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Daniela Comani „My Film History – Daniela Comani‘s Top 100 Films“ (Drucke)


© Daniela Comani (Bildausschnitt)



Mi. 13.04.2016 - Do. 30.06.2016 / Ausstellung



Daniela Comani „My Film History – Daniela Comani‘s Top 100 Films“ (Drucke)


Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus

Die Ausstellung ist jeweils zu den Veranstaltungen zu besichtigen.


In meinem Projekt „My Film History - Daniela Comani‘s Top 100 Films“ geht es um eine Sammlung von bekannten Filmen: Blockbuster und Klassiker der Filmgeschichte, von 1920 bis 2008. Wie in meiner Arbeit „Neuerscheinungen hrsg. von Daniela Comani“ oder in der selbstinszenierten Fotosequenz „Eine glückliche Ehe“ setze ich meine Gender-Eingriffe fort. In den Filmtiteln werden die Zuschreibungen der männlichen bzw. weiblichen Helden gegeneinander ausgetauscht. Der ästhetische Eingriff ist subtil und an das jeweilige grafische Layout angeglichen, so dass man zunächst kaum einen Unterschied bemerkt. Dadurch entstehen ganz spezielle ‚Neuverfilmungen‘: so wird aus THE GODFATHER THE GODMOTHER und Marlon Brando trägt jetzt Lippenstift! MON ONCLE von Jacques Tati wird zu MA TANTE, THE LORD OF THE RINGS wird zu THE LADY OF THE RINGS. Die Sammlung der Titel lässt sich entsprechend fortsetzen, darunter auch zahlreiche Bezüge zu Berlin und Umgebung, u. a. „Das Kabinett der Frau Dr. Caligari“; „Die letzte Frau“; „M – Eine Stadt sucht eine Mörderin“; „Die Hauptfrau von Köpenick“; „Eine Lady am Alexanderplatz“; „Der Spaziergänger von Sans-Souci“. Diese markante Umschreibung verändert die Geschichten und damit auch unsere Haltung gegenüber dem entsprechenden Film. Dieser konzeptuelle Umkehrmechanismus zwingt die BetrachterInnen, althergebrachte Sichtweisen neu zu überdenken. Die Installation ist mehrteilig: An den Wänden hängen zahlreiche Filmplakate verschiedener Größe (Fotocollagen). Teil der Installation ist ein fingierter Filmkatalog, der alle 100 ‚Neuverfilmungen‘ abbildet und mit jeweils einer Kurzbeschreibung ergänzt.

 

Daniela Comani



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Biografische Informationen:


Daniela Comani, geboren in Bologna, lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin. 1984-88 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Bologna und 1989-93 an der Hochschule der Künste in Berlin. Ihre Arbeiten berühren Themen wie Geschichte, Sprache und Identität. Sie arbeitet mit Fotos und Texten aus Zeitungen, Fernsehen und Büchern – Bilder, die uns vermeintlich bekannt vorkommen. Sie bezieht sich in ihren Arbeiten auch auf kunstgeschichtliche wie gesellschaftlich-politische Themen und arbeitet dabei mit Video, Zeichnungen, Installationen. Schwerpunkt ist aber das Medium Fotografie. Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen, u. a.: „Protected Zone“, Museum on the Seam, Jerusalem, 2015/ „The Self“, National Academy Museum, New York, 2015/ „My Film History“, Charlie James Gallery, Los Angeles, 2015 (E)/ „ Ich war‘s. Tagebuch 1900-1999“, dkw - Kunstmuseum, Cottbus, 2014 (E)/ „Liebe“, Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen am Rhein, 2014/ „Weiße Normen der Macht“, GrazMuseum, Graz, 2013/ „Le Printemps de Septembre: History is Mine!“, Musée Les Abattoirs, Toulouse, 2012/ „History, Film and Dynamite“, Kirk Hopper Fine Art, Dallas, 2012 (E)/ „54th Venice Biennale“ / Repubblica di San Marino Pavilion, Venedig, 2011/ „Nouvelles parutions éditées par Daniela Comani“, Centre d’Art, Brest, 2010 (E)/ „Überblendungen. Das Zukünftige rekonstruieren“, Shedhalle, Zürich, 2010/ „The Fate of Irony“, Kai 10 Raum für Kunst, Düsseldorf, 2010/ „fake or feint - Szenario 5“, Berlin Carré am Alexanderplatz, Berlin, 2009/ „Bildpolitiken“, Salzburger Kunstverein, Salzburg, 2008/ „History will repeat itself“, KW-Institute for Contemporary Art, Berlin, 2007