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“Schweigen tut weh – eine deutsche Familiengeschichte”


Do. 25.09.2008 / 20:00 Uhr


“Schweigen tut weh – eine deutsche Familiengeschichte”

Wolfgang Benz im Gespräch mit Alexandra Senfft

Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19:00 Uhr


Der SA-Mann Hanns Ludin war Hitlers Gesandter in der Slowakei und in dieser Position verantwortlich für Judendeportationen. 1947 wurde er als Kriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet. Über seine Rolle im Zweiten Weltkrieg streiten seine Nachkommen bis heute. Einfühlsam und mutig beschreibt Alexandra Senfft, wie die geliebte Großmutter die Legende vom "guten Nazi" kultiviert hat und ihre Kinder und Enkel dessen wahre Rolle verdrängt haben. Im Mittelpunkt ihres Buches steht das Leben ihrer Mutter, einer außergewöhnlichen Frau des Hamburger Nachkriegs-Establishments, die vordergründig an Depression und Sucht zerbricht, tatsächlich aber an der Unfähigkeit, um den Vater zu trauern.
Alexandra Senfft war u. a. Nahostreferentin der Grünen-Fraktion im Bundestag und bis 1991 UN-Pressesprecherin im Gazastreifen.



In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung