewaltdiskussionen noch etwa Rechtfertigung von Gewalt statt, vielmehr geht es neben gesellschaftlicher Gewalt und Gegengewalt vor allem um Gewaltsituationen... weiterlesen

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