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Brechts „Galilei“: Schreckgestalt oder Ikone der Moderne?


© unbekannt, Quelle: BBA FA01/081, AdK Berlin




Armin Petras, © Arthur Zalewski
B. K. Tragelehn, © Wolfgang Frank/ LfB
Michael v. zur Mühlen, © Thomas Müller
Holger Teschke, © Wiebke Volksdorf

Mo. 09.02.2015 / 20:00 Uhr / Podiumsgespräch


Brechts „Galilei“: Schreckgestalt oder Ikone der Moderne?

Holger Teschke im Gespräch mit Armin Petras, B. K. Tragelehn und Michael v. zur Mühlen
Einführung in die Brecht-Tage: Volker Ißbrücker

Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19:00 Uhr
Keine Reservierung. Karten ausschließlich ab Zeitpunkt des Einlasses.


Insgesamt liegen drei Fassungen des Stücks „Leben des Galilei“ vor, innerhalb derer Brecht entscheidende Veränderungen an seiner Galilei-Figur vornahm. Doch bedeutet dies auch eine grundsätzliche Korrektur seines Enthusiasmus für die Naturwissenschaften? Was kann der spröde Aufklärungsgestus des Stücks heute noch mitteilen? Ist Galilei nichts weiter als ein Alter Ego Brechts? Wie lässt sich heute mit dieser Figur auf der Bühne umgehen? Vier „Galilei“-Regisseure im Gespräch!



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Biografisches

  

Armin Petras, geb. 1954, ist Theaterregisseur und -autor (unter Pseudonym Fritz Kater). Er wurde 1964 in Meschede geboren und wuchs in der DDR auf. Dort absolvierte er ein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seit 1992 arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Theatern, u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspiel Leipzig. Von 2006–2013 war er Intendant am Maxim Gorki Theater Berlin. Im September 2013 wechselt er in dieser Funktion ans Schauspiel Stuttgart. Zahlreiche Inszenierungen, u. a. Brechts "Leben des Galilei" in einer Koproduktion des Gorki Theater Berlin und des Staatsschauspiels Dresden (2013).

  

B. K. Tragelehn, geb. 1936, ist Theaterregisseur, Autor und Übersetzter. Von 1955–1958 Meisterschüler an der AdK bei Bertolt Brecht und Erich Engel. Seine Aufführung von Heiner Müllers "Die Umsiedlerin" (1961) löste einen Skandal aus: Ausschluss aus dem Schriftstellerverband, Versetzung in den Braunkohlentagebau. Nach Intervention von Paul Dessau ab 1964 wieder Arbeit als Regisseur. Später Zusammenarbeit mit Einar Schleef am Berliner Ensemble. Ab 1979 tätig in Westdeutschland, wo er sich für die Inszenierung der Stücke Heiner Müllers einsetzte. 1987 wurde er Schauspieldirektor in Düsseldorf. Seit 1989 lebt er wieder in Berlin. Zahlreiche Inszenierungen, u. a. Brechts "Das Leben des Galilei" 1997 am Berliner Ensemble.

   

Michael v. zur Mühlen, geb. 1979, ist Theater- und Musiktheaterregisseur. Er studierte Musikwissenschaften und Philosophie an der HU Berlin und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Er war Stipendiat am Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart und inszeniert seit 2004 im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters, der Oper und dem Schauspiel. Seine Version von Wagners "Der Fliegende Holländer" führte 2008 in Leipzig zu einem Skandal und konnte nur verändert weitergespielt werden. Zahlreiche Inszenierungen, u. a. "Das Leben des Galilei" am Deutschen Theater in Göttingen (2013/14).

  

Holger Teschke, geb. 1958, ist Regisseur, Autor und Dozent. Er wurde in Bergen auf Rügen geboren und studierte Schauspielregie in Berlin. Er schreibt Lyrik, Theaterstücke, Hörspiele und Prosa. Ab 1979 arbeitete er als Regieassistent am Berliner Ensemble, wo er von 1985–1999 auch als Dramaturg, Regisseur und Übersetzer tätig war. Von 2000–2005 war er Gastprofessor in der USA, Kanada, Australien und in Deutschland. Zahlreiche Inszenierungen, u. a. Brechts "Galileo Galilei" am Washington Theatre (2002).


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