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Brecht-Tage 2017


© Quelle: AdK, BBA FA 06/136, Foto: Sergej Tretjakow



Mo. 06.02.2017 - Fr. 10.02.2017



Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €


„Ich bereite meinen nächsten Irrtum vor...“
Brecht und die Sowjetunion

 

Bertolt Brechts Beziehung zur Sowjetunion als „ambivalent“ zu bezeichnen, wäre vermutlich untertrieben. Hier offenbart sich eher eine ganze Palette von Widersprüchen, die sich nicht in eine anfängliche Faszination für das kommunistische Projekt und das spätere Entsetzen über den stalinistischen Terror auflösen lassen.  In welchem Maße war sein Theaterkonzept von den Experimenten der sowjetischen künstlerischen Avantgarde beeinflusst? Wie existentiell war für den Emigranten Brecht die Hoffnung auf einen Sieg Stalins über Hitler? In welchem Verhältnis standen seine politischen Optionen zu den Aussagen seiner Theaterstücke und Gedichte? Und wie ernstzunehmend waren seine demonstrative Offenheit und die Bereitschaft, aus Irrtümern zu lernen? Im hundertsten Jahr nach der Oktoberrevolution, mit der gehörigen zeitlichen und intellektuellen Distanz, geht es nicht darum, letztgültige Antworten auf derartige Fragen zu finden, sondern unterschiedliche biografische, historische, literaturwissenschaftliche und philosophische Deutungsversuche nebeneinander stehen zu lassen.

 

Konzeption und Projektleitung: Annette Leo

 

Unser Foto zu den Brecht-Tagen 2017 zeigt Bertolt Brecht und Sergej Eisenstein, fotografiert von Sergej Tretjakow, Moskau, 1932.


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