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Brecht und die Heisenbergsche Unschärferelation


© unbekannt, Quelle: BBA FA01/081, AdK Berlin




Karin Ernst, © Privat
Anne Dippel, © Privat
Andrej Peter, © Privat
Andreas Salzburger, © Privat

Mi. 11.02.2015 / 20:00 Uhr / Szenische Darbietung, Vortrag, Experimente


Brecht und die Heisenbergsche Unschärferelation

Szenische Lesung: Karin Ernst und Andrej Peter; Im Gespräch: Anne Dippel und Andreas Salzburger (CERN)
Einführung und Moderation: Lukas Mairhofer

Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19:00 Uhr
Keine Reservierung. Karten ausschließlich ab Zeitpunkt des Einlasses.


Brechts Faszination an der Heisenbergschen Unschärferelation findet ihren Niederschlag in ästhetischen Überlegungen, mit denen es ihm gelingt, die Frage der Darstellbarkeit von Wirklichkeit in ein neues Licht zu rücken. Im weiteren Sinne wird die Beobachtung selbst zum expliziten Thema. In Form einer Lecture Performance mit szenischen Darstellungen einzelner Passagen aus Brechts Schriften, aus „Furcht und Elend des III. Reiches“ und „Leben des Galilei“ sowie grundlegenden Experimenten zur Veranschaulichung der Heisenbergschen Prämissen nähert sich der Abend diesem Problemfeld. Bei der szenischen Lesung handelt es sich um eine Erweiterung einer erstmals am CERN gezeigten Lecture Performance.



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Biografisches

  

Anne Dippel, geb. 1978, ist Anthropologin und Historikerin. Sie studierte Geschichte, Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie in London und Berlin. Seit April 2013 arbeitet sie an einem Projekt über die Produktion von Wissen über Kosmologie in der Hoch-Energie- Physik am CERN (Centre Européen de la Recherche Nucléaire). Seit Oktober 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Volkskunde der HU Berlin.

  

Karin Ernst ist Medizinstudentin an der Universität Zürich. Mitarbeit in diversen
Theaterprojekten.

  

Lukas Mairhofer studierte Philosophie und Physik an der Universität Wien und hat vor kurzem seine Dissertation "A-tom und In-dividuum. Bertolt Brechts Interferenz mit der Quantenmechanik" abgeschlossen. Er war Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (Wien) und Stipendiat des Gradiuertenkollegs "Das Reale" der Universität Konstanz. Derzeit promoviert er im Fach Physik an einem Kapitza-Dirac- Talbot-Lau-Interferometer für Materiewellen und ist Mitglied des Graduiertenkollegs Complex Quantum Systems der Universität Wien.

  

Andrej Peter studiert Philosophie und Theaterwissenschaft an der Universität Basel und Universität Bern. Schauspiel in René Polleschs „Herein! Herein! Ich atme euch ein!“, Schauspielhaus Zürich und Uta Plates „Leben Lügen Sterben!“, TheaterNeumarkt, Zürich (2014). Darüber hinaus u. a. seit 2014 Konzept, Performance und wiederholte Auftritte mit „Volksrepublik Aussersihl“ in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „die Neue Dringlichkeit“ in Zürich Aussersihl und Umgebung.

  

Andreas Salzburger, geb. 1977, ist promovierter Physiker am CERN in Genf und beschäftigt sich dort am Teilchendetektor ATLAS mit der Simulation von Elemtentarteilchen und den tiefsten Einblicken in die Materie. Er studierte Physik an der Universität Innsbruck und publizierte u. a. zum HIGG S-Boson und Dunkler Materie.


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