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ARNO-SCHMIDT-WOCHE: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Ost und West bei Arno Schmidt


Mi. 15.08.2012 / 20:00 Uhr / Vorträge und Diskussion



ARNO-SCHMIDT-WOCHE: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Ost und West bei Arno Schmidt

Mit Klaus Behringer, Susanne Fischer und Thomas Flierl
Moderation: Jörg W. Gronius

Veranstaltungsort: Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19:00 Uhr


Die Entstehung von Arno Schmidts Roman „Das steinerne Herz - historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi“ läßt sich durch die Tagebuchaufzeichnungen seiner Frau und Reisebegleiterin Alice aus demselben Jahr sehr genau nachvollziehen. Der Roman erzählt von einem Frauentausch und der abenteuerlichen Reise ins geteilte Berlin der Nachkriegszeit und des Kalten Krieges. Restauration und Wiederbewaffnung auf der westlichen, Sozialismus und Mangelwirtschaft auf der östlichen Seite sind Gegenstand der Reflexion des Ich-Erzählers. Die derbe Erotik – singulär in der deutschen Literatur der fünfziger Jahre – bildet dazu den handlungsintensiven Gegenpol des 1956 erschienenen Romans. Schmidt ging immer davon aus, dass der Zweite Weltkrieg nicht der letzte, und dass der bevorstehende ein atomarer sein würde. Ein Spaziergang über die vom Stadtplaner Hermann Henselmann nagelneu konstruierte Stalinallee kündet trotz allem vom Wiederaufbau. Wie der Alltag und eine Reise des Ehepaars Schmidt von Saarburg nach Berlin in einem Roman von Arno Schmidt poetischen Niederschlag finden, lässt sich am STEINERNEN HERZEN und dem 2004 von Susanne Fischer herausgegebenen Tagebuch Alice Schmidts in einmaliger Weise zeigen. In Zusammenarbeit mit der Arno Schmidt Stiftung Medienpartner: rbb Kulturradio 92,4 Mit freundlicher Unterstützung durch den Suhrkamp Verlag